Gastro

Die schönsten Cafés in Berlin

Montag, 12. Juni 2017 von Daniela Schwabel , Sarah Zahn , Marlen Richter


Die besten Cafés in Berlin
Entspannt in einem Café in Berlin sitzen, mit Freunden quatschen und einfach mal das Leben genießen – das klingt nicht nur wundervoll, sondern sollte auf jeder monatlichen To-Do-Liste vorkommen. Oder sucht ihr vielleicht nach einem schönen Plätzchen, an dem ihr bei Kaffee und Kuchen am Laptop arbeiten könnt? Aus welchem Grund auch immer ihr nach Inspiration für euren nächsten Café-Aufenthalt sucht, wir helfen euch weiter. Ob herzhafte Kaffee-Röstungen, gemütliche Einrichtung oder leckerste Torten – PRINZ stellt euch tolle Cafés in Berlin vor, in denen ihr nach Herzenslust Kaffee und Kuchen essen könnt und es dabei auch noch ultra-gemütlich habt. 
 

Roamers

Im Roamers weht ein kalifornisches Lüftchen durch die Kakteenlandschaft. Aus Kostengründen wurde die gesamte Einrichtung mit eigenen Händen aufgebaut und genau dieser DIY-Charme ist es auch, der dem Café in Neukölln seinen sympathischen Farmhaus-Anstrich verpasst. Die vielen Pflanzen, das Holz und der hübsche Anblick des Essens - da kann man gar nicht anders, als erst einmal ein Foto davon zu machen. Unbedingt probieren: Das Shakshukah, also pochierte Eier in Tomatensoße. Ein Frühstück im Roamers sieht nach einer vollmundigen Portion Natur aus: Intensiv duftende Kräuter, gegrillte Tomaten, frisches Brot, Avocado, gegrillter Ziegenkäse oder Spiegelei. Auf diese Geschmackserlebnisse wartet man gern auch ein wenig länger in der meist gut besuchten Location. An warmen Tagen gibt’s Iced Latte oder Spinat-Smoothie statt Cappuccino. Dieses Café lädt zum Verweilen und Blümchenschnuppern ein – die perfekte Brise Urlaub im geschäftigen Berliner Alltag! 

Wunderschön und lecker: die Speisen im Café Roamers in Berlin.
Einfach nur wunderschön und lecker: die Speisen im Café Roamers in Berlin.
 

Eliza Café und Lieblingsstücke

Zauberhaft gemütlich ist es hier: tolle Sitzmöglichkeiten, Sofa, Schaukelstuhl und zauberhafte Details, wie der kleine Teddy mit dem man sich die Sitzbank teilt – alles mit einer ordentlichen Portion Vintage-Charme. Das Café Eliza liegt etwas versteckt im Wrangelkiez in Kreuzberg und bietet eine tolle Auswahl an Kuchen, Kaffee-Spezialtäten aber auch herzhafte Paninis und Stullen. Allesamt vegetarisch-vegan und sieht dabei auch noch unverschämt lecker aus. Besonders der Carrot Cake oder der vegane Erdnussbutter-Oreo-Schokokuchen lassen sämtliche Diät-Vorsätze ganz schnell unter den Tisch fallen. Hier ist alles hausgemacht, die Milch ist ausschließlich Bio und es gibt zahlreiche Alternativen. Übrigens werden hier auch tolle Dinge für Zuhause verkauft. Wer arbeiten muss, kann es sich im Café Eliza ebenfalls bedenkenlos gemtülich machen: es gibt WLAN!  

Godshot

In diesem tollen Lädchen in Prenzlberg gibt es einen der besten Espressi der Stadt. Nicht ohne Grund ist Godshot Mitglied der Speciality Coffee Association of Europe und der Berlin Coffee Society. Die Mitarbeiter zählen wohl zu den besten Baristas der Hauptstadt und wissen ganz genau, wie ein perfekter Espresso zu schmecken hat. Schließlich gilt es, die über 800 verschiedenen Inhaltsstoffe einer Kaffeebohne in ein einziges Geschmackserlebnis umzuwandeln. Falls ihr Lust habt, in die Kunst der Baristas eingewiesen zu werden, bietet euch Godshot regelmäßig Kurse an (ab 40€). Neben einem einfachen Espresso stehen selbstverständlich noch andere Kaffee-Köstlichkeiten auf der Karte. Sehr zu empfehlen ist unter anderem der Iced Latte (3,20€).  
 

Ein von Haz Maz (@harriemayhem) gepostetes Foto am

Café Sorgenfrei

"Früher war alles schöner!", dachten sich die zwei Inhaber des schnuckeligen Berliner Cafés und schon war die Idee für das Café Sorgenfrei geboren. Das Betreten des kleinen Lädchens in Schöneberg gleicht einer Zeitreise in die 1950er und 1960er Jahre. Im ganzen Raum verteilt stehen kleine Tischchen, bunt zusammengesetzte Sessel und überall gibt es kleinere oder größere Gegenstände zu entdecken, die einen in ein anderes Hier und Jetzt versetzen. Wie gut zu wissen, dass ihr sie bei Bedarf auch gleich käuflich erwerben könnt. Neben dem Museumsfaktor gibt es tollen Kaffee (ab 2,10€), Kuchen oder Torte (ab 2,90€), Eisschokolade mit Kakao, zwei Kugeln Vanilleeis und Sahne (2,50€) und Leckereien aus Muttis Küche, wie zum Beispiel die hausgemachte Suppe mit Wiener Würstchen (5,60€). Übrigens könnt ihr hier auch frühstücken, das gibt es ganztägig uns bietet vom Früchtemüsli und Obastsalat (je 3,80€) über Croissant mit Konfitüre und Butter (2,70€) bis hin zu fertigen Frühstücksvariationen (ab 4,90€) eine gute Auswahl. 

 

Ein von Jan Kocovski (@jkocovski) gepostetes Foto am

Silo Coffee

Das Silo Coffee ist der Inbegriff großstädtischer Coffeeshop-Kultur. Schöne Menschen mit Laptops schlürfen ihren Kaffee an wuchtigen Holztresen, der minimalistisch-rustikalen Charme verströmt, während die Glühbirne alles in ein warmes Licht rückt. Frühstücken bzw. Brunchen geht besonders gut mit einem Avocado-Sandwich (8,50€) oder dem Bananenbrot. Man munkelt, im Silo gäbe es den besten Flat White der Stadt. Da das Café im Friedrichshain ordentlich gehypt wird, ist es oft voll und vermutlich auch deswegen recht preisintensiv (Silo-Frühstück für 12€). Dann wird auch noch großstädtisch auf Englisch bedient, aber hey: Hier ist es gemütlich und lecker – und das ist schließlich das Wichtigste!

Minimaler Chic im Café Silo in Berlin
Minimaler Chic im Café Silo

Cuccuma

Machen wir es kurz: Das Cuccuma hat einfach einen extrem hohem Wohlfühlfaktor! In dem kleinen Café in Kreuzberg lassen sich so einige Nachmittage bei Kaffee und Snacks verbringen – auch Dank WLAN und der ruhigeren oberen Etage, in der ihr euch zum konzentrierten Arbeiten zurückziehen könnt. Auf einer Tafel über dem Tresen stehen alle Angebote, die ihr euch hier abholen könnt: Neben leckeren Kaffees (ab 1,90€), gibt es auch heiße Schokolade (ab 2,70€) und Bio-Tees (2,20€) im Angebot, für den kleinen Hunger zwischendurch frische Bagels (der mit Lachs ist sehr zu empfehlen!), Bircher-Müsli und diverse Kuchen wie Karotten- oder Zitronenkuchen (ab 1,90€). In der Vitrine liegen außerdem verschiedene Salate zum Mitnehmen parat, genauso wie Paninis und Co. 

 

#Coffee is always a good idea! (Especially after the night before...) Guten Morgen aus #Berlin! #MeetTheWorld #coffeelove #HWTips

Ein von Hostelworld (@hostelworld) gepostetes Foto am  

Populus Coffee

Im Populus am Maybachufer in Neukölln könnt ihr euch einer guten Kaffeeberatung sicher sein. Das Personal kennt sich aus und ist super-freundlich. Die Inhaber Henrik und Sari aus Finnland wissen einfach, wie den Gästen warm ums Herz wird: Egal, ob sie mit einem charmanten Midsomar-Fest einheizen oder durch leckeren Kaffeeduft in dem Laden voller Naturfarben für muckelige Winterstimmung sorgen. Die aromatischen Kaffeesorten werden aus Guatemala, Kenia oder Costa Rica importiert. Dazu serviert das Team des Populus angesagte Bowls, Brote und herzhafte Waffeln in abwechslungsreichen Zusammenstellungen oder international-nordisches Gebäck wie "Vappumunkki" (finnische Version eines Donuts). Die Speisekarte hat gerade erst ein spannendes "Make-Over" bekommen: Zum Beispiel bekommt ihr zum Frühstück Overnight-Oats, Müsli, Sandwiches oder Croissant, und speziell am Wochenende (10 bis 14 Uhr) derzeit so angesagte "Stacks", eine dicke Scheibe Brot mit üppigem Belag. In diesem Fall zum Beispiel mit Süßkartoffel, Spinat und porchiertem Ei. Und nicht zu vergessen: süße Waffeln und Pfannkuchen gibt es hier auch!

No Milk Today

Der Name ist Programm, denn beim No Milk Today handelt es sich um ein rein veganes Café mit hausgemachten Kuchen und defitgen Speisen aus aller Welt. Dazu sind die Angebote möglichst Bio und Fair Trade und auch Nicht-Veganer sollten mal einen Fuß ins Café hier reinsetzen, schließlich sind die Angebote wirklich lecker und zum anderen ist es hier einfach richtig gemütlich. Mit 60-er/70er-Jahre-Elementen lässt die Einrichtung das Herz eines Retro-Fans Höher schlagen und überhaupt lässt es sich in diesem Ambiente auch ganz wunderbar entspannen (oder auch arbeiten). Der Cappuccino kostet hier 2,80€, genauso der Kaffee "Vietnam Style", ein original vietnamesischer Espresso mit Kokosnussmilch. Neben einer großen Frühstücksauswahl gibt es hier natürlich auch Kuchen und wer es herzaft möchte, kann hier auch wunderbar zu Mittag essen. Übrigens gibt es hier auch eine kleine Terasse zum Draußensitzen.

Veganes Café: No Milk Today

Five Elephant

In der Brust des Five Elephant in Kreuzberg schlagen zwei Herzen: Coffee und Cake! Und vor allem, so munkelt es von allen Seiten, sollte jeder Gast den Cheesecake probiert haben, denn danach wird man nie wieder einen anderen essen wollen. Das Rezept stammt noch von der Großmutter aus Philly, weswegen Kenner direkt nach dem Phillycheesecake fragen. Den zugehörigen Kaffee aus Kenia, Äthiopien und Guatemala röstet das Team vor Ort. Die Philosophie hinter dem Café besteht in der Wertschätzung des Weges, den die Kaffeebohne bis in unsere heimischen Cafés zurücklegt. Den Betreibern geht es um Nachhaltigkeit und faire Arbeit. Wer das Five-Elephant-Gefühl auch daheim haben möchte, kann sich die Kaffeesorten und Geschirr auf der Webseite auch nach Hause bestellen. Genütlich ist es hier in Kreuzberg auch, vor allem wenn das Wetter mitspielt und man draußen unter den großen Bäumen sitzen kann. Übrigens gibt es inzwischen auch in Mitte einen weiteren Laden von Five Elephant. 

Chapter One Coffee

Hier geht es um die Leidenschaft zum Kaffeerösten und -brühen und damit um den sogenannten Third-Wave-Trend zurück zum ursprünglichen Kaffee – sozusagen die Slow-Bewegung der Heißgetränke. Wer sich stundenlang mit Bohnenaromen beschäftigen könnte und experimentierfreudig ist, ist im Chapter One Coffee in Kreuzberg goldrichtig. Die Auswahl an Kaffeesorten ist riesig – ebenso wie die Brühtechniken: Cold Drip, Siphon oder Siebträger – alles da, was das Third-Wave-Herz begehrt. Und fast fühlt man sich beim Zuschauen wie in einem kleinen Kaffeelabor. Da stört es kaum, dass es nicht so viele Sitzplätze im schick eingerichteten Laden gibt.

Café-Labor im Chapter One Berlin
Café-Labor im Chapter One

House of Small Wonder

Für das Berliner Pendant ihres gleichnamigen New Yorker Restaurants, haben sich die Japanerin Motoko Watanabe und der Amerikaner Shaul Margulies einen hübschen Standort ausgesucht: Über eine wunderschöne Wendeltreppe geht es in den ersten Stock, in dem sich das House of Small Wonder befindet – ein gemütlicher Ort mit hohen Decken, bunten Materialien und viel Grün. Das Café in Mitte findet sich preislich irgendwo zwischen seinem Pendant in New York und den normalen Mitte-Preisen wieder. Dafür gibt es aber auch eine spannende asiatisch-amerikanische Fusionsküche auf den Teller: von Frühstück über Lunch bis hin zu Kaffee und Kuchen, lässt sich hier durchaus ein ganzer Tag verbringen. Lieber Flat White (4€) oder Jasmin Tee (3,40€)? Bread Pudding mit Orange-Karamel-Soße (3,50€), cremiger Cheesecake mit Balsamico-Sauce (4€) oder doch lieber einen Earl Grey Chiffon Cake (3€, eine Art Biskuitkuchen)? Ach, einmal alles bitte!

Tolles Ambiente im House of Small Wonder Berlin
Tolles Ambiente im House of Small Wonder Berlin

Café Bilderbuch

Diese besondere Location mit seinen Bücherregalen, Plüschsofas und einer umfangreichen Zeitungs- und Zeitschriftenauswahl, lädt auf jeden Fall zu einem längeren Aufenthalt ein. So manch einer soll hier schon seine Doktorarbeit verfasst haben. Eine Tasse Kaffee kostet hier ja auch günstige 1,90€. Auf der Karte des Café Bilderbuch findet ihr jedenfalls ein großes Angebot an frischen Torten und Kuchen, darunter auch hausgemachte Produkte aus Bioland-Getreide und anderen hochwertigen Zutaten. Frühstücken und herzhaft speisen lässt es sich hier in Schöneberg aber ebenso gut: Ob "Strammer Max" (deftiges Schinkenbrot mit Spiegeleiern und sauren Gurken für 5,90€) oder das Käsefrühstück (8,40€) – für jeden Geschmack ist hier etwas dabei und besonders die Frühstückskarte ist umfangreich. Dafür muss man noch nicht einmal früh aufstehen, denn das Frühstück wird von 9 bis 23 Uhr serviert. 

Café Bilderbuch in Berlin
Café Bilderbuch in Berlin

 

Café Müllerskind

Ach, es sieht einfach alles so phänomenal lecker aus, was das Müllerskind im Kuchen-Angebot hat! Ob Karamell-Schoko-Käse, Mascarpone-Biskuit-Tarte (2,70€) oder Orangen-Käse-Kuchen (2,90€) – die Kuchen und Tartes sind liebevoll angerichtet und allesamt hausgemacht. Wenn es das Wetter zulässt, kan man gemütlich auf der Bank vor dem Lokal seinen Kaffee (Tasse 2,€) oder Cappuccino (2,50€) schlürfen oder sich drinnen im hübschen Café eine nette Ecke suchen. Abgerundet wird das Angebot noch von Bio-Eis und den hausgemachten Limonaden. Frühstücken lässt es sich hier übrigens auch ganz toll – ob mit Frühstücksetagere, Rührei und frischem Bio-Brot oder einfachem, belegtem Bagel. Ein Rundum-Wohlfühl-Programm! 

Kaffeehaus Grosz

Am Ku'damm in Wilmersdorf werden nostalgische Ideen eines Berlins Anfang des 20. Jahrhunderts zu neuem Leben erweckt. Das Kaffeehaus Grosz trägt nicht umsonst den Namen des großen Künstlers der Neuen Sachlichkeit. Hohe Decken, dunkle Jugendstil-Möbel, Personal mit schwarzen Westen: alles glänzt und man möchte in ein Charleston-Kleid schlüpfen. Klar, das Kaffeehaus Grosz wirkt natürlich etwas steifer als ein junges, hippes Café im Prenzlauer Berg, ein Besuch lohnt sich dennoch. Zum Teil werden im Grosz noch Leckerbissen von der Speisekarte um 1912 serviert. Ein echter Tipp ist die Torte „Prinzessin Viktoria“ aus weißer Schokolade und Pistazien. Im Salon de Thé wird ab 15 Uhr der Afternoon Tea gereicht. Richtig gut frühstücken könnt ihr unter der Woche bis 12 Uhr – am Wochenende bis 16 Uhr.

 

Noch mehr Cafés in Berlin findet ihr in unserem Locationfinder. Wenn ihr euch vor allem für Frühstück und Brunch interessiert, schaut mal in unsere Top-10-Liste der besten Frühstückslocations in Berlin.



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