Die besten Cocktailbars

Zum Ausklang eines langen Arbeitstages oder zur Einstimmung in die Partynacht: Ein guter Cocktail ist dafür eine sichere Bank! Wo ihr in Berlin am besten ein, zwei abendliche Drinks zu euch nehmen könnt, haben wir für euch herausgefunden.  

Saphire Bar

Cocktailbar Saphire Bar Berlin
Die Cocktailkarte der Saphire Bar lässt ungeübte Besucher leichten Schwindel empfinden. Während man es sich auf einer der weißen Ledercouches, die im goldgelben Licht mit den Holzarmaturen um die Wette glänzen, bequem macht, merkt man schnell: Die Auswahl ist unerschöpflich. Ein Abend reicht für diese Bar in Prenzlberg nicht aus. Cocktails wie Captain Sparrow (14,50€) oder die Reifeprüfung auf Italienisch (10,50€) klingen nicht nur spannend, sondern sind vom Geschäftsführer selbst kreiert. Nach einem Besuch denkt man vielleicht auch über die Teilnahme an einem der Cocktailkurse nach, um sich fortzubilden. Oder man kommt eben bald wieder und schlürft sich weiter durch die Karte. Die Saphire Bar öffnet täglich ab 20 Uhr. 

Schwarze Traube

Wer in der Schwarzen Traube eine Weinbar oder eine Gothic-Kneipe vermutet, hat sich getäuscht. Die Cocktailbar in Berlin-Kreuzberg ist speziell - auf jeden Fall. Um in ein Reich aus Backstein, Barock-Tischchen und Blümchentapete eintreten zu dürfen, wird an der Tür geklingelt. Einen Hauch Exklusivität verspürt man auch angesichts der etwas höheren Getränkepreise. Dafür werden die Drinks frei nach den eigenen Vorlieben gemixt. Geöffnet hat die Bar der eigenen Kreationen täglich von 19 bis 2 Uhr, freitags und samstags bis 5 Uhr.

Neue Odessa Bar

Cocktailbar Neue Odessa Bar Berlin
Die Neue Odessa Bar gibt’s nicht erst seit gestern an der Torstraße, Herzstück für Mitte-Amüsement. Sie vereint schon seit Jahren alles, was Berlin Mitte ausmacht: kostspielige aber gute Cocktails, eine mondäne Einrichtung, Türsteher und Co. Eine Happy Hour gibt es nicht, dafür ist hier gerade am Wochenende mehr los als in vielen anderen Bars. Wer früh da ist, kommt noch rein und kann sich ein bisschen fühlen wie in einem Club ohne Tanzfläche. Die Cocktails kosten zwischen 8,50 und 11€. Die Türsteher begrüßen euch ab 19 Uhr.

Gainsbourg

Der Savignyplatz ist eine altehrwürdige Ecke Berlins. Und das Gainsbourg hält es da ganz genau so. Namensgeber Channsonier Serge Gainsbourg scheint von den Wänden aus noch vorzumachen, wie es hier zu halten ist: Gut trinken, viel rauchen, das Leben genießen. Die gut situierte Stammkundschaft nimmt dies gern an und begnügt sich häufig mit der Weinkarte. Doch das Gainsbourg hat auch eine umfangreiche Cocktailkarte zu bieten, die auf viele Klassiker setzt (ab 8,50€). Wer genug französisches Flair genossen hat, wankt über Charlottenburger Kopfsteinpflaster durch gedimmtes Rotlicht pfeifend wieder nach Hause.

Monkey Bar

Cocktailbar Monkey Bar in Berlin
Über den Baumkronen des Berliner Zoos fühlen sich Gäste der Monkey Bar selbst wie kletternde Äffchen. Von den Stufenreihen im Inneren oder draußen von der Terrasse aus hat man einen guten Blick über Zoo, Bikini Berlin und Charlottenburg. Ihr findet die Monkey Bar im zehnten Stock des 25 Hours Hotels. Dazu passen die 25 Gin-Sorten, die eine Auswahl erschweren, sich aber gut im Cocktail machen, so zum Beispiel im Monkey Gin Sling (12,50€). Auch in dieser gut besuchten Berliner Cocktailbar lohnt es sich, früh zu erscheinen. Ab etwa 21 Uhr kann man schon einmal in der Schlange stehen, um zoologische Nächte zu erleben. Neben dem Ausblick bietet die Monkey Bar nämlich auch täglich wechselnde DJ-Musik und leckeres Barfood (bspw. hausgemachte Falafel für 8€).

Tier

Schon lange kein Geheimtipp mehr und für Neukölln doch recht teuer. Das Tier trägt nicht umsonst diesen schnörkellosen Namen. Hier geht’s um gepflegtes Trinken und den noch gepflegteren Wahnsinn. Ebenso liest sich auch die Karte, auf der alle, die sich nicht als Cocktail-Junkies bezeichnen würden, vor allem Fremdworte vorfinden. Was ist denn Angostura und wer von euch hat schon einmal Puderzucker in seinen Cocktail schneien lassen? Kein Problem, denn das Barpersonal hilft gern. Neuerdings wird dem Szene-Publikum auch schon direkt mit der Platzzuweisung geholfen und – auch eher unüblich für Neukölln – draußen machen Türsteher ihren Job.

Sodom & Gomorra

Cocktailbar Sodom & Gomorra Berlin
Sündige Nächte in einer an den Kolonialstil erinnernden Bar – wo passt dieses Konzept besser hin als nach Mitte? Macht es euch unter dem Deckenfresko auf einem englischen Ledersofa gemütlich und schmeckt die fernen Länder aus den importierten Spirituosen. Das Bibel-Thema zieht sich auch durch die Getränkekarte. So erhaltet ihr im Sodom & Gomorra beispielsweise einen Adam & Eva oder Dead Sea (je 12€). Auch in dieser Cocktailbar muss das Glöckchen geläutet werden, um Einlass zu erhalten. Denkt an genügend Bargeld – hier werden keine Karten angenommen. Die Türe öffnet ab 19:30 Uhr.

 

Würgeengel

Cocktailbars Würgeengel Berlin
Klingt vielleicht im ersten Moment nicht riesig lecker. Trotzdem: Da der Würgeengel sich ungebrochen seit 24 Jahren in der Dresdener Straße in Kreuzberg hält, muss einiges dran oder besser drin sein. Nicht umsonst trägt die Bar den Namen des Films von Luis Buñuel. Und ganz ähnlich wie den Protagonisten in diesem Streifen soll es wohl auch der Stammkundschaft gehen: Einmal drin, tut man sich mit dem Verlassen des Raumes doch ziemlich schwer. Die Cocktailauswahl gilt als gehoben. Mit der Karte setzt das Team sowohl auf die guten alten Klassiker als auch auf Eigenkreationen. Der Würgeengel öffnet täglich ab 19 Uhr. 

Kantine Kohlmann

Die olle Kantine hat tief in der Kiste gekramt, um euch zu zeigen, wie 70er-Jahre-Charme mit Glamour geht. Wir würden behaupten, sie hat es geschafft. Hier treffen Leder-Tresen auf schrammeliges Kreuzberger Eckhaus, kühle Wände auf grüne Lümmelcouches. Kantine Kohlmann schafft eine Atmosphäre, die wohl mit "heimelige Szenigkeit" überschrieben werden könnte. Die Cocktailkarte erinnert auch ein bisschen an Mutters Küche: Hier werden Quittenbitter, Schoko-Vanilleeis oder Paprikasirup herausgeholt und kreativ in verschiedenen Cocktails verarbeitet. Einen Iced Tea – mit Feigensirup! – bekommt ihr zum Beispiel für 9,50€.

 

Leftovers from the Movie Shoot in our Place Last Night... #newinterior #besilly #donttakeyourselftooserious

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Becketts Kopf

Cocktailbar Becketts Kopf in Berlin
Die Bar zur Verfeinerung der Sinne bietet hauseigene Spezial-Kreationen, Weine, Spirituosen wie Whisky und Tequila und sogar kubanische Zigarren an. Es ist also die Frage, wer sich hier am Ende des Abends den Kopf hält. Zur Vorbeugung gibt es Entenrilette mit Backpflaumen-Crumble oder eine Mini-Käsefondue. Dass die Cocktails ein Gedicht sind, bemerkt man beim ersten Blick in die Karte. So folgt der Black Messiah (13€) beispielsweise dieser Losung: „Von Jamaica nach Ruderting führt der Pilgerweg, von Rum nach Cassis. Dort explodiert diese frische Fruchtbombe mit Reggae-Zündschnur.“ Begehbar ist Becketts durchaus gemütlicher Kopf im Prenzlauer Berg ab 20 Uhr.

Green Door Cocktailbar

Ab 18 Uhr könnt ihr in dieser alt eingesessenen Schönerberger Bar euren Cocktail schlürfen. Wie es sich gehört, findet ihr auch hier Lederpolster und dunkle Holzmöbel vor. Ebenfalls entsprechend der Cocktailbar-Façon wird geklingelt, um hereinzukommen. Das Ganze bleibt aber freundlich-familiär. Die blau-weiß-karierten Wände sind geschmückt von Bildern und Fotos – vor allem mit dem Motiv Hund. Die Green Door Cocktailbar ist eine Hommage an den Jazzsänger Eddie Condon, der über die New Yorker Green Door Bar ein Lied geschrieben hat. Die Cocktails werden professionell gemixt - direkt am Tresen im Gespräch mit dem Barkeeper lässt sich das am besten beobachten. Achtung: Bierbestellungen werden nicht so gern entgegen genommen. (Kein Scherz!)

Diese und weitere Bars findet ihr auch in unserem Location-Katalog.