Berlin

Jede Stadt ist anders, in jeder Stadt gibt es andere Dinge, die ihr unbedingt machen, essen, sagen oder lieber lassen solltet. Damit ihr euch selbst bei einem Kurzbesuch in der Hauptstadt so verhalten könnt, wie der älteste Berliner, hat PRINZ euch einen sehr speziellen Guide zusammengestellt. 

 

Das bestellt man ...

Schrippen
Schrippen

Wer morgens beim Bäcker den Ruf "Vier Schrippen!" durch den Raum schallen hört, mag beim ersten Mal womöglich etwas verwirrt sein. Das Wort "Schrippe" klingt zunächst seltsam und lässt in keinster Weise eine Vermutung zu, um was es sich handelt. Es ist naheliegend, dass es etwas mit Brot zu tun hat, schließlich steht ihr beim Bäcker. Und wenn ihr einen Blick in die Tüte mit den "Vier Schrippen!" werfen dürftet, würdet ihr vier der normalsten Brötchen erblicken, die man essen kann. In eurem Dialekt nennt man sie vielleicht Semmeln oder Wecken oder ...

Pfannkuchen

Ein Berliner ist ein Pfannkuchen ist ein Eierkuchen. Da kann man schon mal schnell durcheinander kommen. Klare Regel in Berlin: Wer einen Eierkuchen bestellt, bekommt die dünnen Teigfladen aus der Pfanne (auch unter "Crepes" zu verstehen), Pfannkuchen wiederum sind die frittierten und mit Marmeladen gefüllten Teigbällchen und wer einen Berliner bestellt ... nunja, darf gespannt sein! 


So feiert man ...

Tagelang

Als Hauptstadt des ElectroTechno, werdet ihr gerade im Osten unendlich viele Clubs entdecken und euch dort die Füße müde tanzen können. Vor drei Uhr gehen Berliner selten los und einmal im Wunschclub, wird er so schnell nicht mehr verlassen. Da kann es durchaus passieren, dass von Freitagnacht bis Montagmittag gefeiert wird! Um das durchzuhalten, gehört das beliebte Feiergetränk "Club Mate" auf jeden Fall zur Grundausrüstung. Neben gemütlichen Schuhen selbstverständlich ...

Wiese
Draußen

Sommerzeit ist Open-Air-Zeit und ganz Berlin fiebert bereits dem ersten Tanz unter der Frühlingssonne entgegen. Sobald es draußen wieder warm ist, werdet ihr jeden Tag die Möglichkeit haben, mit anderen Sonnenanbetern und Paradiesvögeln zum Beat der Musik zu tanzen. Ganz besonders schön sind die Open-Airs am Wasser und wenn ihr eure Augen offen haltet, werdet ihr auf der einen oder anderen Wiese im Park bestimmt mal eine der unangemeldeten Open-Airs entdecken. 

Was trinkt man wo

Späti

Der "Späti", mit richtigem Namen "Spätkauf", ist wohl die beliebteste Institution Berlins. Meistens nicht mehr als 50 Meter entfernt, bekommt man in diesem kleinen Laden alles, was das nachtaktive Herz begehrt: Bier, Tabak, Knabberzeug, etc. Was den Späti so besonders macht? Er hat 23 bis 24 Stunden am Tag geöffnet und das täglich. Im Kühlschrank eines Spätis habt ihr meistens eine Riesenauswahl an verschiedenen Biersorten und das beste ist: es gibt sie fast an jeder Ecke Berlins.

Sterni, Pfeffi & Co

Gerade bei Studenten sehr beliebt ist das Sternburger alias Sterni. Das könnte daran liegen, dass es selbst im Späti selten mehr als 80 Cent die Flasche kostet und der Kasten für die nächste WG-Party mit knapp 7€ noch aus der WG-Kasse zu holen sein sollte. Außerdem schmeckt es gar nicht mal so schlecht. Zum nachspülen empfiehlt sich der allseits beliebte Pfefferminz-Schnaps "Pfeffi", der gerne mal mit der Ansage "Leute, Zähne putzen nicht vergessen" die eine oder andere Runde dreht. 

Berliner Eckkneipen

Berliner Eckkneipen heißen nicht ohne Grund Eckkneipen, befindet sich ihr Eingang doch wirklich meistens auf einer Ecke. Hier scheint die Zeit seit einigen Jahren stillgestanden zu sein, was sich zum einen am überwiegend rustikalen Innenmöbiliar und zum anderen oft an den Inhabern bemerkbar macht, die teilweise echte Berliner Charaktäre sind. Das Publikum ist bunt durchmischt, von der Dart-Spielrunde bis zur Studentengruppe sind sie alle da und genießen das ein oder andere Bier.

Hier kauft man ein

Obst
Maybachufer

Wer auf frisches Obst und Gemüse zu Schnäppchenpreisen steht, der sollte mit mehreren Jutebeuteln ausgestatttet, dienstags oder freitags zum Maybachufer in Kreuzkölln kommen und mit den türkischen Händlern lautstark um die Ware feilschen. Je nach Saison könnt ihr allerhand für die nächste Gemüsepfanne entdecken, dabei gilt: je später ihr dort seid, desto günstiger werden die Preise ("Feierabendrabatt"). Der Maybachufermarkt ist zudem bekannt für seine riesige Auswahl an bunten Stoffen, die einen lange zum Stöbern einladen.

Mauerpark

Wenn ihr Flohmärkte und alte Möbel liebt, dann solltet ihr Sonntag auf jeden Fall in den Mauerpark gehen und euch mit der Masse über das Gelände treiben lassen. Egal ob morgens direkt vom Club aus oder nachmittags entspannt mit Freunden: schöne Dinge zu entdecken gibt es zu jeder Tageszeit. Zwar sind die Preise auf Grund des Touribonus eher höher, aber einfach nur gucken ist schon ein Erlebnis. Sehr zu empfehlen ist der Flohmarkt übrigens im Sommer, denn dann findet parallel dazu im Park eine der wohl größten Open-Air-Karaoke-Shows Deutschlands statt. Vielleicht traut ihr euch ja?

Gut zu wissen

Berliner Schnodderschnauze

Berliner sagen, was sie denken, egal wann oder wo sie es denken. Lasst euch davon nicht irritieren und nehmt's nicht persönlich, denn ihr wisst ja: Hunde die bellen, beißen nicht! Habt ihr euch erstmal an den direkteren Umgangston gewöhnt, werdet ihr ihn vermutlich schätzen und vielleicht sogar lieben lernen. Es ist doch irgendwie schön immer zu wissen, was der Gegenüber gerade denkt!

Berlin Liebe