1. Der Gott des Gemetzels
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Der Gott des Gemetzels

Bühne in Bremen
Nächster Termin  Freitag, um 19:00. Theater am Goetheplatz (Bremen) Bremen
Komödie von Yasmina Reza

Mit pointierten Dialogen, diabolischem Humor und erbarmungsloser Treffsicherheit spießt die französische Autorin in ihrem Stück die moderne bürgerliche Gesellschaft auf und versteht es mit schneidender Rhetorik die Grenzen zwischen Zivilisation und Barbarei zu verwischen und zu zeigen, dass es nicht viel braucht, um aus einem Kaffeekränzchen eine Saalschlacht zu machen.

Zwei 11-jährige Jungen prügeln sich auf dem Schulhof, der eine schlägt mit dem Stock zu, der andere verliert zwei Schneidezähne. Unter zivilisierten Leuten, wie es ihre Eltern sind, spricht man so einen Vorfall gemeinsam durch. So beraten Alain und Annette mit Véronique und Michel bei Kaffee und Gebäck, wie man pädagogisch richtig auf Opfer und Täter einwirkt. Die vier sind genauso konsensbemüht und politisch korrekt, wie es sich in unserer westlichen Gesellschaft gehört. Doch unversehens brechen sich archaischere Impulse Bahn.

Inszenierung: Werner Schneyder

Bühne und Kostüme: Monika Gora


"Schneyder [...] verlässt sich - und völlig zu Recht! - auf die Originalität der Autorin und den Spielwitz seiner vier Darsteller. So ist ein kurzweiliges und witziges Kammerspiel entstanden. [...] Dem Premierenpublikum gefiel der Abend [...] ganz ausgezeichnet, und es dankte allen Mitwirkenden mit einem langen, äußerst freundlichen Applaus. Dem sich die Kritik diesmal nur anschließen kann. [...] Schließlich Susanne Schrader als Annette - sie ist der heimliche Star des Abends." (Weser Kurier)


"Die Zuschauer beobachten amüsiert die ständig wechselnden Allianzen und den zunehmend unbeherrschten Umgang des ach so zivilisierten Quartetts, in dem ausnahmslos alle die vielschichtig angelegten Charaktere brillant verkörpern. Ein wenig abrupt fällt dann der Vorhang nach der letzten Runde. Einen Sieger hat der Kampf nicht. Gewinner ist das Publikum, das dieser bitterbösen Bühnen-Keilerei zusehen durfte."
(Bremer Anzeiger)


"Wir lachen uns schlapp über Slapstick, Boulevard und Zeitkritik. Sicher, das Lachen gefriert mal. Dennoch gehen wir gut unterhalten nach Hause." (Nordwest-Zeitung)

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