Deutsche bleiben ihren Marken treu

Damit setzt sich der Trend der letzten zehn Jahre fort. Die stieg von 97.208 im Jahr 2002 auf 231.064 Ende 2011 und somit jährlich um circa neun Prozent. Dazu kommen knapp 30.000 weitere Fahrzeuge, welche das H-Kennzeichen tragen, wie Krafträder, Nutzfahrzeuge oder Zugmaschinen. Die Liste der beliebtesten Modelle wird nach wie vor unangefochten vom VW Käfer mit 26.857 Zulassungen angeführt, was einem Zuwachs um 5,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Daran schließen sich drei Modelle von Mercedes-Benz an: der SL R 107, der "/8" und der W 123, welche insgesamt auf 19.845 Zulassungen kommen. Auf Platz fünf reiht sich der Inbegriff des Sportwagens ein: der Porsche 911/912 mit 5.500 Zulassungen. Das Modell mit dem höchsten prozentualen Zuwachs im Vergleich zu 2010 findet sich auf dem achten Platz. Dabei handelt es sich um den VW Bus, dessen Zulassungen von 2.336 auf 3.593 und somit um knapp 54 Prozent gestiegen sind. Die Liste der beliebtesten Automarken unter den Fahrzeugen mit H-Kennzeichen wird ebenfalls von deutschen Herstellern dominiert. So werden die ersten sechs Plätze von Daimler, Volkswagen, Opel, Ford, Porsche und BMW belegt. Daran schließen sich General Motors aus den USA, Alfa Romeo und Fiat aus Italien sowie Triumph aus Großbritannien an.


Technisches Kulturgut muss bewahrt werden

Trotz des starken Anstiegs in den vergangenen zehn Jahren bleiben Fahrzeuge mit H-Kennzeichen eine Rarität auf deutschen Straßen. Wird die Gesamtzahl aller zugelassenen Fahrzeuge betrachtet, machen sie gerade einmal einen Anteil von 0,5 Prozent aus. Jedoch gibt es Potenzial zur Steigerung. So haben bisher lediglich 59 Prozent der Fahrzeuge, welche mindestens 30 Jahre alt sind, ein H-Kennzeichen. Das zweite wichtige Kriterium neben dem Alter ist der Originalzustand, in welchem sich das Fahrzeug befinden muss, um offiziell als Oldtimer zu gelten. Ist dies erst mal geschafft, können sich für den Fahrzeughalter einige Vorteile ergeben. So gibt es oftmals Steuer- und Versicherungsvorteile und der Fahrer muss sich keine Gedanken um eine Feinstaubplakette machen.