"Little Lion Man" heißt der Track, der in Radiostationen und gar Clubs rotierte, obwohl er mit seinen sperrigen Banjo-Klängen und dem schunkelnden Rhythmus gar nicht so richtig dahin passen wollte. Doch das Konzept ging auf: "Sigh No More", das Debüt-Album von Mumford & Sons, hatte 2011 beste Aussichten auf einen Grammy. Nun legt die britische Folk-Truppe nach: "Babel" tritt mit Leichtigkeit in die Fußstapfen seines Vorgängers. Hibbelige Gitarren- und Banjomelodien, stampfende Rhythmen und Whiskey-besoffene Euphorie: Mumford & Sons zaubern nach bewährtem Erfolgsrezept.

Video-Tipp: "Little Lion Man" von Mumford & Sons



Zu Mumford & Sons gehören nicht nur die Songs, sondern auch energetische und mit Harmonie aufgeladene Liveshows. Sie stehen am Anfang ihrer Geschichte und prägen auch ihr neues Werk "Babel". Mit einem großen Schwung an Leidenschaft tanzen und wirbeln sie ausgelassenen im Saloon ("I Will Wait"),traben sie gemächlich durch die Prärien ("Holland Road") und schaukeln sie auch dösend im Stuhl auf der sonnigen Veranda ("Reminder").

Video-Tipp: "I will wait" von Mumford & Sons



Mumford & Sons regen sich auf und kommen zur Ruh, fangen Streit an und finden ihren Frieden - sie können laut und leise sein. Die Kunst ein Banjo massentauglich einzusetzen, ist eindeutig der Truppe um die Charakter-Stimme von Marcus Mumford vorbehalten. Das Einzige, das nun noch fehlt, ist eine Lagerfeuerballade mit Mundharmonika - lieber Herr Mumford, bitte für das dritte Album vormerken. Ansonsten sehe ich mich gezwungen, zum Rodeo-Duell zu rufen. Yeeha!

Fazit: Cowboy ist der coolste aller Berufswünsche. Lustige Country-Sounds und ruhiger Folk - "Babel" trifft ins Herz wie die Kugel beim Duell.

Cooperative Music, ab 21.09.2012

Laura Weinert

Auf tape.tv könnt ihr übrigens noch weitere Musikvideos von Mumford and Sons sehen!