Who Wants To Be Second
Die Niederlande starteten, Böhmermann antwortete und nun legen deutsche Bundesländer, Regionen und Städte nach. Das sind die besten Satire-Videos zu Trumps "America First".

America First! Diese zwei Worte schwirren dank Donald Trump seit geraumer Zeit durch die Welt und verursachen bei vielen Menschen ein flaues Gefühl im Magen. Doch es gibt nichts Besseres, als dem Schrecken der Trump-Präsidentschaft mit etwas Komik entgegenzuwirken. Das dachten sich auch die Holländer, die in einer bekannten Late-Night-Show dieses Video als Reaktion auf Donald Trumps Ausspruch ablieferten.

Was danach passierte war der reinste Schlagabtausch. Viele europäische Late-Night-Shows folgten dem Beispiel der Holländer und versuchten nun auch mit ihrem Land ein "Werbevideo" abzuliefern. In Deutschland kümmerte sich die Redaktion von Jan Böhmermanns "Neo Magazin Royale" um das Introduction-Video.

Um den Überblick zu behalten und auch ja kein Video zu verpassen, wurde kurze Zeit später eine Internetseite ins Leben gerufen: Every Second Counts befasst sich mittlerweile nicht nur mehr mit den Videos aus Europa, denn auch Länder aus Afrika oder Australien beteiligen sich an dem satirischen Trump-Boykott. Doch damit nicht genug: Nicht nur Trumps Entourage fährt mit "Alternative Facts" auf, auch in Deutschland werden mittlerweile einige alternative Bewerbungsvideos produziert. Denn warum sollte nicht jedes einzelne Bundesland eine Chance bekommen auf dem zweiten Platz nach Amerika zu landen?

Germany Second: Das sind die Bewerbungsvideos von Köln, Bayern & Co.

Den Spaß starteten zuerst die Kollegen von Quer, dem satirischen Magazin des Bayerischen Rundfunk und probten mit diesem Bayern-Werbe-Video ihren Aufstand:

Die Nachbarn aus Stuttgart ließen das nicht auf sich sitzen und zeigten sich von ihrer besten schwäbischen Seite:

Wo Baden-Württemberg und Bayern sind, da dürfen die Unterfranken nicht fehlen. Diese erkennen aber ihre Rolle und bewerben sich um Platz Drei:

 

Doch wo bleibt der nördlichere Teil Deutschlands? Der liefert mit Köln gleich nach:

Die älteste Stadt Deutschlands verlangt Anrecht auf den ersten Platz und will Amerika abdrängen – Trier punktet mit diesem Bewerbungsvideo:

Die Nordlichter halten sich bisher noch etwas im Hintergrund. Aber es dürfte nicht mehr lange dauern, bis auch diese nachlegen. Ostfriesland macht den Anfang und zeigt sich mit diesem Spot zwar eher ruhig und ohne Text, aber mit der Erklärung: "We don't speak much."

Bremen startete kurz nach Ostfriesland sein eigenes Video und das auch noch vor Hamburg.

Trotz des eher ernsten Hintergrunds, ist die Bewegung ein schönes Beispiel dafür, wie der Humor Menschen aus verschiedenen Nationen vereinen kann.