Wer träumt ihn nicht - den Traum von ewig glatter, junger und frischer Haut? Doch irgendwann kommen unausweichlich die ersten Fältchen. Auf einmal sind die "Krähenfüße" um die Augen auch dann da, wenn man nicht lacht. Die "Denkerfalten" sitzen selbst in entspannten Momenten auf der Stirn, und Lippenfältchen sind das Resultat von zu viel Sonne und Zigaretten. Zeichen der Zeit, die man akzeptieren oder mit modernen Faltentherapien mindern kann.

Laserungen, Faltenunterspritzungen und Botulinumtoxin A-Behandlungen(Botox) gehören zu den beliebtesten ästhetisch-plastischen Eingriffen. Die Deutsche Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (www.dgaepc.de) schätzt die Gesamtzahl der Eingriffe im Jahr 2008 auf eine Million. Davon waren 180.000 Laserbehandlungen, 180.000 Faltenunterspritzungen und 170.000 Botoxtherapien. Zum Vergleich: Im selben Jahr wurden rund 80.000 Liposuktionen, 45.000 Brustkorrekturen und 6.000 Facelifts vorgenommen.

Nach dem Motto "Wehret den Anfängen" entscheiden sich schon immer mehr jüngere Menschen für die schonenden Faltentherapien. "Rund 25 Prozent meiner Patienten, die eine Botox- oder Hyaluronbehandlung wünschen, sind unter 35 Jahre", sagt der Dermatologe Dr. Stefan Duve vom Münchner Haut- und Laserzentrum.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Ab wann Fältchen auftreten und welche Umweltfaktoren sie hervorrufen können.In der Tat verlangsamt sich bereits mit Beginn des 20. Lebensjahres die Zellerneuerung in der Oberhaut. Auch die Produktion körpereigener Stützstoffe wie Kollagen und Elastin geht zurück. "Manche Patienten haben, genetisch bedingt, schon mit Anfang 20 Fältchen auf der Stirn und um die Augen", so Duve. Ab Mitte Dreißig entstehen je nach Lebensweise, Mimik und Genetik ausgeprägte Linien. Die Haut wird weniger elastisch und zusehends Opfer der Schwerkraft: Sie sackt nach unten.

Auch Rauchen, Infekte, UV-Licht, körperlicher und psychischer Stress lassen im Zellstoffwechsel der Haut freie Radikale entstehen, die Stoffwechselvorgänge schädigen und zu einer verminderten Durchblutung führen können. Die Folge: frühere und tiefere Falten. Gegensteuern kann man - abgesehen natürlich von einem gesünderen Lebenswandel - mit vielen Behandlungsformen von Laser, Liftmassagen, Peeling bis Sauerstoff und Unterspritzungen. Sie sorgen für eine bessere Durchblutung der Haut, reduzieren die Bildung freier Radikale und verlangsamen somit den Hautalterungsprozess.
Kathrin Kunterding