Zugegeben: Der Name Ali Güngörmüs ist kompliziert. Merken sollte man ihn sich dennoch, und sei's in der deutschen Übersetzung: "Schau in die Sonne, schau in den Tag", bedeutet sein türkischer Nachname, verrät der Hamburger Spitzenkoch Güngörmüs, der 1976 in der Türkei geboren wurde, in München aufwuchs, sein Handwerk dort unter anderem im berühmten "Tantris" erlernte und 2005 das Michelin- Stern-gekrönte Restaurant "Le Canard" an der noblen Hamburger Elbchaussee von Josef Viehhauser übernahm.

Den wertvollen Stern hält Güngörmüs im "Le Canard nouveau" am Strahlen, nur ist es jetzt sein eigener. Den bekam er im November 2006 für seine Küche, die "von meinen Wurzeln geprägt und daher sehr mediterran ist".Mit orientalischen Einflüssen allerdings, genau wie sein Heimatland, das ebenfalls Brücken schlägt zwischen Europa und Asien. So stehen Gerichte auf der Karte wie gegrillter Tunfisch mit pakistanischer Mango und Tellicherry-Pfeffer oder Medaillon vom Rehrücken mit Gänseleber, Korianderapfel und Sellerie-Walnusspüree. Güngörmüs' größte Aufmerksamkeit gilt dabei stets dem Charakter seiner feinen Grundprodukte. Den will er erhalten und kreativ, mit viel Liebe zum Detail herausarbeiten.

Diese Raffinesse bringt er Interessierten auch per Catering-Service nach Hause oder einmal im Monat in seinem "Le Canard nouveau" hoch über der Elbe in Kochkursen bei: eine Ost-West-Liaison auf höchstem Niveau, gern "mit einem Hauch von 1001 Nacht".