Bauer sucht Frau
In der Vergangenheit wurden wiederholt Stimmen laut, die kritisierten, dass die Bauern dem TV-Publikum als dümmliche, einsame Trottel präsentiert werden. Bei Kandidaten wie dem schrulligen Schäfer Heinrich und seinem "Schäferlied" oder Bauer Hansi, der gerne mal seine Hühner mit geschickter Handarbeit zum Orgasmus bringt, nicht verwunderlich. Trotzdem - oder gerade deswegen - schalteten beim Staffelauftakt am 26. Obtober bis zu 7,43 Millionen Zuschauer ein. Grund genug, sich mit der beliebten Moderatorin und Bauern-Verkupplerin Inka Bause zu unterhalten.

Frau Bause, Sie waren gerade mit dem "Traumschiff" unterwegs. Wo ging es hin? Und ist es wirklich eine Art bezahlter Urlaub, wie einige Ihrer Schauspielkollegen behaupten?
Wir waren rund um Amerika unterwegs. Am 8. November sieht man übrigens die nächste "Traumschiff"-Folge mit Thomas Gottschalk, Harald Schmidt und mir.  Für mich war es aber bestimmt kein bezahlter Urlaub, denn die Schauspielerei ist für mich noch ein wenig Neuland und somit eine echte Herausforderung.

Apropos Urlaub: Bleibt Ihnen bei den Dreharbeiten zu "Bauer sucht Frau" Zeit, um die ländliche Idylle zu genießen?
Rund um die Dreharbeiten ist meist nicht so viel Zeit. Aber wenn ich Urlaub habe, zieht es mich von Berlin gerne aufs Land oder ans Meer, wo es schön ruhig und idyllisch ist.

Seit dem 26. Oktober läuft die fünfte Staffel "Bauer sucht Frau" im TV - ganz ehrlich, wird das nicht langsam langweilig?
Nein, niemals. Jede Staffel ist anders und aufs Neue spannend. Es sind ja immer andere Landwirte dabei und es passiert immer etwas, was vorher noch nicht dagewesen ist. Beim Scheunenfest fängt es ja zum Beispiel schon an. Wenn die Bauern zum ersten Mal auf ihre auserwählten Frauen treffen: da verguckt sich dann der eine in die Frau eines anderen oder die eine will auf einmal auf den Hof eines anderen Bauern mitfahren. Da wurden wir bisher in jeder Staffel überrascht und von den Ereignissen "überrollt".

Wenn Sie auf vier Staffeln "Bauer sucht Frau" zurückblicken: Gibt es einen Moment, der Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist?
Unvergesslich sind natürlich die Treffen mit Hubert aus der ersten Staffel (durch seine charmant-unbeholfenen Flirtversuche wurde er zum Publikumsliebling, Anm. d. Red.) oder natürlich die wunderschönen Bauern-Hochzeiten, bei denen ich dabei sein durfte.

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Video-Tipp: Schäfer Heinrich und die Brotkruste






Bauer sucht Frau
Was erwartet uns in der fünften Staffel?
Es ist wieder von allem was dabei: Eine bunt-gemischte Bauern-Truppe, viele romantische Momente und ganz viel Liebe.

Gibt es immer noch Stimmen, die sagen, dass die Bauern in der Sendung in einem schlechten Licht dargestellt werden? Wie begegnen Sie diesen Kritikern?
Die Stimmen gibt es immer noch, aber es werden weniger. Schließlich startet jetzt die fünfte Staffel. Ich finde nicht, dass wir die Bauern in einem schlechten Licht zeigen. Wichtig ist für mich am Ende, dass sich bisher noch keiner unserer Bauern darüber beschwert hat, wie er im Fernsehen gezeigt wurde. Das zeigt, dass wir sie so zeigen wie sie sind.

In der neuen fünften Staffel sucht erstmals eine Bäuerin ihren Traummann. Wie steht es denn mit "Bauer sucht Mann"?
Dem steht nichts im Wege. Seit letztem Jahr können sich ja auch schwule Landwirte bewerben.

Sie haben kürzlich in einem Interview die Kandidaten vor falschen Karriereträumen gewarnt. Profitiert nicht aber auch die Sendung von so außergewöhnlichen Typen wie Schäfer Heinrich und seinem "Schäferlied"?
Natürlich suchen wir auch ganz gezielt skurrile und außergewöhnliche Landwirte aus. Aber Ziel der Sendung ist es nicht, dass sie Bauern berühmt werden. Es geht darum, dass sie sich glücklich verlieben und im Idealfall die Liebe ihres Lebens finden. Dass Heinrich Platten aufgenommen hat, war eine Ausnahme und das soll auch so bleiben.

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Video-Tipp: Schäfer Heinrich und sein "Schäferlied"






Bauer sucht Frau
Würden Sie selbst in einer TV-Show nach dem Partner fürs Leben suchen?
Die Beispiele aus der jüngsten Vergangenheit, wo "Prominente" nach einem Partner im TV suchten, haben meine Einstellung dazu nur untermauert. Nun bin ich aber auch keine einsame Bäuerin, die den Schritt ins TV als Ihre letzte Chance sieht. Alles passt halt nicht zu allem.

Welchen Tipp könnten Sie alleinstehenden Menschen geben?
Ich kann immer nur sagen, man muss bereit sein für die Liebe und sich öffnen. Natürlich kann man Gefahr laufen sehr verletzt zu werden - aber das Risiko muss man einfach auf sich nehmen.

Können Sie uns schon etwas über Ihre neue Show "Die Farm" erzählen, die bald auf RTL zu sehen sein wird?
Ein bisschen kann ich verraten. 12 Kandidaten müssen sich zehn Wochen auf einem rustikalen Bauernhof - fernab jeder Zivilisation - dem größten Abenteuer ihres Lebens stellen. Wer sich im harten und entbehrungsreichen Leben auf der Farm bewährt, der wird "Farmer des Jahres".

Was schauen Sie gerne im TV?
 Ich komme nicht so oft dazu Fernsehen zu gucken. Wenn ich Zeit habe, dann versuche ich eine Nachrichtensendung im Programm zu finden. Gemeinsame Aktionen mit meiner Tochter und Freunden sowie lange Spaziergänge mit meinem Hund sind mir in meiner Freizeit allerdings wichtiger.

Vielen Dank fürs Gespräch.

Interview: André Depcke

Video-Tipp: Bauer Hansi und das Telefonbuch