Am 24. Juni 1910 wurde die „Anonima Lombarda Fabbrica Automobile“ oder kurz A.L.F.A. in Mailand gegründet. Ziel des Unternehmens war es, damals wie heute, "Automobile Feinkost" anzubieten. Bereits 1910 wurde mit dem 24 HP das erste Auto präsentiert. Trotz des Erfolges des schnellen und zuverlässigen 24 HP befand sich das Unternehmen in einer wirtschaftlich schwierigen Lage. 1915 übernahm Nicola Romeo die Verantwortung für das Unternehmen, so trugen auch die Autos ab 1919 den Namen "Alfa Romeo".

Die schönsten Modelle von Alfa Romeo:

1910 – 1920
Mit dem 24 HP verlässt der erste A.L.F.A. (Anonima Lombarda Fabbrica Automobili) das Fabrikgelände im Mailänder Stadtteil Portello. Dem Konstrukteur Giuseppe Merosi gelingt damit ein viel beachtetes Automobil, das sich deutlich von den in den vier Jahren zuvor auf dem Gelände entstandenen Darracq-Lizenz-Fahrzeugen abhebt. Angetrieben wird der 100 km/h schnelle 24 HP von einem 42 PS starken Vierliter-Vierzylinder. Verzögert wird damals noch mit zwei kleinen Trommelbremsen an der Hinterachse.


Alfa Romeo 24 HP

Beim 40-60 HP fertigt Alfa den Motor erstmals einen aus mehreren Teilen bestehenden Motorblock. Damals sensationell sind die obenliegenden Ventile des über sechs Liter großen Vierzylinders. Noch ist der Zylinderkopf allerdings – wie damals im Motorenbau aus produktionstechnischen Gründen erforderlich – fest mit dem Motorblock verbunden.

1920 - 1930
Mit dem RL beginnt die erste Nachkriegsepoche für die mittlerweile auf den Namen Alfa Romeo hörende Firma. Der 1922 vorgestellte RL ist das erste Modell mit einem Sechszylinder. Der Reihenmotor mobilisiert aus seinen knapp drei Litern Hubraum bei 3200 U/min 56 Pferdestärken. Alfa Romeo liefert – wie damals üblich – die fertigen Fahrgestelle an verschiedene Karosseriebauer, die den Wagen dann nach Kundenwünschen mit einer Karosserie versehen.

1923 leitet Alfa den vierzylindrigen RM vom RL ab und hat damit auch ein kleineres Modell im Angebot. Beide Fahrzeuge dienen gleichermaßen als
Fortbewegungsmittel und Sportgeräte: Zahlreiche ihrer wohlhabenden Besitzer starten mit ihnen bei den damals populären Straßenrennen.


Alfa Romeo 6C

1927 beginnt die große Zeit des erfolgreichen 6C 1500. Es ist der erste in Serie hergestellte Wagen mit obenliegenden Ventilen. Konstrukteur des kleinen Sechszylinders ist Vittorio Jano. Dem 1500er folgt der 6C 1750. Auch er ist – wie sein Vorgänger – wahlweise mit oder ohne Kompressoraufladung lieferbar.
Während luxuriöse Varianten – wie der Flying Star von Zagato oder verschiedene Touring-Entwürfe – bei damaligen Schönheitswettbewerben für Furore sorgen, sammeln die von Zagato mit einer leichten Spider-Karosse versehenen 6C 1750 Rennsiege.

1930 - 1940
Der 8C 2300 sorgt in erster Linie durch seine zahllosen Siege für Furore – allen voran die Wagen der Scuderia Ferrari. Doch während Nuvolari, Taruffi, Caracciola und Co. In den zweisitzigen Corsa-Versionen Lorbeer sammeln, wird ein Gutteil der 8C 2300-Chassis für die wohlhabende Klientel unter anderem auch mit Coupé-Karosserien versehen. Einige 8C werden von Touring, Brianza, Pinin Farina, Viotti, Castagna und anderen Karosseriebauern eigens für den Concours d`Elegance Villa d`Este mit formschönen Karosserien
bestückt. Diese Fahrzeuge sind in Sammlerkreisen heute nicht minder begehrt als ihre sportlichen Brüder.


Alfa Romeo 8C

Der Sechszylinder wächst zum 6C 1900 und 6C 2300. Auch diese Modelle werden von verschiedenen Karossiers mit gelungenen Linien bedacht. Während die Stromlinienversionen sportlichen Lorbeer einheimsen, kultivieren die viertürigen 6C 2300-Modelle Alfa Romeos Tradition in der Produktion edler Limousinen. Von allerhöchster automobiler Klasse sind die edlen Versionen des hubraumerweiterten Achtzylinders, des 8C 2900.

1940 - 1950
Während sich der Himmel über Europa verdunkelt, entsteht ab 1939 der 6C 2500. Auch das Fahrgestell dieses Sechszylinders dient wieder als Basis für mannigfache Ausfertigungen. Gleich ob offen oder geschlossen, für zwei oder über sechs Personen, als Sportwagen, Rennfahrzeug oder repräsentative Limousine, der 6C 2500 macht stets eine gute Figur. So sammelt der große Alfa Romeo auch Auszeichnungen bei Schönheitswettbewerben. Der Villa d´Este von 1949 ist sogar nach dem gleichnamigen Concours d´Elegance am Comer See benannt. Seine Linienführung ist moderner als die des Freccia d´Oro, dem Goldenen Pfeil, mit dem für Alfa Romeo die Nachkriegsepoche beginnt.

1950 - 1960
Mit dem 1900 gelingt Alfa Romeo der Schritt von der Fahrzeug-Manufaktur zum Großserienhersteller. Bereits nach vier Jahren hat die Zahl der 1900er die Produktionszahl der ersten 40 Jahre von Alfa Romeo überschritten. Für die Mailänder Traditionsmarke ist damit die Zukunft gesichert.


Alfa Romeo 1900

Mit der Giulietta weitet Alfa Romeo seine Produktpalette nach unten aus. Natürlich ist auch die Giulietta – wie alle anderen Alfa Romeo auch – noch etwas Besonderes; doch sie ist erschwinglicher als die bislang in Portello hergestellten Luxus-Fahrzeuge.

Der Alfa Romeo 2000 tritt in die Fußstapfen des 1900. Der Oberklasse-Wagen ist ebenfalls als Berlina, Sprint und Spider erhältlich. Beide warten mit einer technischen Neuerung auf, die zuvor allenfalls bei einigen wenigen Rennwagen üblich war: einem Fünfganggetriebe. Ab 1962 tritt ein Reihensechszylinder an die Stelle des Vierzylinders. Entsprechend des größeren Hubraums hört die Modellreihe dann auf die Bezeichnung 2600.

1960 - 1970
1962 erscheint ein weiteres, für die Alfa Romeo-Historie bedeutungsvolles Automobil: die Giulia. Nach über 50 Jahren ist der Hersteller gleichermaßen sportlich wie exklusiver Automobile zu groß, um als Kleinserienhersteller zu gelten. Andererseits ist die Firma jedoch zu klein, um sich unter den Großserienherstellern behaupten zu können. Das ändert sich mit der Giulia.  Unter der Haube der aerodynamisch wegweisenden Limousine arbeitet nun auch ein 1,6-Liter-Alumotor mit zwei obenliegenden Nockenwellen.


Alfa Romeo Giulia

Der Giulia Sprint GT wird hierzulande unter dem Spitznamen „Bertone“ bekannt und läuft bis 1976 vom Band. Mit seinen verschiedenen Karosserieversionen stellt die Giulia-Baureihe eine frühe Form des heute populären „Baukasten-Systems“ dar. 1978 läuft die letzte Giulia vom Band.


Alfa Romeo Montreal

1970 erscheint der erstmals zur das zur Weltausstellung 1967 vorgestellte Montreal in den Alfa Romeo-Verkaufsräumen. Der Montreal sieht aus wie ein Mittelmotor-Sportwagen, doch der 200 PS starke Motor findet vor den beiden Insassen Platz. Obwohl das Giulia-Chassis mit dem in direkter Linie vom Triebwerk des Rennsport-Prototypen Tipo 33 abstammende Achtzylinder mitunter seine Mühe hat, findet der schicke Sportler bis 1977 einen festen Freundeskreis.

1970 - 1980
Ab 1972 hat Alfa Romeo mit dem Alfasud wieder ein kompaktes Modell im Angebot. Sein sportliches Temperament und seine technischen Besonderheiten identifizieren ihn als typischen Alfa Romeo. Dennoch ist er anders als seine Namensvetter: Der Alfasud ist der erste Fronttriebler des Hauses. Mit hierzulande 109.000 zugelassenen Fahrzeugen ist der Alfasud das auf dem deutschen Markt bislang erfolgreichste Alfa-Modell.


Alfa Romeo Alfasud

1972 stellt Alfa Romeo der immer noch erfolgreichen Giulia eine moderne Limousine zur Seite, nämlich "die Alfetta". Traditionell wird der Limousine auch eine Coupé-Version zur Seite gestellt: Die Alfetta GT gelangt später vor allem als GTV 6 zu großer Popularität.

1980 - 1990
Im Alfa 6 feiert der V6 seine Premiere. Der repräsentative Oberklasse-Wagen basiert technisch auf der Transaxle-Limousine Alfetta. Großen Erfolg feiert der agile Motor indes unter der Haube des immer noch attraktiven Alfetta-Coupés, das fortan auf die Bezeichnung GTV 6 hört.


Alfa Romeo 6

Anlässlich des 75-Jährigen Firmenjubiläums hört die neue Mittelklasse-Limousine auf den Namen Alfa 75. Er ist – abgesehen von den von Zagato eingekleideten und auf 75-Technik basierenden Sportwagen SZ und RZ – der letzte Hecktriebler von Alfa Romeo.

Mit dem Alfa 164 setzt Alfa Romeo in der Oberklasse Maßstäbe. Die dynamische Limousine wird gemeinsam mit Fiat entwickelt. Dennoch gelingt es den Alfa-Ingenieuren dem von Pininfarina eingekleideten Viertürer den typischen Alfa-Charakter einzuhauchen. So entwickelt sich die schmucke Limousine zum großen Erfolg für die Marke.


Alfa Romeo 33

Der Alfa 33 tritt in die Fußstapfen des Alfasud. Auch er entwickelt sich zu einem großen Erfolg. Von dem Boxer werden in Deutschland zwischen ’83 – ’95 insgesamt über 46.000 Stück zugelassen. Damit ist der Sud-Nachfolger der zweit erfolgreichste Alfa Romeo auf dem deutschem Markt.

 

Weitere Informationen zu Alfa Romeo Oldtimern:

Alfa Romeo Oldtimer im Lexikon
Alfa Romeo Oldtimer kaufen

 

Quelle: Fiat Group Presse Information