FLINGERN
Ø Kaltmiete* 8 Euro pro Quadratmeter
Flingern-Nord, einst das Veedel des Düsseldorfer Undergrounds, hat sich in den letzten Jahren zu dem Szenebezirk gemausert. Das Ambiente längst der Ackerstraße mit ihren Designshops, Bars, Bioläden und Restaurants versprüht Metropolenflair à la Berlin-Mitte und zieht auch immer mehr Besserverdiener an. Gerade alteingesessene Bewohner klagen über den Gentrifizierungsprozess und steigende Mieten. Dennoch boomt das Viertel, in dem der Altersdurchschnitt bei nur 42 Jahren liegt, stetig weiter. Flingern-Süd hingegen hat bis heute seinen industriellen Touch behalten und ist weiterhin ein Arbeiterviertel mit hohem Migrantenanteil. Es liegt weniger zentral, bietet aber gerade deshalb die Möglichkeit, erheblich günstigeren Wohnraum zu ergattern.

FRIEDRICHSTADT
Ø Kaltmiete 8,20 Euro pro Quadratmeter
Friedrichstadt ist das Lieblingsviertel der Düsseldorfer Subkultur und hat in den letzten Jahren immer mehr junge Leute und Studenten in die vielen Altbauten rund um den Fürstenplatz gezogen. Es hat ein pulsierendes Nachtleben zu bieten: Einige Off-Galerien, zwei Kunstvereine, Cafés und Kneipen reihen sich auf der Oberbilker Allee aneinander. Das am dichtesten besiedelte Viertel Düsseldorfs weist auch die höchste Pkw-Dichte der Stadt auf - hier abends einen Parkplatz zu finden, nimmt schon mal etwas Zeit in Anspruch. Entschädigt werden die Anwohner mit den wunderschönen Altbauwohnungen mit hohen Decken sowie Dielen- und Parkettböden, der zentralen Lage und der hervorragenden Infrastruktur.

ELLER/LIERENFELD
Ø Kaltmiete 7,40 Euro bzw. 7,50 Euro pro Quadratmeter
Immer mehr Mieter fragen Wohnungen in Eller nach, das mit seiner Lage gleich hinter Oberbilk und guter Verkehrsanbindung zur inneren Peripherie Düsseldorfs gehört. Das geschlossene Zentrum mit dem Gertrudisplatz wirkt nur auf den ersten Blick etwas kleinbürgerlich-spießig. Die Bewohner aus allen Altersklassen und Gesellschaftsschichten sowie die gute Infrastruktur machen Eller vielmehr zu einem lebendigen Stadtteil, der vor allem mit der Nähe zum Eller Forst und zum Unterbacher See punkten kann. Das angrenzende Lierenfeld überzeugt vor allem Liebhaber industriellen Charmes - hier findet man mit etwas Glück sogar noch Lofts. Dank zahlreicher Initiativen in den letzten Jahren im Nordosten Lierenfelds haben sich dort zudem durchaus idyllische Wohngebiete wie z.B. die Siedlung Heimgarten entwickelt. Zudem sind die traditionellen Düsseldorfer Party- und Konzertlocations ZAKK, Stahlwerk und das Tor 3 locker zu Fuß erreichbar.

OBERBILK
Ø Kaltmiete 7,50 Euro pro Quadratmeter
Das ehemalige Arbeiterviertel in Hauptbahnhofsnähe ist rund um die Ellerstraße fest in marokkanischer Hand. Zahlreiche Gemüseläden, Multikulti-Flair, die Ramschläden auf der Kölnerstraße, das Bordell "Bahndamm" sowie anliegende Sexshops rund um die Industriestraße verleihen Oberbilk, das einen Ausländeranteil von 29 Prozent hat, sein kieziges Schmuddelimage mit einem Hauch Rotlichtmilieu. Zum Teil unsanierter Altbau reiht sich hier an die für Oberbilk so typischen 50er-Jahre-Häuser, in denen alte Leute, Studenten, Lebenskünstler und ein bunter Mix zahlreicher Nationen zusammenleben. Ein Highlight: Der Volksgarten, Düsseldorfs grüne Lunge, ist in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar.

STADTMITTE
Ø Kaltmiete 8,40 Euro pro Quadratmeter
Die Straßen rund um die Königsallee sind vornehmlich mit Gewerbemietern besetzt, während die Gegend zwischen Oststraße und Bahnhof bisher nicht zu den Schokoladenseiten der Stadt gehörte. Daran hat die Verwaltung gearbeitet: Die Kriminalität wurde eingedämmt, städtebauliche Maßnahmen wie die Verschönerung von Stresemannplatz, Worringer Platz und Graf-Adolf-Straße führten ihrerseits zu einer Aufwertung der Gegend. Zusätzlich zu der lebendigen Nipponcommunity haben sich in den letzten Monaten spannende Neueröffnungen wie das Galerie-Café Toykio angesiedelt. Mit der Öffnung des Kö-Bogens zur Immermannstraße wird das Viertel in Zukunft weiter aufgewertet. Insofern zeigt das Preisbarometer für Wohnungen mittelfristig nach oben, dennoch kann man momentan noch gute Preise erzielen: Der hiesige U-Bahn-Bau und die damit verbundene Lärm- und Verkehrsbelästigung schreckt viele Wohnungssuchende ab.