Nachdem leider - wegen angekündigter Sturmwarnungen - der Rosenmontagszug in Düsseldorf ausfallen musste, haben wir Düsseldorfer nun den Vorteil, dass wir uns im „vor dem Zug“-Modus befinden und uns ganz der Vorfreude hingeben können. Schließlich lassen sich die Jecken ihre postive Grundeinstellung nicht nehmen und das Feiern schon mal gar nicht. Also steht nach vielen Überlegungen und Entscheidungen fest: am 13. März 2016 wird der Rosenmontagszug nachgeholt. Gegriffen haben hier die ersten drei Paragraphen des Rheinischen Grungesetzes: §1 „Et es wie et es.“, §2 „Et kütt wie et kütt.“ und §3 „Et hätt noch emmer joot jejange.“

 

Während es am Nachmittag draußen immer stürmischer und ungemütlicher wurde, machten es sich am Rosenmontag die Jecken in den Düsseldorfer Brauhäuser, Kneipen, Bars und Clubs gemütlich. Denn, nur weil der Zug nicht stattfand, sollte das noch lange nicht heißen, dass nicht gemeinsam gebützt, geschunkelt und gesungen wurde. Sehen wir es mal positiv: Dadurch, dass der Rosenmontagszug nun doch stattfindet, haben wir wieder einen Grund zum feiern. Außerdem: es wäre doch auch zu schade, die lange durchdachten und aufwendig gestalteten Wagen - wie immer schön bissig - nicht einem großen Publikum zur Schau zu stellen. Diese wurden zwar noch am gleichen Tag vor dem Rathaus aufgestellt und konnten angeschaut werden, doch was ist das alles ohne das ganze Brimborium drumherm, mit Kamelle, den Karnevalvereinen und ganz viel Helau? Wagenbauer Jacques Tilly hat sogar angekündigt, für den neuen Termin auch neue Wagen bauen zu wollen.

 

Ein weiterer großer Spaß wird die Initiative des Online-Magazins „Kölner Karneval“ sein. Unter dem Motto: „Mir kumme mit Allemann vorbei“ sind alle Kölner dazu aufgerufen in rot-weißer Kleidung nach Düsseldorf zu kommen und - wir sagen dazu - mal den richtigen Karneval in der richtigen Stadt zu erleben ;-). 
Unsere Nachbarn werden außerdem in der Nachtresidenz eine After-Zoch-Party steigen lassen.