Wenn an der Düsseldorfer Rheinuferpromenade Sushi und Sashimi angeboten werden, Samurai ihre Rüstungen und Kampfkünste präsentieren, ihr in der Stadt fleischgewordenen Manga-Figuren begegnet und abends der Himmel über dem Rhein in einem riesigen Glitzer-Feuerwerk erstrahlt, dann kann das nur eins bedeuten: Es ist wieder Japan-Tag. Einmal jährlich - nun bereits schon zum 15. Mal - stellt sich die größte Nippon-Gemeinde Deutschlands hunderttausenden Besuchern vor. Dabei verwandelt sich am 21.5.2016 die Landeshauptstadt wieder in einen Ort der Begegnung mit der Kultur, der Kulinarik und der Menschen Japans.

Little Tokyo in der Altstadt

Japan-Tag von oben
Japanische Trommelkunst auf dem Burgplatz
Ob auf dem Burgplatz, entlang der Rheinuferpromenade und dem Mannesmannufer, der Wiese vor dem Landtag oder auf dem Johannes-Rau-Platz, verteilt über die ganze Düsseldorfer Innenstadt zeigt sich die ganze Vielfalt des japanischen Lebens. Eröffnet wird das Volksfest offiziell um 13 Uhr auf der Hauptbühne am Burgplatz. Danach gibt es hier bis in den Abend hinein ein buntes Bühnenprogramm, von verschiedenen Chören, Tanz- oder Trommelgruppen. Ein Highlight ist hier um 21:45 Uhr der gemeinsame Auftritt der Band Orand mit der Volkssängerin Takemi Kakizaki. Durch den Einsatz des japanischen Taiko-Trommelspiels und des Lauteninstruments Tsugaru-Shamisen, kombiniert die Band traditionelle und moderne Musik zu ihrem eigenen Stil. Natürlich gibt es beim Japan-Tag auch jede Menge Anlaufpunkte zum Stöbern, Anprobieren und Anfassen. In rund 90 Zelten entlang der Rheinuferpromenade präsentieren sich zahlreiche Anbieter aus Düsseldorf und Japan selbst. Hier können traditionelle Kleidung, Accessoires und Keramik geshoppt und japanische Künste live ausprobiert werden: etwa bei der Kimono-Anprobe, Kalligrafie oder japanischen Spielen. Außerdem: touristische Informationen oder Infos über neue Technologien aus Japan oder Themen wie „Japan als möglicher Standort für das eigene Studium“ werden hier vertieft.  Aber auch die japanische Küche präsentiert sich hier, ob Sushi, Ramen oder Mochi, hier gibt’s authentische japanische Spezialitäten.

Sport zum Zuschauen und Mitmachen

Kampfkunst auf dem Japan-Tag
Den ganzen Tag über werden auf dem Johannes-Rau-Platz verschiedene japanische Kampfkünste vorgeführt. Neben bekannten Sportarten wie Karate und Judo, lernt ihr auch Unbekanntere wie Naginata oder Iaido kennen. Am Landtag schlagen auch wieder die Mitglieder der Samurai-Gruppe Takeda ihr Lager auf und geben faszinierende Eindrücke in das Leben dieses sagenumwobenen Kriegerstandes. Daneben präsentiert der Kyudoverein Neandertal die Kunst des Japanischen Bogenschießens. Auch für sportliche Kids ist das Angebot umfangreich. Ihre Geschicklichkeit können sie in einem Klettergarten unter Beweis stellen, Balancieren auf einer Slackline üben oder selbst zu einem Mini-Sumo-Ringer werden. Beim deutsch-japanischen Street-Soccer-Turnier vor dem Landtag treten die Düsseldorfer Grundschüler gegen die Japanische Internationale Schule an.

Ziel der Manga-Fans: Düsseldorf

Cosplay am Rheinufer
Japan ist aber nicht nur für seine fernöstliche Kunst und Kultur und für kulinarische Spezialitäten berühmt, sondern auch für seine ausgefalle Cosplay-Kultur. Mit ausgefallenen Kostümen kleiden sich die Fans der Anime-, Manga- und Game-Szene - so orignalgetreu wie möglich - genauso wie ihre gezeichneten und animierten Vorbilder. Und so wird der Japan-Tag auch zum Treffpunkt vieler tausender Cosplay-Fans aus Deutschland und Europa. Freuen werden sie sich vor allem über eine große Vielfalt an Angeboten rund um den Hype, denn aus London, Frankreich, Belgien, ganz Deutschland und natürlich aus Japan selbst reisen in diesem Jahr zahlreiche Manga-Bedarf-Anbieter an den Rhein. In Sachen Bastelutensilien, Stofftiere, Zeichenbedarf, Magazine, Merchandise, japanischen Süßigkeiten und noch vieles mehr, könnt ihr euch in der Popkultur-Zone komplett ausleben. Highlights auf der Bühne am Mannesmannufer wird um 14 Uhr der Cosplay-Modenschau-Wettbewerb sowie der Auftritt der J-Pop-Kombo Lexi um 15:30 Uhr oder ein Karaoke-Wettbewerb um 16:40 Uhr sein. 

Flammen, Glitzer, Böller: Der Abschluss ist das Highlight

Japanisches Feuerwerk
Das größte, bombastischste und gigantischste Highlight - die Superlative kündigen es an - ist und bleibt das Höhenfeuerwerk gegen 23 Uhr. Das japanische Feuerwerk bildet wie jedes Jahr den Abschluss des Kultur- und Begegnungsfestes. 25 Minuten lang schmückt sich der Himmel über der Rheinpromenade mit bunten und funkelnden Motiven aus der Tier- und Pflanzenwelt. Warum? Das diesjährige Motto des Feuerwerks lautet: „Bäume, Blumen, Tiere - die Welt der Natur“. Von farbenprächtigen Fischen über glitzernde Palmen und einem leuchtenden Regenbogen bis hin zu einem Goldregen, alles tut sich vor euren Augen in Sekundenschnelle auf. Wer sich das Spektakel nicht persönlich anschauen kann, aber dennoch live dabei sein will, der WDR überträgt das Feuwerk von ca. 22:45-22:30 Uhr im TV.