„Klein-Tokyo am Rhein“ wird Düsseldorf auch bezeichnet. Nach Paris und London ist die Landeshauptstadt die Heimat der größten japanischen Gemeinde in Deutschland. Rund um die Immermannstraße gibt es die meisten japanischen Cafés, Restaurants und Shops, ja sogar Hotels und Supermärkte. Was für die New Yorker ihr Chinatown ist, ist für die Düsseldorfer ihr Japantown. Nicht nur wirtschaftlich, sondern auch kulturell und kulinarisch bereichern die Japaner die Stadt. Vor allem in Sachen japanischer Küche sind wir davon überzeugt, dass ihr in Düsseldorf die beste und authentischste deutschlandweit genießen könnt. Ob Misosuppe, Ramen, Sushi, Sashimi oder japanische Hausmannskost, die Auswahl ist groß und vielfältig. Wir haben für euch die besten Sushi-Restaurants in Düsseldorf zusammengestellt.

 

Was ist Sushi eigentlich?

Mittlerweile kommt man an Sushi nirgends mehr vorbei, ob an Bahnhöfen oder Flughäfen, Schnell-Resturants in den Shopping-Tempeln oder in einer der zahlreichen Sushi-Bars und japanischen Restaurants, zum Teil sogar integriert in Crossover-Küchen. Sushi ist allgegenwärtig, doch was steckt hinter den kleinen, gesunden Röllchen? Sushi-Grundlage ist erkalteter, gesäuerter Reis, der mit rohem oder geräuchertem Fisch, Meeresfrüchten, Gemüse, zum Teil auch Fleisch, Tofu oder Ei sowie mit oder ohne Nori (getrocknete und geröstete Meeresalgen-Blätter) in mundgerechten Stücken serviert wird. Ohne Nori heißen sie Nigiri, mit Nori heißen sie Maki und wenn das Nori zu einer Tüte gerollt wird, nennt man sie Temaki. Sashimi ist hingegen ganz ohne Reis und wird hauptsächlich als Vorspeise serviert. Das Auge isst dabei immer mit, sehen die kleinen Röllchen teilweise ja fast schon wie Kunstwerke aus. Getunkt wird in Soja-Sauce. Aber Achtung: Bitte nur die Fischseite und nicht die Reisseite eintunken. Und dann mit einen „Happs“ in den Mund, dafür nehmt ihr entweder eure Finger oder Stäbchen. Zum Verfeinern wird euch zudem noch Wasabi oder eingelegter Ingwer gereicht. Traditionell trinkt man dazu Sake (japanischer Reiswein) oder einen grünen Tee. Aber auch nicht traditionell, könnt ihr euer Sushi mit Wein, Bier oder Soft-Drinks genießen.

 

Die Sushi-Geschiche

Japan ist von Meer und Wasser umgeben und somit essen die Japaner schon immer viel Fisch. Sushi entwickelte sich aus einem Verfahren, dass vor hunderten von Jahren schon zum haltbar machen von frischen Fisch genutzt wurde. Roher Fisch wurde gesalzen und in Lagen von Reis, mittels eines schweren Steines, gepresst. Der fermentierte Fisch konnte so noch Monate später verzehrt werden. Der durch diesen Haltbarkeitsprozess säuerlich gewordene Reis wurde zunächst weggeschmiessen. Im 17. Jahrhundert entdeckte man, dass sich durch die Beigabe von Essig im Reis, die Fermentation abkürzte. Die Zubereitungstechnik, wie wir Sushi heute kennen, entwickelte sich im 19. Jahrhundert in der Region um Edo (so hieß Tokyo bis 1868). Dabei wurden kleine Scheiben des frisch gefangenen Fisches zusammen mit dem Essig-Reis in der Hand gedrückt und zu kleinen Häppchen geformt. Heute allseits als Nigiri-Sushi bekannt.

 

Sushi selber machen

Bevor ihr euch selbst an die Zubreitung des eigenen Sushi macht, raten wir euch dringend einen kleinen Sushi-Kochkurs zu machen. Schließlich heißen die Sushi-Köche auch nicht ohne Grund Sushi-Meister. Bei der Zubereitung sind einige Dinge zu beachten. Zeigen lassen könnt ihr es euch z.B. bei ManThei in Düsseldorf Bilk. Für 75€ pro Teilnehmer lernt ihr in zwei Stunden das herstellen und zubereiten einer Misosuppe (sie wird als Vorspeise gegessen), von Sushireis und natürlich der Nigiri- und Maki an sich. Damit ihr auch zu Hause die einzelnen Schritte noch nachvollzieen könnt, gibt's ein Sushikurs-Begleitheft dazu. Auch in der Oddugi Sushi Bar oder der Sushi Factory könnt ihr euch von den Sushi-Meistern in die hohe Kunst der japanischen Röllchen einführen lassen.

 

Fotos: Dox/Hyatt Regency, ManThei, Okinii