Länderküche EM 2016

Die EM 2016 ist nicht nur das Fußballereignis, sondern auch das kulinarische Ereignis des Sommers: denn wo so viele Länder innerhalb eines Monats zusammentreffen, gibt es jede Menge - vielleicht sogar unbekannte - kulinarische Köstlichkeiten zu entdecken. PRINZ verrät euch, wo ihr in Frankfurt die landestypischen Leckereien kosten könnt. 

  

Gruppe A: Fußballfieber mit Baguette und Cevapcici

Französische Patisserie La Maison Du Pain
Da Frankreich das Gastgeberland ist, fangen wir bei Gruppe A auch an: stellvertretend für die französische Küche steht das Maison du Pain - hier gibt es von süßen Frucht-Tartes, Eclairs und Macarons bis hin zu üppig belegten Landbroten, Salaten, Suppen und würzigen Quiches alles, was das Herz begehrt. Schon mal Balkan-Spezialitäten gekostet? Dazu zählen Raznjici - gegrillte Schweinefleischspießchen mit Reis, Ajvar (eine Art Gemüsemus) und Salat, oder Pola-Pola - Raznjic und Cevapcici mit Djuvec-Reis, Pommes, Ajvar und Salat - und die gibt es im Restaurant Zum Adler. Die Spezialität des Hauses heißt Pljeskavica: Hacksteaks mit Schafskäse gefüllt und versehen mit Djuvec-Reis, Ajvar und Reis. 

 

Gruppe B: Britische Tea Time und traditioneller Borschtsch

In Gruppe B ist kulinarisch was los! Unterschiedlicher könnten die Angebote im englischen Birmingham Pub und dem traditionellen russischen Monte Cristo Restaurant in Offenbach nicht sein. Und genau deshalb sollte man sich beides nicht entgehen lassen. Das Birmingham Pub ist bereits seit 30 Jahren ein fester Bestandteil der Frankfurter Late-Night-Barszene und versorgt seine Gäste mit Chicken Wings, Cheese Bacon Burgers, Nachos mit Salsa Dip und britischen Baked Potatos mit Champignons und überbackenem Käse. Im Monte Christo dagegen werden Borschtsch nach alter russischer Art und Soljanka, eine russische Nationalsuppe mit verschiedenen Fleischsorten und Gemüse aufgetischt. Auch die vegetarischen Salate haben es in sich: marinierte Pilze, selbsteingelegtes Gemüse, Patridschan (gebratene Auberginen gefüllt mit Walnüssen, Knoblauch, Koriander und Granatapfelsoße) oder Morkovka (Karotten, pikant nach koreanischer Art) lassen einem das Wasser im Mund zusammenlaufen. Auch für Fleisch- und Fischliebhaber steht eine riesige Menge an leckeren Speisen zur Auswahl. 

 

Gruppe C: Jetzt wird es abwechslungsreich!  

Wie wärs mit traditioneller deutscher Küche in einem alten Lokalbahnhof? In Frankfurt geht das. Und man kann sich hier sogar auf super netten Service und viele kleine liebevolle Details freuen, die das Essenserlebnis sogar noch schöner werden lassen. So zum Beispiel süße Blumenvasen, die mit Zitaten (unter anderem von Wilhelm Busch) versehen sind oder Speisekarten, die wie Zeitungen aussehen. Frisch aus dem Ofen gibt es hier hausgemachte Quiche mit Blumenkohl und Süßkartoffeln, verfeinert mit Schafskäsecreme. Aber auch außergewöhnliches wie saftiges Wildgulasch vom Tanusreh mit süßlichem Schmorgemüse oder große Muschelnudeln, geschwenkt in zerlassenem Fetakäse. Auch die Iren bereiten euch in Frankfurt im O’Reilly’s Irish Pub einige Köstlichkeiten: hier werden hausgemachte Burger, traditionelle Fish&Chips und selbstverständlich reichlich englisches und irisches Bier serviert. Am Wochenende und zu besonderen Anlässen spielen Live-DJs und es werden Karaoke-Abende veranstaltet. Hier fühlen sich nicht nur Iren wie Zuhause - das O’Reilly’s versprüht einfach jede Menge Wohlfühl-Atmosphäre. Falls du dich mal gefragt hast, was man in der Ukraine eigentlich traditionell isst, dann ist die EM genau der richtige Anlass, um das herauszufinden! Im Warta wird leckerer Borschtsch serviert - eine frische, leicht süße Rote-Bete-Suppe. Aber auch Blinis gefüllt mit Lachskaviar oder Pilzen sind ein absolutes ukrainisches Muss! Zum Abschluss darf es natürlich auch ein scharfer Wodka mit Honig und Peperoni sein. Auch Polen ist mit seinen Spezialitäten vertreten: im Zum Nussbaum gibt es Pierogi - Maultaschen mit Fleisch-, Kraut- oder Champignonsfüllung, aber auch polnischen Reibekuchen nach Großmutters traditionellem Kochrezept. 

 

Gruppe D: Ispod Peke trifft auf Köfte Döner

Türkisch Essen Cigköftem Hauptbahnhof
Auch in Gruppe D geht es heiß her - wortwörtlich! Das Restaurant Zur Pferdetränke in Sulzbach serviert jeden letzten Sonntag im Monat in seinem gemütlichen Biergarten kroatische Spezialitäten über leichter Flamme gegart - „ispod peke“, also unterm Steindeckel. Die Türkei wird von Cigköftem vertreten: hier gibt es leckeres Dürüm, gefüllte Köfte (Hackfleischbällchen) und das alles mit einer gewissen Schärfe. Mehr muss man  nicht sagen - kein Frankfurter wird sich türkisches Essen entgehen lassen! Auch Vegetarier werden hier mit leckeren türkischen Spezialitäten verwöhnt. Spanisch isst man viel zu selten, oder? Dann mal los ins Don Juan! Dort warten Leckereien mit Pfeffer, Chili, Knoblauch und Koriander versehen, die stark an Urlaub erinnern. So zum Beispiel die eingelegte Paprika, Hühnchen mit Champignons oder die scharfe Mojo-Soße mit Runzelkartoffeln. Für ganz Mutige gibt es sogar Baby-Oktopus in äußerst scharfer Tomatensoße! 

 

Gruppe E: Hier wird es ausgefallen! 

Nordisches Restaurant Smorgas Nordisk
Das Paparazzi dürfte in Frankfurt jeder kennen - und damit ist es der perfekte Landes-Vertreter für Gruppe E der EM. Nicht nur die Atmosphäre des italienischen Restaurants ist wundervoll, auch die Pizza „Pausini“ belegt mit Auberginen, Ricottakäse und Walnüssen lässt keinen Mund trocken. Besonderes Highlight: selbst das Pesto ist hausgemacht und schmeckt auch so. Außerdem gibt es eine Happy Hour, zu der jede Pizza bereits für 5€ zu haben ist. Ab zu den Wikingern! Jeden 1. Samstag im im Monat veranstaltet das Smorgas Restaurant ab 18 Uhr einen Wikinger Abend - da wird an einer langen Tafel gemeinsam gespeist, getrunken und gelacht. Auch Verkleidung ist gerne gesehen und sorgt für einen extra Schuss gute Laune. Wichtig: eine Reservierung unter 069/84777092 ist zwingend erforderlich! Aber auch an den restlichen Abend überzeugt das tolle Smorgas Essen: das Smorrebrod ist eine Schwedeninspiration und beinhaltet Garnelen mit schwarzem Kaviar, gekochtem Ei, hausgemachter Mayonnaise, Salat und Brot. Oder wie wäre es zur Abwechslung mit Gimb Smurt Braud, einer Islandinspiration aus hausgemachter Lammsülze, Kartoffelpüree, Gewürzgurken, Butter und Brot. Selbstverständlich gibt es auch Burger mit Elchfleisch und traditionellem Schwarzbier mit Honig oder Kümmelschnaps. Wem mal irischer Atmosphäre und internationalem Sport ist, der solche sich so schnell wie möglich ins Pub Bornheim begeben. Dort warten nicht nur traditionelle Irische Gerichte, sondern auch Live-Bands, jede Menge Guinness und donnerstags sogar ein lustiges Pub-Quiz.  

 

Gruppe F: Fisch versus Kaiserschmarrn  

Portugiesisches Restaurant Alma
Im Alma atmet eine portugiesische Seele. Und deshalb vertritt das äußerst atmosphärische Restaurant im Frankfurter Nordend die Gruppe F, mit portugiesischem Kaffee und Wein und iberischer Küche. Dazu gehört Pulpa auf Süßkartoffeln gefüllt mit Korianderjoghurt, Tomaten und Paprika-Sternanis-Coulis (Gemüsepüree) oder als leichten Schmaus eine Blumenkohlsuppe mit Calamaretti. Und natürlich ist auch Österreich in Frankfurt vertreten. Dafür sorgt das Edelweiss mit traditionellen Suppen, Vorspeisen wie klassischem Bauernbrot, Kren (Meerrettich) und Butter, aber auch mit leckeren Hauptspeisen wie Pinzgauer Kasnocker’l oder ausgelöstem Wiener Backhend’l. Für alle Leckermäuler gibt es auch „Wos Siass“ wie Kaiserschmarrn, Marillenknödel oder Wiener Apfelstrudel. Wer es nach einer Mahlzeit trotzdem noch herzhaft haben will, gibt es auch „Wos Kasig’s“, nämlich drei Käse aus den Alpen serviert mit Kürbiskern-, Honig- oder Feigensenf. Wie wäre es zur Abwechslung mal mit einer leichten ungarischen Fleischconsommé nach „Tante Margit“-Art mit Gartengemüse und Suppennudeln oder einer original ungarischen Gulaschsuppe. Ebenfalls zu empfehlen ist das Wildlachsfilet vom Grill auf Gemüsereis ungarischer Art. Appetit bekommen? Dann ab ins Hungarium in Langen!