Alles beginnt ganz friedlich. Tatjana Kraslova sitzt vorm Powerbook. Sie trägt einen Bikini im Sechziger-Jahre-Stil, kombiniert mit hohen Stiefeln und einer Laborbrille. Der Computer streikt und sie wird wütend. So wütend, dass sie zum Hammer greift und so lange auf den neuen Laptop eindrischt, dass er in seine Einzelteile zerfällt. Mit diesem kurzen Internetfilm kam die Bekanntheit.
Die "Bikinirama"- Protagonistinnen sind acht Frankfurter Aktionskünstlerinnen.

Ihre Message: Schluss mit dem Konsumwahn. "Ständig laufen wir den neusten High-Tech-Geräten hinterher. Das nervt kollosal", erklärt Tatjana. In weiteren Filmchen zerstören sie Fernseher und I-Phone. Und der Bikini? Der sei ein Symbol für Weiblichkeit und gegen die Inflation von Nacktheit im Netz. Die Bikinirama-Mädchen freuen
sich über Konsumgüter-Spenden. "Eine Rolex wäre fein", so Tatjana.

Kathrin Rosendorff