Ein Tag in der Therme lohnt sich nicht nur zur Entspannung oder zur Flucht vor schlechtem Wetter - wer sich in der Sauna (stammt aus dem Finnischen und bedeutet Erd- oder Schneegrube) Wärme aussetzt und dabei schwitzt, tut seinem Körper etwas Gutes und unterstützt sogar die Gesundheit. Die Auswahl an Thermen und ihren spezifischen Angeboten sind mittlerweile äußerst vielfältig und so stellt PRINZ euch die besten Thermen in und um Frankfurt vor. Damit ihr aber auch wisst, worauf es ankommt und welche Einrichtung am besten zu euch passt, stellen wir euch die wichtigsten vor.

 

Das Dampfbad

Mit bis zu 100 Grad ist der Schwitz-Klassiker, die finnische Sauna, nur etwas für Kreislauf- und Blutdruckstarke Gäste. Wer seinen Körper schonen möchte, sollte dem Dampfbad mit milden 50 Grad einen Besuch abstatten. In der beinahe 100% mit Wasserdampf gesättigten Luft befinden sich ätherische Öle, die beim Atmen vor allem zur Pflege der oberen Atemwege dienen. Charakteristisch für dieses römische Dampfbad ist die gleichmäßig wohltuende Strahlungswärme, die von Steinwänden, Böden und Liegeflächen strömt. Danach sollte man sich im kalten Tauchbecken abkühlen und eine Ruhephase einlegen. Die Wärme regt den Kreislauf an, entspannt Muskeln und bereitet den Körper auf spätere heißere Temperaturen vor. Empfohlen wird eine Aufenthaltsdauer von 10 bis 20 Minuten. 

 

Hamam

Die arabische Variante zum römischen Dampfbad besteht aus einem beheizten Kachel- oder Marmorboden, einem Heißwasserbecken in der Mitte und beheizten Liegeflächen. Wie im Dampfbad liegt die Temperatur auch hier bei milden 40 bis 50 Grad und auch die Luftfeuchtigkeit beträgt 90 bis 100%. Dies trägt vor allem zur Öffnung der Poren bei. Mittels eines in Seife getränkten Lederhandschuhs erhält man nach 20 Minuten eine Seifen-Massage durch den Bademeister. Zunächst wird der Körper kräftig massiert und alle alten Hautschüppchen abgerieben. Danach begibt man sich zum Abkühlen in die Ruhephase und kann es sich bei einem Ayran oder Kräutertee gutgehen lassen. Vorsicht: auf diese etwas grobe Behandlung sollten Gäste mit empfindlicher Haut lieber verzichten! 

 

Banja

Mit etwa 70 bis 100% ist das russische Dampfbad so heiß wie die Finnische Sauna. Jedoch erzeugen regelmäßige Aufgüsse mit sehr viel Wasser eine äußerst hohe Luftfeuchtigkeit, die gute Kondition voraussetzt. Wie beim finnischen Aufguss können hier Kräuteressenzen hinzugefügt werden, die zur Entspannung beitragen. Während der Aufgussphasen schlägt man seinen Körper mit Birkenzweigen, sogenannten “Quasten“, ab, um die Durchblutung der Haut anzuregen. Da die Abkühlung zwischen den Saunagängen mit möglichst kaltem Wasser erfolgt, ist die Banja nur für Temperaturunempfindliche geeignet. Vorsicht: die feuchte Wärme ist für den Kreislauf anstrengender als die trockene Wärme der finnischen Sauna.

 

Biosauna mit Farblicht

Die gemäßigtere und weniger Kreislauf-belastende Form des Saunierens ist die Biosauna mit Farblicht, auch Lichtsauna genannt. Die Temperatur liegt hier nie höher als 55 Grad, die Luftfeuchtigkeit permanent zwischen 45-55%. Neben entspannender Meditationsmusik werden Farben gezielt als Stimmungsmacher eingesetzt. Rot, Blau, Gelb und Grün erzeugen dabei unterschiedliche Stimmungen. Am Ende des Saunagangs, der nicht länger als 45 Minuten dauern darf, sollte man sich abkühlen, um den Kreislauf wieder in Schwung zu bringen. 

 

 

Fotos: Heaven Spa, iStock/logostock, iStock/BraunS, Rhein Main Therme