Die besten burger in Hamburg

Sind Burger eigentlich noch Fast Food? Wenn man sich die zahlreichen guten Restaurants und Imbisse in Hamburg anschaut, die inzwischen Hamburger und Co. servieren, kann man mit Sicherheit behaupten: Das Brötchen mit Hack und Soße ist salonfähig geworden! Ob fertiges Bun (Burgerbrötchen) oder selbstgebacken, normales Patty (gegrillte Scheibe Rinderhack) oder eine andere Fleischsorte – der Burger kommt in zahl- und vor allem abwechslungsreichen Varianten daher. Wo es den besten gibt? Das ist natürlich Geschmackssache, aber PRINZ hat einige Adressen zusammengesammelt, an denen ihr euch durch leckere Variationen der heißen Klappstulle futtern könnt.

The Bird

Hier gibt es ihn noch, den fettigen, vollgepackten Burgerturm mit rustikalen, handgeschnitzten Pommes ohne schlechtes Gewissen. The Bird ist allzeit gut besucht (am besten reservieren!), mit Messer und Gabel essen ist hier verpönt – das heißt aber auch: Den Burger zwischendurch zugunsten der Pommes ablegen ist nicht drin! Die Burgerauswahl selbst ist groß, dank der unterschiedlichen Käsesorten und Toppings, preislich allesamt zwischen 10 und 14€. Das ist nicht unbedingt günstig, aber dafür bekommt man auch 250g Fleisch (!) in guter Qualität serviert. Spannende Ausreißer sind der Breakfast Burger mit Bacon und Ei (12,50€) oder der Fat Stingy Gonzales mit Guacamole und hausgemachter Salsa Verde (13€). Das Bun besteht aus einer Art Toastie, was tatsächlich häufiger Mal als Kritikpunkt genannt wird. Wir finden das aber lecker und freuen uns über die verschiedenen Varianten am Hamburger Burgerladen-Himmel. Nichtsdestotrotz: Der Schwerpunkt liegt hier auf dem Fleisch, das hier frisch und selbst durchgedreht wird, und den hausgemachten Saucen. Lecker!

Grilly Idol

Das Grilly Idol hat sich in kürzester Zeit in die Herzen von Burger-Liebhabern gekocht. Sowohl bei Fleischliebhabern als auch Vegetariern. Ob als Klassiker mit Bio-Rindfleisch, vegetarisch oder vegan mit Seitan oder Blackbeanpatty: Die Auswahl ist groß und bietet besonders für Vegetarier und Veganer viele Kombinationsmöglichkeiten. Alle Fleischvariationen können beispielsweise statt mit 160g Bio-Rindfleisch auch als vegetarische Variante bestellt werden, darunter der Bluecheese Burger mit Bluecheesecream, Feigensenf und kandierten Walnüssen, in der Fleischversion auch mit Bacon (9,50€) oder der Teriyaki Burger, in der normalen Version mit Rind, Gurke, Ingwer, Teriyaki-Sauce, gerösteten Erdnüssen, Rote-Bete-Sprossen und Wasabi-Mayo (9€) in einem gedämpften Reismehlbrötchen. Einrichtungstechnisch ist das Grilly Idol voll auf der Höhe der Zeit und mit seiner Mischung aus Vintage, Urban Art und ein bisschen Rock-Style ein gutes Beispiel für St. Pauli's Szene. Mehr zum Grilly Idol erfahrt ihr in unserem PRINZ-Test. Einen wollen wir euch aber nicht vorenthalten: den Smukals Juicy Lucy – mit 300g Bio-Rindfleisch und Cheddar im Kern, knusprigem Bacon, Zwiebeln, saurer Gurke und Grilly Haussauce (14€) ein echter Pfundskerl!

Burger mit Blackbean-Patty im Grilly Idol
Burger mit Blackbean-Patty im Grilly Idol

Otto's Burger

Fragt man nach Hamburgs bestem Burger, taucht der Name Otto's Burger mit Sicherheit auf. Alle Zutaten stammen aus Hamburg oder der Region. So kommen die 150g Rindfleisch für das klassische Patty aus der Lüneburger Heide. Die Burger bewegen sich preislich zwischen 7,70€ und 9,50€ und bieten auch andere Fleischvarianten wie Pulled Pork (9€ mit hausgemachtem Coleslaw und BBQ-Sauce) oder einer vegetarischen Version mit einem Bohnen-Kichererbsen-Patty, hausgemachter Smokey-Mayo, Coleslaw, Salat, Tomate und eingelegten Zwiebeln (7,70€). Einziger Nachteil: Beilagen wie Pommes kommen noch einmal extra, trotzdem sind die Süßkartoffel-Pommes ein Muss (4€)! Otto's große Stärken? Das gemütlich-rustikale Ambiente, die hausgemachten Saucen (Trüffelmayo und mehr) und eine große Craft-Beer-Auswahl. Übrigens bekommt ihr zu jedem Burger die passende Wein- oder Bierempfehlung mitgeliefert. 

Otto's Burger am Grindel
Otto's Burger am Grindel

Brooklyn Burger Bar

Fragt man nach Burger-Stätten in Hamburg, denen in jedem Fall ein Besuch abgestattet werden muss, fällt der Name Brooklyn Burger Bar mit schlafwandlerischer Sicherheit. Die New-York-inspirierte Burger & Cocktailbar hat ihren Sitz in einer ehemaligen Apotheke und besticht schon dank ihre sparsame Vintage-Einrichtung. Die Burgerbrötchen werden hier noch selbst gebacken, das Hack kommt von friesischen Weiderindern und die Relishes, Saucen und Dips für Burger und Co. werden hier ebenfalls selbst produziert und abgefüllt. Den Backyard-BBQ mit Bacon, Appenzeller, Römersalat, Fleischtomate, roten Zwiebeln, Gewürzgurke und „BBB's Bourbon infused-BBQ Sauce“ gibt's für 11,50€, den Def Jam mit cremigem Blauschimmelkäse, Rucola, Fleischtomate und Baconmarmelade für 11€. Das Tolle: Fast alle Burger bekommt man auch in der vegetarischen Version oder als „Low Carb“ ohne Brötchen serviert. Wer richtig hungrig ist, bekommt hier Patties bis 600g serviert, aber trotz der Masse wird nicht an spannenden Zutaten gespart.

Brooklyn Burger Bar Hamburg
Brooklyn Burger Bar Hamburg

Edelsatt

Das Edelsatt hält, was sein Name verspricht: Hier werden nur feinste Zutaten verarbeitet – Fast Food in edel sozusagen. Zwischen die handgemachten Bio-Brötchen kommt hier nur Wildfleisch (150g) auf den Tisch, selbst die Currywurst besteht aus Wild. Zum einen, weil sich die Besitzer nicht von der regulären (Massen-)Tierhaltung abhängig machen wollen, zum anderen aus Geschmacksgründen. Hier bekommt ihr so exotische Sachen wie den Blue Pear mit Birnen-Ingwer-Chutney, Blue Cheese, Rucola und Orangen-Chili-Mayo (12€) oder den Edelsatt-Burger mit Preiselbeeren, karamelisiertem Zwiebel-Relish, Chester-Cheese und der hauseigenen Gewürzmayo (9€). Alle Burger gibt es in der California-Variante ohne Brot und auch für die Veganer unter euch ist etwas dabei: Den Vegg's Best Vegan gibt es mit Humus, gegrillten Auberginen und Sojamayo (7,50€).

Burger von Edelsatt in Hamburg
Burger von Edelsatt in Hamburg

 

El Chanti Deli

Im El Chanti Deli bestehen die Patties aus 125g Bio-Rindfleisch und neben gängigen Ausführungen wie dem Classic Hamburger (7,50€), stehen spannende Varianten wie der Milano Burger mit Gorgonzola und Trauben (9,50€) oder der Surf'n'Turf mit Scampis (10€) auf der Speisekarte. Zu jedem Burger könnt ihr wahlweise French Fries, Potatoe Wedges oder einen Caesar Salad bestellen. Vegetarier haben die Wahl zwischen zwei Burgern mit Halloumi-Käse. Über die Facebookseite des Restaurants werdet ihr regelmäßig über Specials informiert, wie jüngst über den Cosmopolitan Burger mit einem Topping aus italienischer Mascarpone Sauce, grünem Urwaldpfeffer, tropischer Kokosnuss und gegrillter Tomate. Wer auf Milchshakes steht, kann sich hier zum Nachtisch durch die wildesten Kreationen schlürfen.

 

Ein von @burgerdooorst gepostetes Foto am

Burgerlich

Ganz anders als die anderen Burgerläden in dieser Liste, setzt das Burgerlich auf ein modernes Design- und Bestellkonzept. Die Burger werden nämlich per Tablet bestellt, die in die Tischen integriert sind. Die Auswahl an Burgern ist groß, während bei den Zutaten selbst mehr auf Qualität als Quantität gesetzt wird. Das Fleisch stammt aus der Region und wird hier selbst durch den Wolf gedreht. Die Buns werden von einem Hamburger Bäcker vorbereitet und die Rohlinge erst in der Küche frisch aufgebacken. Gewählt werden kann zwischen drei verschiedenen, frischgebackenen Sorten: Brioche, Sesam oder Vollkorn. Auch die Saucen sind hausgemacht, in dem Falle Ketchup und Mayo und das Patty variiert zwischen Rind, Lachs und Geflügel. Auch Pulled Pork und Beef stehen auf der Karte. Vegetarier haben die Wahl zwischen dem Veggie Burger mit Vollkorn-Bun, Portobello-Pilz, dermit Frischkäse gefüllt ist, gebratenen Zwiebeln, Salat, Tomate und Sauce (6€) oder einer Variante mit Quinoa als Patty (6,50€).

 

Moderner Style im Burgerlich Hamburg
Moderner Style im Burgerlich Hamburg

Dulf's Burger

Frisch umgezogen ist dieser beliebte kleine Burger-Imbiss, der nun am Rande des Karoviertels mit genügend Sitzplätzen aufwarten kann. Große Türmchen, saftiges Fleisch in drei möglichen Garstufen in unterschiedlichen Geschmackskombinationen: gute Burger machen, das können sie! Wem die Auswahl auf der Karte nicht ausreicht, kann sich seinen Burger auch komplett nach eigenen Wünschen zusammenstellen. Für die ganz Hungrigen hat Dulf's Burger noch immer Klassiker wie den Schlabbermax mit 450g frisch und grob gewolftem Charolais-Jungbullen-Hack und 100g Pulled Pork vom Duroc-Schwein auf der Karte. Die Bikini-Saison kann man in Hamburg ja eh knicken! 

 

Hamburgs Burgerwelt scheint unendlich und unsere Liste könnte es auch sein. Nicht vorenthalten möchten wir euch dennoch die Burger des Kult-Imbiss Kleine Pause, die gerade bei Nachtschwärmern rund um St. Pauli und der Schanze bekannt sind. Und das liegt unter anderem an den hausgemachten Frikadellen, die es solo (2€) oder mit Röstzwiebeln, Käse und Co. zu einem Burger verarbeitet (2,90€) gibt. So einfach, aber auch so unglaublich lecker! Auch die Veggie-Variante mit Gemüsebratling ist nicht zu verachten. Und ein ganz besonderes Kiez-Flair gibt's for free obendrein. Auch Restaurants, die auf den ersten Blick nicht nach Burger-Spezi aussehen, können leckere und spannende Burger parat haben. So bietet beispielsweise das Flutlicht in Wilhelmsburg eine der besten Veggie-Burger-Kreation an, mit einem Patty bestehend aus zwei Kartoffelpuffern mit gegrilltem Gemüse dazwischen. Hmm! Wer gerne Food-Trucks einen Besuch abstattet, sollte Ausschau nach Big Balmy, Burgerkultour oder auch dem Goldburger (Fleisch von Bio-Freilandrindern) Ausschau halten. Alle Burger-Läden in Hamburg findet ihr auch im PRINZ Locationguide.