Dass in Hamburg viele Zugezogene wohnen, ist keine Neuigkeit. Dass aber jeder zweite Hamburger zugezogen ist, überrascht dann doch. Nur 45 % der gemeldeten Personen, also 800.062, sind waschechte Hamburger. Die restlichen 962.729 sind Zugezogene.

 

Bei den Zugezogenen denken viele wahrscheinlich an die umliegenden Kleinstädte wie Elmshorn, Pinneberg oder Stade. Fakt ist aber, dass die Berliner die größte Zahl der Zugezogenen ausmachen: mit 24.887 liegen sie auf Platz 1. Die Reinbeker aus Schleswig-Holstein belegen den 2. Platz, mit 12.625 Personen. Ziemlich überraschend ist Platz 3. Denn auch den besetzt keine der umliegenden Städte, sondern Kabul, in Afghanistan, mit 11.267 Personen. Hamburg ist generell sehr international aufgestellt: 180 verschiedene Nationalitäten haben an der Elbe ein Zuhause gefunden. 

 

Auch die Münchner und Rheinländer, die beide meist eine hohe Heimatverbundenheit haben, zieht es in die schönste Stadt Norddeutschlands: Immerhin belegen sie Platz 15 (München) sowie Platz 21 und 22 (Köln und Düsseldorf). 

 

Über die Plätze 1 und 2 im Ranking der weitesten Entfernung dürfen sich 218 Australier, 114 aus Sydney und 104 aus Melbourne, freuen. Sie haben 16.282 bzw. 16.191 Kilometer zurückgelassen, um nun Hamburg ihre Heimat zu nennen. 

 

Die Kollegen des Hamburger Abendblattes zeigen euch ganz detailliert, woher die Hansestädter gebürtig kommen. Hier geht es zur interaktiven Karte. 

Zugezogenen Atlas

 

 

So sieht das Ganze übrigens in Berlin aus.