Hafengeburtstag Hamburg

Jedes Jahr im Mai strömen über eine Million Menschen gen Landungsbrücken, um das größte Hafenfest der Welt zu feiern: den Hamburger Hafengeburtstag – in diesem Jahr vom 5. bis zum 7. Mai. Was viele als Highlight ansehen, ist für andere das schlimmste Großereignis der Stadt. Wer Schiffe und Hafen liebt, sich aber nicht mit der Masse an den Landungsbrücken entlang schieben mag, für den haben wir ein paar Tipps zusammengestellt. 

Hafengeburtstag 2017: An diesen Orten lässt es sich aushalten

Bootstour mit der Hedi-Flotte

Zwar muss man sich zum Besteigen der „MS Hedi“, „MS Claudia“ oder eine ihrer Schwestern noch zur Landungsbrücke 10 durchdrängeln, doch wer an Bord der knapp 100 Leute fassenden Barkassen angekommen ist, kann gemütlich bei guter Musik durch den Hafen schippern. Stündlich kehrt das Boot an Ort und Stelle zurück, um Gäste ein- und austeigen zu lassen. Die perfekte Mischung aus Party und Hafenrundfahrt. Es ist unbedingt ratsam, sich vorab Tickets zu besorgen! 

Hafengeburtstag Hamburg

Marco-Polo-Terrassen statt Landungsbrücken

Den Hafengeburtstag kann man auch von der Hafencity aus erleben – und dort ist es etwas entspannter als im großen Gewusel an den Landungsbrücken. Ein buntes Treiben gibt es auch hier, für fairen Bio-Kaffee kann man dem Café im Nachhaltigkeitspavillon (Osakaallee 9) einen Besuch abstatten und sich zugleich über nachhaltige Stadtentwicklung informieren. Im Traditionsschiffhafen gibt es außerdem einen maritimen Markt rund um die Hamburger Hafengeschichte. Unter den vielen Traditionsschiffen, die dort zum Open Ship einladen, befindet sich in diesem Jahr die "Saint Michel II" aus Nantes. Hierbei handelt es sich um den Nachbau eines Segelkutters, den Jules Verne einst besessen hatte.

Marco Polo Terrassen Hafencity

Alternativer Hafengeburtstag an der Balduintreppe

Sie gehören zum Hamburger Hafen wie die Fischbrötchen: die ehemals besetzten Häuser in der Hafenstraße. Abseits von Elbphilharmonie und Astra-Bühne wird das Event hier auf eigene Art angegangen – mit DJs und Konzerten, von Reggae bis Punk.

 

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Abstecher zu "World Press Photo"

World Press Photo
Wer so gar keine Bock auf Hafengeburtstag hat, kann sich das Treiben aus der Ferne anschauen, zum Beispiel vom Michel aus, und bei der Gelegenheit die World-Press-Fotoausstellung im „Gruner + Jahr“-Verlagsgebäude besuchen. Vom 5. bis zum 28. Mai sind im Foyer die weltbesten Bilder der Pressefotografie zu sehen. Die Fotografien werden hier erstmals in Deutschland gezeigt.

Schlepperballett schauen – ja! Aber bitte nicht von den Landungsbrücken aus

Eine denkbare Zwickmühle: Mama und Papa sind zu Besuch – da muss man doch wenigstens das Schlepperballett sehen?! Klar, das Schlepperballett am Samstag (18 bis 18:45 Uhr) ist schon ganz witzig, aber wenn es das schon sein muss, dann bitte vom anderen Ufer aus. Tipp: Durch den Alten Elbtunnel auf die andere Elbseite gehen und dann den Schildern in Richtung „König der Löwen“ folgen. Vom kleinen Sandstrand vorm Musicalgebäude aus hat man den perfekten Blick auf die Hafenkulisse.

 

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Elbstrand Hamburg
Altonaer Balkon, Elbstrand & Falkensteiner Ufer

Du willst an der Elbe sein und ein paar Schiffe gucken, aber den Massen an den Landungsbrücken dabei bloß nicht zu nahe kommen? Wie wäre es mit einem Picknick am Altonaer Balkon? Von hier oben hat man eine gute Sicht auf die Elbe und kann nebenbei auch noch sein eigenes Würstchen grillen. Das ist noch zu nah dran? Dann ist der Elbstrand vielleicht das Richtige. Bei schönem Wetter in der Strandperle sitzen und ein Alster schlürfen – nicht die schlechteste Wochenendbeschäftigung. Immer noch zu trubelig? Am Falkensteiner Ufer ist vielleicht weniger los. Und der Strand ist sogar noch schöner! 

Willkomm Höft

Wer sicher gehen will, dass die Kreuzfahrtschiffe den Hafen auch wirklich wieder verlassen, kann im Schulauer Fährhaus auf die Hymnen der einzigartigen Schiffsbegrüßungsanlage warten – und dann kräftig winken. Sonntagabend laufen ab 17:30 Uhr diverse Kreuzfahrtschiffe aus. Mit dabei sind auch imposante Großsegler wie die "Kruzenshtern", "Mir", "Sedov" oder die "Royal Helena". Etwa 40 Minuten später sollten sie das Willkomm Höft passieren. 

 

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Anika Haberecht
Anika mag zwar den Hafen, die riesige Feierlichkeit zum Geburtstag aber nicht besonders - deshalb hält sie sich am liebsten fernab vom Gedränge an den Landungsbrücken auf. Zwischen dem 5. und 7. Mai trifft man sie wohl am ehesten am Falkensteiner Ufer, beim Willkomm Höft, auf dem Energieberg in Georgswerder – oder an der Alster.