Dala Pferde

 

Vill du fika? Wer seinen Alltag ein wenig schwedischer gestalten möchte, kommt an dieser Frage nicht vorbei. Was uns Hamburger vielleicht erstmal ein wenig Röte ins Gesicht treibt, ist eigentlich ganz harmlos und heißt übersetzt nur so viel wie „Willst du Kaffee?“. Eine Frage, die wir gerne mit ja beantworten. Die Schweden lieben ihre „fika“ (Kaffeepause)! Auch ein Grund warum es vor allem schwedische Cafés sind, die unser Herz erwärmen: liebevoll eingerichtet, leckere Kuchen wie Prinsesstårta, warmer Apfelkuchen oder Kladdkaka (saftiger Schokokuchen) und Mittagtische mit Köttbullar (schwedische Hackbällchen, ausgesprochen „Schöttbüllar“) und dazu einen starken Kaffee. Grund genug für uns nachzuschauen, welche schwedischen Kleinode die Hansestadt für uns bereithält.

Frau Larsson 

Man hört es schon am Namen: Hier sind Schweden-Fans richtig! Zuckersüß bis deftig und vor allem schwedisch geht es bei Frau Larsson zu – das verraten uns die Speisekarte und König-Carl-Gustav-Teller an der Wand. Wer hier frühstücken möchte, findet eine große, spannende Auswahl wie beispielsweise die deftigen Speckpfannkuchen mit Sylt (schwedische Marmelade) und Apfelmus, dem „Expressen“, einem schnellen Frühstück aus zwei Scheiben hausgebackenem Brot mit Käse und Sylt, bis hin zum großen Frühstück für zwei Personen, „Viktoria & Daniel“, mit verschiedenen Broten, gekochten Eiern, Pfannkuchen und unter anderem selbstgemachter Leberpastete, Heringssalat, Käse und Marmelade. Zu empfehlen ist bei Frau Larsson auch der Mittagstisch, der wöchentlich wechselt und ebenfalls schwedische Klassiker wie Köttbullar oder Dillpellkartoffeln mit hauseingelegtem Sill und Sour Cream zu bieten hat. Im Shop gibt es dann noch zahlreiche schwedische Leckereien, um sich auch zuhause ein bisschen Schweden zu gönnen.  

 

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Karlsons 

Ein Stück Skandinavien mit schwedischem Schwerpunkt findet man auch im Karlsons. Die Mittagskarte wechselt wöchentlich und bietet unter anderem Saisongemüse  oder dänische Hot Dogs mit Kartoffel-Gurken-Salat. Unbedingt probieren solltet ihr den Schweden-Klassiker Köttbullar mit Preiselbeeren, Kartoffelpüree und Salat – unglaublich lecker! Neben frischgebackenem Kuchen und Zimtschnecken bietet das Café mit dem freundlichen Service auch eine große Frühstücksauswahl (unter der Woche bis 11 Uhr, am Wochenende bis 14 Uhr), u.a. "Malmö" mit zwei Scheiben Käse oder Nussschinken, einem Brötchen und ein Knäckebrot, Butter und hausgemachter Blaubeermarmelade, Das Frühstück „Kopenhagen“ mit Elchsalami, Nussschinken und dänischem Käse dazu ein halbes gekochtes Bio-Ei mit Kaviar-Creme, zwei Brötchen, Knäckebrot, Butter und hausgemachte Blaubeermarmelade – eine vegane Frühstücksvariante gibt es im Karlsons auch, Kaffee satt und O´boy-Kakao aus Schweden. Das hell und rot eingerichtete Café hat übrigens auch einen Shop, in dem es unter anderem Kinderbücher von Astrid Lindgren, Lakritz oder Accessoires zu kaufen gibt.

Café Saltkråkan 

Auch hier in Altona findet man schwedisches Lebensgefühl. Die Frühstücksangebote heißen Tjorven (Marmeladen, Quark, Honig, Brötchen, Softbröd) oder Melcher (Räucherlachs mit Senf-Dill-Sauce, Matjes, halbes Ei mit Kavias, Dinkel-Bröd und Schwarzbrot), auch eine vegane Variante gibt es. Dazu bietet das ebenfalls sehr minimalistisch eingerichtete Café einen Mittagstisch, u.a. mit Tunnbrödrollen (ähnlich wie ein Wrap) und natürlich jede Menge Kuchen. Hier stehen nicht nur die obligatorischen Kanelbullar auf dem Programm, sondern auch Morotskaka (Möhrenkuchen, vegan), Mandeltårta und sogar ein Schoko-Salmiak-Kuchen auf der Karte. Auch hier kann man gleich ein bisschen Schweden für zu Hause shoppen und Eltern-Kind-Gespanne sind sehr willkommen, nur Kinderwägen müssen draußen bleiben. Können wir mit leben, dafür gibt es auch eine kleine Spielecke mit Kinderbüchern und mehr.

Stockholm Espresso Club 

Typisch schwedisch ist durchaus auch der Stockholm Espresso Club – auch, wenn das vielleicht nicht unbedingt auf den ersten Blick erkennbar ist. Schließlich steht skandinavisches Design ebenso für aufgeräumtes, cleanes Interieur mit sorgfältig eingesetzten Details. Genau das findet man in dem kleinen Café in Winterhude und ein wunderbares Beispiel für eine schwedisch-hamburgische Zusammenarbeit. Die verwendeten Kaffeebohnen kommen aus der schwedischen Kaffeerösterei "Koppi", die auf fairen Handel und Nachhaltigkeit setzt. Diese Bohnen werden dann von den Hamburger Profi-Baristi in dem kleinen Café mit viel Gefühl und Erfahrung zu einem tollen Geschmackserlebnis gebrüht. Wer möchte, kann dieses noch durch frische Kanelbullar (schwedische Zimtschnecken), hausgemachten Kuchen oder das hauseigene Craft-Bier krönen. Frühstücken könnt ihr hier auch, allerdings ist das (bis auf den schwedischen Käse) nicht speziell skandinavisch.

 

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Hilfreiche Begriffe auf Schwedisch:

En kanelbulle, tack! – Eine Zimtschnecke, bitte!
Två kanelbullar, tack – Zwei Zimtschnecken, bitte!
En till kanelbulle, tack! – Noch eine Zimtschnecke, bitte!
Vill du fika? – Möchtest du Kaffee?
Surströmming? Nej, tack! – Surströmming? Nein, Danke! (Surströmming ist vergorener Hering und eine Delikatesse in Schweden. Gut gemeinter Rat: niemals im Haus essen. Der Geruch hält sich ewig!)