Fitness-Studio Alternativen in Hamburg

Ob zum Jahreswechsel oder zu Beginn der Bikini-Saison: Den Gedanken „Ich muss mehr Sport machen!“ kennt fast jeder. Das Fitnessstudio um die Ecke wäre eine einfache Lösung, aber nicht jeder hat Lust auf Muckibude und feste Beiträge. Zum Glück gibt es in einer Stadt wie Hamburg jede Menge spannende, kreative Sportarten, mit denen ihr euch fit halten könnt. Wir zeigen euch die besten Alternativen zum Fitnessstudio in Hamburg.

Yoga in Hamburg

Yoga boomt seit Jahren und gerade in einer Stadt wie Hamburg ist das Angebot an Kursen, Retreats (Yoga-Reisen) und Co. riesig. Alleine die Auswahl an Stilrichtungen dürfte den einen oder anderen Anfänger zunächst verwirren. Und auch wenn der Yoga-Trend einen manchmal auf den Keks geht, ist Yoga eine tolle Möglichkeit, seinen Körper fit und geschmeidig zu halten und zugleich seinen Geist vom stressigen Alltag freizumachen. Zwar bietet auch YouTube eine große Auswahl an Videokursen an, trotzdem ist der Gang ins Yogastudio um die Ecke eine gute Wahl. Schließlich helfen die Trainer und Yogis dabei, den richtigen Stil für sich zu finden und können korrigierend eingreifen, wenn die Übung noch nicht so rund läuft.

Übrigens übernehmen viele Krankenkassen 80% der Kursgebühr, wenn die Trainer eine bestimmte Lizenz vorweisen können und der Kurs über einen abgeschlossenen Zeitraum stattfindet. Wer einen schmalen Geldbeutel hat, für den ist Community Yoga eine gute Möglichkeit. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss einiger Trainer und Studios, die Unterricht für Yoga und Meditation auf Spendenbasis anbieten. Mit den Spenden werden wiederum ausgewählte Projekte unterstützt. Eine tolle Sache finden wir!

Yoga in Hamburg
Keine Yoga-Übung für Anfänger, aber man kann sich ja durchaus Ziele stecken.

Laufen gehen und dabei Hamburg kennenlernen

Kaum eine Sportart braucht weniger Equipment, Vorbereitung und ist mit so geringen Kosten verbunden, wie joggen zu gehen. Klar, laufen ist nicht unbedingt Jedermanns Sache. Trotzdem: Wer sich die Laufschuhe anzieht, tut etwas für sein Herz-Kreislauf-System, kriegt den Kopf frei und kann dabei auch noch Hamburg ein bisschen besser kennenlernen. Warum also nicht mal mit den Strecken variieren, schließlich kennt man häufig nur die eigene Hood und kann durchaus überrascht werden, was andere Stadtteile für hübsche Parks parat halten. So zum Beispiel, wenn ihr der Wandse von Wandsbek aus bis nach Tonndorf folgt. Mitten in der Stadt schlängelt sich diese kleine Oase, über den Eichtalpark mit seinen großen Wiesen, dem botanischen Garten, bis zum Strandbad Ostende oder noch ein Stück weiter zum Kupferteich. Viel hat sich in den vergangenen Jahrzehnten entlang dieser Strecke geändert, geblieben ist die Ruhe und Auszeit von der Stadt, die hier finden könnt.

 

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Tischtennis in Hamburg

Ein Tischtennisschläger gehört zu den Dingen, die viele sicher zuletzt in der Schule in der Hand hatten – in der Pause, als die halbe Klasse beim Chinesisch um den Tischtennis-Betonklotz lief. Wer verschlug, der flog raus, bis sich am Ende nur noch zwei Spieler gegenüberstanden. Spaß hat's gemacht und anstrengend war's auch noch. Warum nicht also bei gutem Wetter die Spielplätze erobern und mit den Freunden oder Kollegen (geht schließlich auch in der Mittagspause) ein bisschen Tischtennis spielen? Ihr seid gemeinschaftlich unterwegs, kommt ins Schwitzen und im besten Fall macht es so viel Spaß, dass ihr noch nicht mal merkt, dass ihr etwas für eure Fitness getan habt. Eine hilfreiche Karte, um Tischtennisplatten in eurer Umgebung zu finden oder sogar einzutragen bietet die Pingpong-Map. Den guten alten Tischtennis-Rundlauf gibt es übrigens jede Woche Montag im Hafenklang zu Bier und Punkmusik (ab 21 Uhr, Eintritt frei).

Pingpong Map
Screenshot www.pingpongmap.net

Klettern in Hamburg

Klettern gehört für die meisten Hamburger sicher nicht zu den üblichen Freizeitbeschäftigungen. Sollte es aber, denn Klettern ist ein komplexer Kraftsport, baut Oberkörpermuskulatur auf, stärkt den Rücken, fördert Koordination und Gleichgewicht. Und tatsächlich hat Hamburg (trotz der topographischen Gegebenheiten) viele Möglichkeiten, diesem Sport nachzugehen. Bei der Klettervariante Bouldern zum Beispiel braucht ihr noch nicht einmal eine Ausrüstung oder Kenntnisse. Ihr klettert ohne Kletterseil und -gurt bis zu einer Höhe, aus der ohne Verletzungsgefahr von der Wand abgesprungen werden kann. Auch wenn es nicht so hoch hinaus geht, können Boulderrouten ganz schön knackig sein und euch einiges abverlangen. Aber keine Angst, die Fallhöhe ist ja nicht hoch – Nervenkitzel ohne großes Risiko also.

Am besten sucht man sich einen Partner, mit dem man sich über kniffelige Passagen austauschen kann. Zum Beispiel hier: in der Nordwandhalle in Wilhelmsburg (ab 5,50€) oder bei Salon du Bloc in Eimsbüttel (ab 6€, eine Sauna gibt es hier auch!). Beim norddeutschen Ableger des Alpenvereins, dem DAV Kletterzentrum in Lokstedt (ab 12,50€) trainieren auch alpinerfahrene Sportkletterer. Eine der größten Boulderhallen in Norddeutschland ist das Flashh in Bahrenfeld. Modern ist es hier und Kinder haben einen eigenen Bereich, in dem sie klettern und Spaß haben können. Übrigens finden dort Aktionen wie Schwarzlichtklettern statt, Yogakurse (muss separat gebucht werden) ergänzen das Angebot. Wer lieber draußen klettert, kann das mitten im Schanzenviertel: Für den Kilimanschanzo im Florapark, der als Verein betrieben wird, wurde ein Bunker umfunktioniert.  

 

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Trampolin springen in Hamburg

Der Vorschlag, eine Runde Trampolin zu hüpfen, hört sich zunächst mehr nach Freizeitvergnügen als nach Sport an, wer es dann aber mal ausprobiert, wird schnell merken wie anstrengend diese Aktion sein kann. Angeblich kommen zehn Minuten auf dem Trampolin 30 Minuten Joggen gleich – kein schlechter Tausch. Trainiert werden dabei neben Kondition und Muskelspannung auch Balance und Kondition.

Im Jump House gibt es verschiedene Möglichkeiten: freies Springen mit unterschiedlich großen Matten und Schaumstofframpen, über die man als passionierter Hüpfer auch noch Tricks einbauen kann (12€/60min), ein Spielfeldbereich, in dem eine Art 3-D-Völkerball gespielt wird, ein Basketballbereich und - für alle, die sich schon immer mal einen Kindheitstraum erfüllen wollten - der Sprung in ein Meer aus Schaumstoffwürfeln. Wer nicht einfach ins Blaue hüpfen möchte, kann auch an einem angeleiteten Fitjump teilnehmen (15€/45min).

Ähnlich sieht es auch bei Space Jump in Quickborn aus (12€/60min). Hier gibt es außerdem noch einen High Jump und einen Battle Beam, bei dem man sich zu zweit auf einer Art Schwebebalken gegenüber steht und versucht, sich gegenseitig mit einem dicken Stab vom Balken zu befördern.

Trampolin Springen im Jump House Hamburg

Wassersport in Hamburg

Als Hamburger ist man bereits an Segeln und Surfen auf der Alster gewöhnt, aber seit ein paar Jahren holt auch das Stehpaddeln, Stand up Paddling, in Sachen Bekanntheit auf. Dabei steht der Sportler aufrecht auf dem Surfbrett und bewegt sich mit Hilfe eines Stechpaddels vorwärts, Hawaii-Feeling inklusive. Positiv für den Körper ist es allemal, denn das Paddeln stärkt Balance, Muskeln und Seele – denn immerhin bewegt man sich die ganze Zeit mitten in der Natur. Ob auf dem Stadtparksee (SUPco ab 11€/Stunde) oder auf der Alster (AlsterSurfer, ab 12€/Stunde): An verschiedenen Stellen in Hamburg könnt ihr Kurse buchen oder einfach die Boards und Paddel ausleihen. Sogar Yoga Stand up Paddling gibt es mittlerweise (SUP CLUB Hamburg): Dabei werden erst einmal an Land gewisse Yoga-Grundlagen geschaffen und danach geht es ab aufs Brett (35€ inklusive Leihboard und Paddel).

Wasserski und Wakeboarden gehören ebenfalls zu den Sportarten, die zugleich Spaß machen und ganz schön anstrengend sein können. Rund um Hamburg gibt es drei Anlagen, die den Sommersport möglich machen: Wasserski & Wakeboard Hamburg am Neuländer Baggerteich, Cablesport Arena Pinneberg und Wasserski Norderstedt am dortigen Stadtparksee. Das schöne an diesen Anlagen ist, dass Anfänger und Fortgeschrittene, aber auch Zuschauer auf ihre Kosten kommen. Fehlt nur noch gutes Wetter und die Entscheidung, ob ihr ein oder zwei Bretter bevorzugt.

Stand up Paddling in Hamburg auf der Alster
Fast wie auf Hawaii: Stand up Paddling bei Sonnenuntergang auf der Alster. Schön!

Boßeln rund um Hamburg

Hat hier gerade jemand gesagt, Boßeln sei kein richtiger Sport? Dann ist Golf aber auch nur ein langer Spaziergang mit kurzen Unterbrechungen. Der Vorteil beim Boßeln: ihr braucht kein teures Equipment, man spielt auf öffentlichen Wegen, ihr müsst euch keine Sorgen machen, dass ihr das falsche Outfit anhaben könntet und seid auch noch in einem netten Miteinander unterwegs. Boßeln ist ein Teamsport, bei der zwei Mannschaften gegeneinander antreten, mit dem Ziel, Kugeln auf einer vorher festgelegten Strecke mit möglichst wenigen Würfen zu erwerfen. Ähnlich wie beim Golf muss der Ball dann auch mal von unwegsamen Stellen geworfen werden, je nachdem, wo der Boßel vorher gelandet ist.

Tatsächlich ist Boßeln ein richtiger Volkssport mit Jahrhundertelanger Tradition in Norddeutschland und wird hier nicht nur am Vatertag gespielt. Es gibt Vereine und hochoffizielle Wettkämpfe in Kreis- und höheren Ligen. Man bewegt sich ander frischen Luft, es gibt spezielle Wurftechniken, weil ja Wind, Wetter und Strecke mit einbezogen werden muss. Trotzdem: Ganz so bierernst muss es ja nicht sein, Anlässe gibt es viele und macht mit Bollerwagen und genügend Verpflegung für die Pausen zwischendurch einfach echt Spaß!  

 

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Viel Spaß beim Aktivsein und Ausprobieren!