Es hätte so schön werden können: Mit einem Glühwein in der Hand auf dem Eis spazieren gehen oder mit den Kindern Schlittschuhlaufen - und zwar mitten auf der Alster. Aber das langersehnte Alstereisvergnügen, auf das die Hamburger seit Eintreten der frostigen Temperaturen Anfang Januar gewartet haben, wird nicht stattfinden. Zumindest nicht jetzt.

Wie die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt mitteilte, ist das Eis einfach nicht dick genug. Behördenmitarbeiter waren seit 9 Uhr auf der Außenalster unterwegs, um Messungen für die Eisdicke vorzunehmen. Wenn an 50 Messstellen die Eisfläche mindestens 20 Zentimeter dick ist, hätte die Außenalster am Wochenende für Fußgänger und Budenbesitzer freigegeben werden können. Die durchschnittliche Dicke beträgt jedoch nur 12-18 Zentimeter. Die Gefahr, dass das Eis unter der Masse der Besucher und Buden zusammenbrechen könnte, sind laut der Behörde einfach zu groß. Umweltsenatorin Anja Hajduk ermuntert die Hamburger dementsprechend zur Vorsicht: "Das hat nichts mit Paragrafen-Reiterei zu tun, sondern einzig und allein mit der Sicherheit auf dem Eis."

Trotz mehrfacher Warnungen der Polizei, das Eis nicht zu betreten (es besteht Lebensgefahr!), tummeln sich mehrere hundert Schlittschuhläufer und Fußgänger auf der Außenalster und genießen das winterliche Spektakel. Damit es zu keinen Unfällen kommt, sollte man sich jedoch dringend von den abgesperrten Bereichen sowie von Eisflächen an offenen Gewässerbereichen, Brücken, Einleitungen und überhängenden Bäumen fernhalten.

Die Hoffnungen auf "freie Fahrt" auf dem Steinhuder Meer und dem Maschsee wurden leider ebenso enttäuscht. Auch hier gilt die Eisdecke nicht als ausreichend sicher.
Anja Greszik

Aktuelle Informationen zum Alstereisvergnügen finden Sie auf www.hamburg.de.