1. Der Firmenhymnenhandel
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 Der Firmenhymnenhandel
Thomas Ebermann ist Mitbegründer der Grünen, saß als Politiker in der Hamburgischen Bürgerschaft und im Bundestag. Aber Parteipolitik interessiert ihn schon lange nicht mehr - sein Metier ist heute Kunst, Satire und Publizistik. Mit zahlreichen befreundeten Künstlern tritt Ebermann nun auf die Bühne und entwirft einen Abend über Arbeit, Kunst und Leben. Denn Arbeit bedeutet nicht mehr wie früher, einfach den Lebensunterhalt zu verdienen. Heute sind Motivation, Identifikation, Kreativität und Self-Empowerment gefragt. Und weil das so ist, modernisiert die Junior-Chefin den bislang recht altbacken geführten mittelständischen Betrieb ihres Vaters. Und dazu gehört eben auch - im Theaterstück wie im realen Wirtschaftsleben - eine Firmenhymne. Der Firmenhymnenhändler und sein depressiver Chefkomponist kommen zur Präsentation und zeigen, dass sie wirklich gute Leute unter Vertrag haben: Künstler, die jede Weihnachts- oder Jubiläumsfeier schmücken würden. Für den Geschäftsabschluss muss es kein Nachteil sein, dass die jungen Leute sich aus ihrer Studentenzeit kennen. Ziemlich rebellische Jahre waren das - damals -; Pläne hatten sie ...! Andererseits: Brotlose Kunst macht eben nicht satt ...

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