Die Begriffe Mönchskopf, Schopf-Tintling und Herbsttrompete sagen dir was? Dann bist du bestimmt nicht unerfahren, was das Pilze sammeln angeht. Doch auch wenn du keine Ahnung hast welche Pilze man getrost sammeln darf, kommst du hier vielleicht auf den Geschmack. PRINZ zeigt dir, wo rund um Hannover die besten Stellen für Pilzsammler versteckt sind und gibt dir Tipps für die Suche.  

13 Prozent von Hannover sind von Wald bedeckt, rund herum findet man überall grüne Wiesen und Felder und die Eilenriede ist der größte Stadtwald Europas – so ein Potenzial muss man natürlich auch nutzen. Gerade im Herbst kann ein spießiger Nachmittagsspaziergang schnell zum erholsamen und spaßigen Hobby werden. Zu dieser Zeit sprießen auf den Wiesen, an den Bäumen und den Wegrändern auch viele Pilzsorten. Wieso also nicht gleich den gemütlichen Spaziergang mit der Suche nach dem Abendessen verbinden? Dafür brauchst du nur ein Körbchen für deine Funde und ein bisschen Ahnung über die Pilzsorten.

Pilze im Wald

Pilzfundorte

Eine reiche Auswahl an Pilz-Sorten bietet der Deister rund um den Nienstedter Pass zwischen August und Oktober. Hier kannst du in Ruhe viele verschiedene Arten wie Braunkappen, Pfifferlinge und Steinpilze finden. Auch der Misburger Wald, der etwas näher am Stadtkern liegt, ist sehr ergiebig was Pilze angeht und bei Sammlern deshalb sehr beliebt. Ebenfalls in diese Liste reihen sich der Hildesheimer Wald und der Saupark in Springe ein. Wen es nicht so weit aus der Stadt zieht, der hat sogar in Hannovers Stadtwald, der Eilenriede eine Chance auf Pilzfund. Hier müsst ihr vielleicht etwas länger die Augen offen halten und seid nicht so ungestört durch die vielen täglichen Besucher, für ein bisschen Spaß beim Pilze sammeln und ein paar selbstgepflückte Leckerbissen auf dem Teller reicht es aber.  

Wann kann ich Pilze suchen?

Pilzkörbchen
Pilze haben eigentlich das ganze Jahr Saison. Je nach Jahreszeit kannst du in den Wäldern unterschiedliche Sorten von Pilzen finden. Gerade zwischen dem Spätsommer und dem Winterbeginn boomen die Pilzfunde aber. Im Herbst wachsen viele verschiedene Pilze im Wald und außerdem sind Spaziergänge zu dieser Jahreszeit besonders gemütlich.  

Was muss ich beachten?

waldpilz
Einmal unterwegs dauert es sicher nicht lange bis du die ersten Waldpilze entdeckst. Doch, jedes Kind weiß auch: Vorsicht bei der Wahl. Es gibt überall auch giftige Arten, die nicht immer so leicht zu erkennen sind wie der berühmte rot-weiße Fliegenpilz. Denn viele Sorten haben auch einen giftigen Doppelgänger und diese wachsen oft auch dicht beieinander. Also gilt: Achtung. Du solltest immer ganz sicher sein, um welchen Pilz es sich handelt und ihn ansonsten lieber stehen lassen. Natürlich kannst du dich online im Pilzlexikon über die Arten informieren oder ein klassisches Buch über heimische Pilze nutzen, wenn du einfach nur ein bisschen nebenbei suchen möchtest. Für Interessierte gibt es in Hannover aber auch einige Angebote wie gemeinsame Pilzwanderungen oder Pilzberatungstermine. Ansonsten gibt es nur noch drei Regeln zu beachten, um auf der sicheren Seite zu sein. 1. Pilze dürfen grundsätzlich auf öffentlichem Gebiet gesammelt werden, nicht aber in Naturschutzgebieten. 2. Ihr dürft ausschließlich für den Eigengebrauch sammeln. Der liegt bei 2 Kilogramm pro Person und pro Tag. 3. Spaß haben – lasst euch nicht entmutigen, wenn der Korb nach Stunden immer noch nicht voll ist, solange ihr keine Spezialisten auf dem Gebiet seid, ist jeder noch so kleine Pilz ein Gewinn.