Schafft euch Auszeiten, raus aus dem Alltag, weg von dem ganzen „Ich muss noch“. Entspannen, relaxen, ausruhen und verschnaufen lautet die einfache Zauberformel. Wege dahin gibt es einige. Eine gute Möglichkeit für ein paar Stunden alles hinter sich zu lassen ist der Besuch einer Therme mit Wellness-Abteilung in der euch Sauna, Dampfbad und Co. bereitstehen. Ob in Kölns größter Therme, der Claudius Therme, schwitzen wie zu Kaisers Zeiten in der Jugendstil-Sauna im Neptunbad in Ehrenfeld, in der großzüggen Sauna- und Badelandschaft des Aggrippabads oder im orientalischen Hamam im Aqualand, in Köln und Umgebung findet ihr verschiedene Wellnesstempel und Ruheoasen. PRINZ stellt euch die besten Thermen Kölns vor.

 

Wo kommen Sauna, Dampfbad und co eigentlich her?

Wer hat es erfunden? Klar, das waren doch die Finnen! Nein, eben nicht! Die Ursprünge des Schwitzbades reichen bis in die Steinzeit zurück. Damals erhitzten die Menschen mehrere Steine, legten sie in ein Erdloch und schütteten Wasser darüber. Durch den Wasserdampf und die Wärme schwitzte man und reinigte seinen Körper. Da die frühen Menschen eher Nomaden - also ein umherziehendes Volk - waren, breitete sich diese Form der Reinigung immer weiter aus. Besonders in Skandinavien und dem antiken Griechenland sowie dem römischen Reich kam das Schwitzbaden besonders gut an und entwickelte sich über Jahre immer weiter. Im Norden heißt es nun - vereinfacht ausgedrückt - Sauna und im Süden Hamam. Beides geht also auf den gleichen Ursprung zurück, ist aber in seiner Form heute unterschiedlich. Beides aber schön entspannend!

 

Sauna und Hamam als Gesundheitselixier

Egal ob nun Hamam (türkisches Dampfbad), Salz-, Birken-, oder Rauchsauna, Caldarium (römisches Dampfbad), Banja (russisches Dampfbad) oder Bio-Dampfbad, alle haben eins gemein: die Durchblutung wird angeregt, Schadstoffe ausgeschieden, das Immunsystem gestärkt und - die wichtige Essenz aus allen - euer Wohlbefinden gesteigert. Im Detail unterscheiden sich die Schwitzformen in den Abläufen und Temperaturen. Eine typisch finnische Sauna ist zwischen 80 und 100°C heiß, die Luftfeuchtigkeit beträgt geringe 5 bis 30 Prozent. Zwar wird durch gelegentliche Aufgüsse die Luftfeuchtigkeit erhöht, allerdings steigt dabei auch der Hitzeeffekt. Sie ist also die hottest Queen unter den Saunas und wird geübten Saunagängern empfohlen. Kreislaufschonender ist hingegen das Dampfbad. Die Temperaturen sind mit 40 bis 50°C vergleichsweise niedrig, die Luftfeuchtigkeit dafür aber fast 100 Prozent. Ein Hamam ist sogar noch mehr als nur ein Dampfbad. Mit seinen festgelegten Ritualen geht es hier nicht nur um Entspannung und Entschlackung, sondern auch um eine Körper - wie einst die Schwitzbäder - und Geistreinigung. Mit einem Lendentuch (Pestemal) bekleidet, geht es zunächst unter die Dusche, dann führt euch der Tellak (Bademeister) oder die Natir (Badefrau) in den Dampfraum mit bis zu 60°C und einer Luftfeuchtigkeit von 65-100 Prozent. Hier findet eine Waschung am Steinwaschbecken mit kaltem und warmen Wasser aus Kupferschalen (Tas) statt. Danach legt ihr euch für 10-15 Minuten auf den warmen Nabelstein (Göbek Tas). Die Poren öffnen, die Muskulatur lockert sich. Der Körper ist nun für die folgende Peeling- und Seifenmassage vorbereitet. Mit einem speziellen Peeling-Handschuh (Kese) wird dabei die Hautoberfläche mit sanften Druck porentief gereinigt und die Muskulatur massiert. Im Anschluss gibt’s noch eine wohltuende Seifenmassage mit einer Olivenölseife. Nachdem dann alles mit warmen und kalten Wassergüssen abgewaschen ist, ruht ihr euch auf bequemen Liegen im Ruheraum (Sogukluk) aus und entspannt.

Wie gesagt: ob warm, heiß oder am heißesten, Entspannung bringen alle Schwitzangelegenheiten. Probiert es aus und vielleicht können wir euch ja auch mit dem einen oder anderen Tipp überzeugen. PRINZ wünscht Entspannung deluxe!

 

Fotos: Aqualand, Agrippabad, Neptunbad