Leipzig Skyline

Wir stellen euch Leipzig vor, mit 10 Dingen: Aktivitäten die ihr unbedingt mal ausprobieren solltet, regionale Spezialitäten, an denen ihr nicht vorbei kommt, sehenswerte Orte und zumindest eine Sache, die hier niemand sagen würde. Egal ob ihr nur zu Besuch seid, gerade hier angekommen, oder schon seit Jahren da, wir zeigen euch die besonderen Seiten der Stadt, die ihr vielleicht noch garnicht kennt.

 

Aktivitäten – Das solltet ihr mal probieren:

 

1. Yoga im Park

Leipzig hat viele wundervolle Parks, die nicht nur zum Grillen gut sind. Von Mai bis September bietet Yoga-Lehrerin Lisa ein Mal wöchentlich am Morgen eine Yoga-Stunde im Freien an. Beginnt den Tag entspannt und ausgeglichen und bringt in der friedlichen Umgebung des Connewitzer Stadtgartens Körper und Geist in Einklang. Tipp: Für Fans von Lisas Facebook-Seite gibt es eine Schnupperstunde gratis.

Infos zu aktuellen Terminen und Anmeldung findet ihr unter: www.atmungsaktiv-yoga.de

 

Am Ende eines stressigen Tages könnt ihr auch mit Yoga Lehrerin Carmen auf der Nonnenwiese im Clara Park eure innere Harmonie wieder herstellen. Die Kurse im Freien von Yoga in Leipzig beginnen wieder im Juni. Aktuelle Informationen findet ihr auf der Facebook-Seite von Yoga im Clara-Park. 

 

2. Stadt-Gärtnern:

Wochenmarkt des Stadtgartens Annalinde
Vielleicht ein paar Küchenkräuter auf dem Balkon, sonst ist für einen eigenen Garten nicht viel Platz in der Stadt. Zum Glück gibt’s den Gemeinschaftsgarten der Annalinde. Am 11. April 2015 wird die Gartensaison wieder eröffnet. An den offenen Tagen kann man hier auf 2.000 m² gemeinsam Gärtnern, Gestalten und Genießen. Angebaut werden Gemüse und Kräuter nach ökologischen Maßstäben. Zusätzlich bieten verschiedene AGs die Möglichkeit, sich ein bisschen an die Hand nehmen zu lassen, und sich in das Projekt einzubringen.

Alle Infos zum Garten und anderen Projekten der Annalinde gibt es unter: annalinde-leipzig.de

 

3. Wassersport auf den Leipziger Seen

Tauchen und Wasserski am Kulkwitzer See: 


Der Kulkwitzer See wurde 2013 von den See-Fans des Portals Seen.de zum Lieblingssee in Sachsen gewählt. Dank seiner hervorragenden Wasserqualität mit sehr guter Sichtweite, teilweise mit Unterwasserplattformen ausgestatteten Einstiegsstellen, versunkenen Tauchobjekten und einer Vielzahl unterschiedlicher Fischarten, wird der Kulkwitzer See zu einem immer beliebteren Ziel für Taucher aus aller Welt.

Am Ostufer findet ihr die Tauchbasis der Leipziger Delphine und Tauchschule Delfin, am Südufer die Tauchschule Florian.

Von April bis Oktober hat die Wasserskianlage Saison. Die fünf-Mast-Anlage hat eine Gesamtlänge von ca. 800 m, die Seitenlängen betragen jeweils etwa 310 m, damit ist sie sogar wettkampfgeeignet. Hier könnt ihr Slalom, Monoski, Trickski, Kneeboard und Wakeboard fahren, über die Schanze springen, barfuß laufen oder euch einfach ziehen lassen. Alle Infos über Wassersport am Kulki findet ihr hier.

Kanu und Wildwasserrafting am Markkleeberger See:

Kanupark Markkleeberg
Der Kanupark am Markleeberger See ist die modernste künstliche Wildwasseranlage in Deutschland. Neben dem bekannten Wildwasser-Rafting bietet der Park auch ein Power-Rafting, mit erhöhter Wassermenge geht’s dann noch schneller und wilder den Kanal runter. Am 7., 14., und 21. August 2015 gibt es als besonderes Extra ein Nacht-Rafting bei Flutlicht. Ihr könnt euch natürlich auch im Kanu aufs wilde Wasser wagen, außerdem gibt es Hydrospeed-Kurse. Wem das Ganze zu aufregend ist, der kann in aller Ruhe auf dem Drachenboot den Markleeberger See erkunden. Infos unter www.kanupark-markkleeberg.com

 

4. Stadtrundfahrt

Für Neu-Leipziger und Besucher sind die Touren im roten Doppeldecker eine tolle Möglichkeit die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt kennen zu lernen. Dabei gilt von März bis Dezember Hop on Hop off, sodass man sich alles ganz in Ruhe ansehen kann. Aber auch für alteingesessene Leipziger, die sich sagen „Bah, das kenn ich alles schon“ findet sich hier eine Tour auf der es noch Neues zu entdecken gibt, sei es auf den Spuren Leipziger Brau-Tradition bei der Bier-Tour, oder dem Duft frisch gemahlener Bohnen folgend mit dem Kaffee-Schnüffler, oder auch beim Verfolgen nicht mehr ganz so frischer Spuren auf der Krimi-Tour. Alle Touren findet ihr unter: www.leipzigerstadtrundfahrten.de

 

Essen & Trinken – diese Leipziger Spezialitäten solltet ihr probieren:

 

5. Gose

Gose in der Substanz
Die Bierspezialität stammt, wie der Name vermuten lässt, ursprünglich aus Goslar. Im Mittelalter war das Bier aber vor allem in der Gegend um Dessau, Halle und Leipzig beliebt. Gose ist ein obergäriges Bier, das seinen besonderen Geschmack durch den Zusatz von Kochsalz, Koriander und bakterielle Milchsäuregärung bekommt. Dadurch entspricht es zwar nicht dem deutschen Reinheitsgebot, aber immerhin dem Geschmack vieler Leipziger. Zugegeben, für jeden Bier-Gourmet ist die säuerliche Note nichts, doch einen Versuch ist es allemal wert. Gose bekommt ihr zum Beispiel in der Substanz, im Bayerischen Bahnhof und natürlich in der Gosenschenke.

 

6. Leipziger Lerche

Die Lerche ist eine Gebäckspezialität aus Mürbeteig, mit einer Füllung aus zerdrückten Mandeln, Nüssen und Marmelade. Selbst mancher Leipziger hat sich vielleicht noch nicht die Frage gestellt, warum das süße Törtchen eigentlich nach einem Singvogel heißt. Der Überlieferung zufolge wurde das Gebäck als Ersatz für die bis dahin als Delikatesse geltenden Singvögel erfunden, nachdem die Lerchenjagd 1876 durch den sächsischen König verboten wurde. Die Leipziger Bäcker entschädigten die betrübten Gourmets mit einem Gebäck-Stück, dass sogar detailgetreu die Form der Lerchen nachahmte. Die überkreuzten Teigstreifen stellen die Bänder dar, mit denen die gefüllten Tiere zugebunden wurden. Die heutigen Lerchen sind in ihrer Form zu kleinen Törtchen vereinfacht.

 

7. Leipziger Allerlei

Beim Leipziger Allerlei denken die meisten an eine, in der Regel zerkochte, Sättigungsbeilage aus der Dose. Doch diese traurige Entwicklung ist weit vom originalen Leipziger Allerlei entfernt. Ursprünglich handelt es sich hierbei um ein Gericht aus Morcheln, verschiedenen jungen Gemüsesorten wie Möhren, Kohlrabi, Spargel und Blumenkohl, dazu kommen Krebsschwänze. Traditionelle Beilage sind luftig weiche Semmelklößchen. Da es aus frischem Saison-Gemüse besteht, wird das Gericht meist zum Beginn der Spargelzeit serviert. Wer in Leipzig mal ein echtes Allerlei probieren, und den matschigen Beilagen-Brei vergessen will, kann das von Mai bis Juni in Auerbachs Keller.

 

Orte – Diese Leipziger Sehenswürdigtkeiten müsst ihr unbedingt anschauen:

 

8. Das historische Stadtbad Leipzig

Orientalische Damensauna im historischen Stadtbad
Als das Leipziger Stadtbad 1916 eröffnet wurde gehörte es zu den modernsten seiner Zeit. Die Wellenanlage in der Herrenschwimmhalle war die erste in Europa. Doch neben Badespaß bot das Bad auch eine Vielzahl an medizinisch-therapeutischen Angeboten, wie Schwitzbäder, orthopädisches Turnen oder Inhalation. Ein besonderes Highlight war die orientalische Damensauna im maurischen Stil, die heute unter Denkmalschutz steht. Dank der Förderstiftung Leipziger Stadtbad, die mehrere Millionen Euro in die Sanierung investiert hat, erstrahlt das Bad inzwischen mehr und mehr in altem Glanz. Aktuell lässt sich der Ort für Veranstaltungen und Fotoshootings mieten und dient als Location für die Weihnachts-Dinnershow. Es besteht Hoffnung, dass das Bad wieder als das, was es ist in Betrieb genommen werden kann. Bis dahin besteht zumindest die Möglichkeit, es bei einer geführten Besichtigung zu bewundern. Termine und weitere Impressionen unter: www.herz-leipzig.de 

 

9. Asisi Panometer

Blick auf Leipzig im Völkerschlachtspanorama
In einem alten Gasometer in der Richard-Lehmann-Str. stellt der Künstler Yadegar Asisi seine lebensgroßen Panoramen aus. Derzeit ist das Panorama „Leipzig 1813 – In den Wirren der Völkerschlacht“ zu sehen, das auf etwa 3.500 m² eine Szenerie von Leipzig unmittelbar nach Ende der Völkerschlacht 1813 zeigt. Der Betrachter beobachtet das Geschehen vom Dach der Thomaskirche. Dazu gibt es eine begleitende Ausstellung. Im Herbst ist das neue Panorama „Great Barrier Reef – Wunderwelt Korallenriff“ geplant, an dem Asisi derzeit mit einem 15-köpfigen Team arbeitet. Das Panometer bietet auch Sonderführungen an, beispielsweise kann man lernen, wie die monumentalen Bilder gemacht werden oder bei einer Krimiführung für Familien miträtseln. Infos und Termine unter: www.asisi.de

 

Zu guter Letzt – das werdet ihr in Leipzig nicht zu hören bekommen:

 

10. Das sagt hier keiner: Leebsch

Immer mal wieder trifft man auf Nicht-Leipziger, die denken, wir sagen „Leebsch“ oder auch „Leebzsch“, tatsächlich heißt es aber Leipzisch, manchmal Leibzisch, selten auch Leipzig, niemals aber Leebsch! Das Leipziger sächsisch ist ein ganz anderes, als das der Dresdner oder Chemnitzer. Typisch für das Leipziger sächsisch ist das Verniedlichen, man trinkt ein Gläschen Mülsch, zum Stückchen Kuchen oder lieber ein Kännchen Kaffee, mit einem Löffelchen Zucker. Eine schöne Anrede ist „mein Guuder“ oder „meine Guude“. Die Blogger von Geheimtipp Leipzig empfehlen: „Wollen Nichtsachsen Sachsen sächsisch sprechen hören, sollten sie ins Kabarett gehen (obwohl dort ab und zu übertrieben wird) oder eine Runde mit der Straßenbahn fahren.“