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Neu entdeckt: Giro Coffee Bar

Igor Paasch hat die Speisekarte seiner Coffee Bar entrümpelt und stellt jetzt auch in den Räumlichkeiten seine eigene Kunst aus.



Funktionierende Gemeinschaft braucht einen Anlaufpunkt. Für die alte West-Berliner Künstler- und Schauspielerszene ist die Giro Coffee Bar schon seit zwei Sommern täglicher Hangout. Hier trifft man sich tagsüber auf einen Kaffee, abends sieht man sich gleich um die Ecke in der Paris Bar wieder.
 
Igor Paasch betreibt das Giro und beobachtet seine Umgebung und die gesamte Restwelt sorgfältig. Des Nachts kommt der Mann bei einem Bier oder in seinem Atelier auf so manche grandiose Idee rund um das Thema Berlin. Vor allem das alte Westberlin hat es ihm angetan. Da gäbe es die Entfremdung des NY-Evergreens in “i love Savig-NY-platz” oder das leicht anrüchige “Deep Throat” vor einem beinahe hörbaren Meeresbild. Kunst muss gesehen werden, die Konsequenz ist eine Ausstellung in seiner Giro Coffee Bar.
 
Dort hat sich ebenfalls einiges getan: Das Angebot des Giro hat sich entfleischt. Die Snacks sind vegetarisch bis vegan, die Kuchen hausgebacken, mittags gibt es Suppe. Aber die Hauptrolle spielen hier wie seit dem ersten Tag der Café und die Macher. Für die ausgestellte Kunst muss man allerdings schon etwas tiefer in die Tasche greifen.