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Vollgas feiern, nüchtern fahren – „Runter vom Gas“ auf dem Melt! Festival

Festivalzeit ist Feierzeit. Jeder Moment ist ein Höhepunkt, jede Erfahrung ein Abenteuer.Doch nur wer sicher ankommt, kann auch ausgelassen feiern.



Feiern, Tanzen, Trinken: Festivals und Alkohol gehören zusammen – zumindest für viele junge Menschen. Doch hinterm Steuer haben Promille im Blut oft schwere Folgen. Damit das Festivalwochenende nicht mit einem Unfall endet, macht sich „Runter vom Gas“ auf dem Melt!, vom 18.-20.Juli, für mehr Sicherheit auf deutschen Straßen stark. Dabei setzt die Kampagne vor allem auf ein Motto: „Vollgas feiern, nüchtern fahren!“ Denn im Straßenverkehr verursachen jeden Tag rund 20 alkoholisierte 18- bis 24-Jährige einen Unfall.

Ob Übermüdung, Alkohol am Steuer oder überhöhte Geschwindigkeit: Es gibt viele No-Gos im Straßenverkehr und immer noch viel zu viele Unfälle. Auf dem Melt!, vom 18.-20.Juli 2014 auf dem Ferropolis Gelände bei Gräfenhainichen, kann man sich in ungezwungener Atmosphäre an den Festivalständen der Kampagne mit dem Thema Verkehrssicherheit auseinandersetzen. Der Chill-Out-Bereich lädt zum Ausruhen ein, in der Fotobox kann man sich „blitzen“ lassen und Kampagnenvertreter informieren über die Gefahren von Alkohol am Steuer. Außerdem wird mit kostenlosen Schminkstiften dazu aufgefordert, grün, gelb oder pink und nicht „blau“ nach Hause zu fahren.

Daneben setzt sich „Runter vom Gas“ auch für das Anschnallen in Kraftfahrzeugen sowie das Tragen von Fahrradhelmen ein und macht auf das Risiko Landstraße aufmerksam – fast 60 Prozent aller tödlichen Unfälle passierten 2013 auf LandstraßenLetztes Jahr erreichte die Kampagne rund 160.000 Festivalbesucher und machte besonders auf die Gefahren von Alkohol und anderen Drogen am Steuer aufmerksam. Initiator der Verkehrssicherheitskampagne ist das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur und der Deutsche Verkehrssicherheitsrat e.V.

Metronomy, Fritz Kalkbrenner, Atoms for Peace und Portishead: Das Line-Up des Melt! ist groß, die Party wird wild. Doch nur wer sicher ankommt, kann ausgelassen feiern. Damit ihr unfallfrei durchs Festivalwochenende kommt, macht sich „Runter vom Gas“ stark gegen Alkohol und andere Drogen am Steuer. Prominente Unterstützung erhält die Kampagne in diesem Jahr unter anderem von Ellen Allien. Die international erfolgreiche DJane wohnt in Berlin und auf Ibiza, tourt zurzeit rund um den Globus und legt auf dem Melt! auf. Die Techno-DJane kennt sich aus mit guten Partys und sattem Sound. Im Interview mit PRINZ und „Runter vom Gas“ erzählt sie über ihre Festivalerfahrungen, die Magie des Meeres und einen schweren Autounfall. 

Viele verbinden mit Techno einen harten, düsteren Sound. Dagegen finden sich in Deiner Musik viele aufhellende und verspielte Elemente. Wie wichtig ist Dir ein positives Lebensgefühl?
Mir ist Spaß sehr wichtig. Ich mag den Dance Floor am liebsten, wenn die Leute dort ausgelassen feiern. Deshalb will ich einen positiven, freaky Sound und mische verschiedene Stile, die die Zeit gleichzeitig vor- und zurückdrehen.

Die Kampagne „Runter vom Gas“ hat den Grundgedanken „Das Leben ist zu schön, um es im Straßenverkehr aufs Spiel zu setzen“. Was macht Dein Leben gerade besonders schön?
Besonders schön ist, dass ich überhaupt noch hier bin. Denn ich hatte schon mal einen schweren Verkehrsunfall und lag danach acht Wochen im Krankenhaus. Das ist zwar schon Jahre her, aber die Narben sind noch da – seelisch und körperlich. Zu leben bedeutet für mich zu fühlen. Daher versuche ich, so oft wie möglich für gute Gefühle zu sorgen – bei anderen und bei mir.

Früher warst du als Musikliebhaberin selbst Festivalbesucher. Hast Du bei der Anreise über Landstraßen schon mal brenzlige Situationen erlebt?
Zuerst mal: Auch wenn ich dort auflege, Festivalbesucherin bin ich immer noch (lacht). Und was die Anreise angeht: Gefährliche Situationen auf dem Weg zum Festival habe ich zum Glück noch nicht erlebt. Das liegt wohl daran, dass ich mir bei Reisen mit dem Auto Zeit nehme, an Baustellen langsam fahre und mich nicht hetzen lasse.

Eine Clubnacht dauert oft ziemlich lange. Wie kommst Du danach sicher nach Hause oder ins Hotel?
Immer mit einem Taxi oder einem Fahrer. Und ich steige nur ins Auto, wenn mein Fahrer langsam und ohne Alkohol im Blut unterwegs ist.

London, Dubai, Istanbul: Als DJane reist Du sehr viel. Was ist dir am Straßenverkehr in anderen Ländern im Vergleich zu Deutschland aufgefallen? 
Hier fahren viele leider viel zu schnell. Das ist gefährlich und gruselig, denn man muss schon ziemlich verrückt sein, um sein Leben so leichtfertig aufs Spiel zu setzen. Mit 200 über die Autobahn? Nein danke! Wenn es erlaubt ist, fahre ich höchstens 120.

Du wohnst in Berlin und auf Ibiza, zwei der lebendigsten Partyszenen der Welt. Was machst Du, wenn Du einfach mal abschalten willst?
In Berlin ist das einfach: Ich liege auf meiner Couch, sitze auf meinem Balkon, genieße den Blick über die Stadt oder höre mit geschlossenen Augen Musik. Auf Ibiza gibt mir das Meer Kraft: Das Wasser, die Luft – dadurch fühle ich mich verbunden. Das Meer ist für mich magisch und macht mich glücklich.  

Wie oft fährst Du heute noch selbst Auto?
Auf Ibiza fahre ich manchmal selbst Auto. In Berlin fahre ich aber Fahrrad – und das mache ich auch lieber.

Was ist Dein persönlicher Tipp, um sicher zum Festival zu kommen? 
Wer zum Festival will, sollte am besten mit dem Zug oder dem Bus anreisen – und Autofahrer sollten immer ausgeschlafen, konzentriert und nüchtern fahren.

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Alle Informationen zum Melt! Festival bekommt ihr auf der offiziellen Homepage! Weitere Infos zu „Runter vom Gas“ gibt es hier!


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