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PRINZ Videopremiere: KAIND feat. YOUNOTUS

Deep House trifft auf deutsche Sprache. Was als Club-Mix in deutschen Diskotheken bereits funktioniert, findet nun als Soloprojekt einen neuen Kontext!

Ein Sonderfall in der momentanen Clubszene ist KAIND allemal. Deutsche Texte verbinden sich mit elektronischen Klängen, tiefgründige Vocals stoßen auf Deep House – der Berliner Sänger und Produzent präsentiert moderne Clubsounds in einem neuen Kontext!

„Die nächste Evolutionsstufe innerhalb der deutschsprachigen Musik“ wird die musikalische Symbiose von KAIND treffend genannt. Und es stimmt, die Musik ist inspiriert aus Jazz und Soul verpackt in einer futuristischen Mixtur aus elektronischen Klängen. „Clubmelancholie“ nennt KAIND selbst seine Sounds! Das fanden wir bei PRINZ spannend und wollten mehr von dem Berliner Sänger wissen:

Wie bist du zur Musik gekommen?

Musik mache ich eigentlich schon immer. Ich hatte das Glück von klein auf gefördert zu werden. Einen eigenen Drive und Ehrgeiz, habe ich aber erst entwickelt als ich etwa 16 war. In der Phase verliert man ja gerne mal den Antrieb oder ein Ziel aus den Augen. So auch ich. Aus dieser Situation hab ich mich nur dank der Musik befreien können. Da habe ich zum ersten mal gemerkt: OK. Das macht mir mehr Spaß als alles andere.

Was hat den Ausschlag gegeben dich darauf zu konzentrieren?

Einfach der Umstand, dass es mir wahnsinnig schwer fällt Arbeit in etwas zu investieren, auf das ich keinen Bock habe. Wenn es um meine Musik geht, schlage ich mir hingegen liebend gerne die Nächte um die Ohren. Ohne Antrieb läuft eben nichts, auch wenn am Ende nur ein entspannter Song dabei rauskommt.

Deutsche Sprache trifft melancholischen Deep House – treffender könnte man es nicht ausdrücken. Wie bist du auf deinen Style gekommen? Was hat dich inspiriert?

Ja, das beschreibt meine erste Single „Leuchtturm“ ganz gut finde ich. Inspiriert dazu hat mich natürlich mein Faible für elektronische Musik, aber vor allem mein Umfeld. Ich singe schon seit längerem für andere DJs und Producer Vocals ein. Das habe ich bisher eigentlich nur auf Englisch getan. Die meisten DJs haben überhaupt kein Interesse an deutschen Texten. Zusammen mit den Jungs von YOUNOTUS und Johannes, mit denen ich zusammenwohne, haben wir den Leuchtturm als eine Art WG-Projekt realisiert. Ich finde manchmal klingen deutsche Texte auf elektronischen Tracks ein wenig aufgesetzt. Ich versuche durch meine Art zu Singen und organische Sounds eine Einheit zu schaffen, dabei aber die Klarheit eines Clubsongs zu behalten. Dabei ist einfach spannend, wie vielseitig dieser Sound ist. Er ist eben nicht nur auf den Club begrenzt. Mit meinen Jungs experimentiere ich aber in viele Richtungen. Elektronische Elemente sind immer wichtig. Ich möchte mich aber nicht so früh auf ein bestimmtes Genre festlegen lassen, mir ist eher wichtig dass jeder meine Songs für sich genommen funktioniert. Der Song führt zum Instrumental und nicht umgekehrt.

Dein Song Leuchtturm ist perfekt für einen chilligen Morgen, eine entspannte U-Bahn Fahrt, weckt aber auch ein wenig versteckte Frühlingsgefühle. Wie ist der Song entstanden?

Der Leuchtturm kommt ja mit sehr wenig Text aus. Den habe ich im Proberaum während einer Jamsession geschrieben, als ich mal eine ruhige Minute brauchte und auf der Couch saß. Am nächsten Nachmittag habe ich mich dann mit Johannes auf unsere Wohnzimmercouch gesetzt, er ganz klassisch mit Gitarre und in 2 Minuten hatte ich die Melodie fertig. Wir haben dann meinen Gesang und das Gitarrenriff sofort mit dem ins Macbook integrierte Mikrofon aufgenommen. Es ging erst mal darum nichts zu vergessen. Auf dem finalen Song sind aber genau diese Aufnahmen zu hören, irgendwie haben wir die Magie dieses Moments so nicht mehr hinbekommen. Da hilft dann auch keine lange Recordingsession mit teurem Equipment.

Für seine Debütsingle „Leuchtturm“ hat er mit seinen Mitbewohnern, dem DJ-Duo „YOUNOTUS“, an einem Track mit Ohrwurmpotential gearbeitet. Das passende Lyrik-Video zur neuen Single gibt es hier und jetzt als exklusive Videopremiere! Der ideale Soundtrack nach einer langen Party-Nacht!

„Ich will zeigen, wie international sich deutschsprachige Vocals anhören können. Im Idealfall fällt es dem Hörer gar nicht auf, dass ich auf Deutsch singe. Ich möchte die deutschsprachige Musik auf neue Art und Weise mit elektronischen Sounds verknüpfen“!

KAIND (feat. YOUNOTUS) – Leuchtturm

Momentan arbeitet KAIND auf Hochtouren an seinem Debütalbum, auf dem er mit den verschiedensten Spielarten elektronischer Musik und deutschen Texten experimentiert. Wir sind gespannt auf die Zukunft!

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Weitere Infos zu KAIND auch auf der offiziellen Website!