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Berlin: Eine Stadt voller Demonstranten

Berlin ist die Protest-Hauptstadt Deutschlands. Diese Tatsache erscheint zunächst einmal wenig überraschend, leben hier doch tausende Freigeister, Kreative und meinungsstarke Persönlichkeiten, die sich für ihre Rechte einsetzen. Dennoch ist die Anzahl täglicher Demonstrationen oder Kundgebungen, die in der Hauptstadt stattfinden, eindrucksvoll: Rund zwölf sind es an der Zahl. Da können sich andere Großstädte wie Hamburg, Köln oder Frankfurt noch eine Scheibe von abschneiden.



Berlin ist die Protest-Hauptstadt Deutschlands. Diese Tatsache erscheint zunächst einmal wenig überraschend, leben hier doch tausende Freigeister, Kreative und meinungsstarke Persönlichkeiten, die sich für ihre Rechte einsetzen. Dennoch ist die Anzahl täglicher Demonstrationen oder Kundgebungen, die in der Hauptstadt stattfinden, eindrucksvoll: Rund zwölf sind es an der Zahl. Da können sich andere Großstädte wie Hamburg, Köln oder Frankfurt noch eine Scheibe von abschneiden.

Auffällige Protestbewegungen gehören zum Alltag

Ob halbnackte Radler, die auf die Verletzlichkeit der Radfahrer im Straßenverkehr hinweisen oder kuttenbekleidete Motorradgangs, die gegen das Kuttenverbot protestieren – auffällige und manchmal auch ungewöhnliche Demonstrationen gehören zum Stadtbild von Berlin. Dabei ist es egal, ob man sich als Einheimischer oder als Tourist plötzlich inmitten einer Demo wiederfindet – was zum Gucken und Staunen gibt es hier immer. Allein im Jahr 2014 zählte die Versammlungsbehörde in der Hauptstadt rund 4.950 Demonstrationen. Zwar war Berlin schon immer ein Zentrum von Protestbewegungen, doch im Vergleich zum Jahr 2010 beispielsweise hat sich die Anzahl der Demos verdoppelt – und es ist kein Rückgang in Sicht. Im Gegenteil: Neben festen Demos wie dem jährlichen Christopher Street Day gibt es auch immer wieder neue Bewegungen in der Hauptstadt. 

Aktuell nimmt beispielsweise die Protestbewegung gegen die neue EU-Urheberrechtsreform mehr und mehr an Fahrt auf. Während die offizielle Demo gegen die umstrittenen Upload-Filter auf den 23. März gelegt wurde, fanden schon vorher zahlreiche Proteste in Berlin durch Bündnisse wie „Berlin gegen 13“ statt. Das Bündnis befürchtet wie viele andere Gegner des Gesetzes eine Schwächung der Netzkultur und sieht in den Upload-Filtern eine Gefahr für das Recht auf freie Meinungsäußerung. Gleichzeitig machen die Demos auch Unwissende auf die potentielle Gefahr für das freie Internet aufmerksam, wodurch sich aktuell viele Nutzer über die neuen Upload-Filter informieren – und vielleicht einer kommenden Demonstration anschließen. 

Fridays for Future

Ähnlich populär sind die derzeitigen „Fridays for Future“, die von der jungen Aktivistin Greta Thunberg ins Leben gerufen wurden. Die 16-Jährige begann in ihrer Heimat Schweden vor dem Reichstag in Stockholm für ein besseres Klima zu protestieren und löste damit eine Massenbewegung aus – die selbstverständlich auch Berlin erreicht hat.

Immer mehr Kinder nutzen die Freitage jetzt, um für ein besseres Klima zu protestieren und setzen damit ein klares Zeichen, dass sich die Welt – und vorrangig die Politik – für einen besseren Klimaschutz einsetzen muss. Wenn ihr euch dieser Protestaktion anschließen wollt, könnt ihr am 29. März in den Berliner Invalidenpark in Mitte kommen. Hier soll die aktuelle Klimastreik-Kundgebung stattfinden, die von Greta Thunberg angeführt wird. 


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