Auf was achtest du persönlich, wenn du in eine Bar gehst, als Erstes?
Auf den Umgang des Personals mit den Gästen, den Service – das ist und bleibt das wichtigste Element einer Bar.
Was findest du am schlimmsten? Was oder welches Verhalten nötigt dich vielleicht sogar, eine Bar sofort wieder zu verlassen?
Besserwisserische Bartender, die den Gast bevormunden. Schlechter Service, zu laute Musik.
Kannst du derzeit ein Trend bei den Mixgetränken erkennen?
Es geht ganz klar hin zu einer besseren Qualität bei den Aromen. Eine Bar, die heute nicht mit frischen Zitrussäften arbeitet, besitzt keinen Status in der Szene. Außerdem sind die Klassiker wieder en vogue. Wir sind in der glücklichen Lage, wieder viele Originalquellen zur Verfügung zu haben und können so die Cocktailklassiker des 19. Jahrhunderts nachmischen.
Und was tut sich beim Interieur?
Ein interessanter Trend ist das Comeback ausgefallener Tapeten im Interieur. Mehrere Neueröffnungen der letzten Monate schmücken sich mit großflächigen viktorianischen oder barocken Mustern an den Wänden. Das glatte, zu cleane Endneunziger-Design ist am Verschwinden. Man möchte wieder mehr Wärme, mehr Wohnzimmer.
Was macht die Berliner Barszene für dich aus? Bisher dominierte eine starke, vielleicht zu starke klassische Haltung in den bekannten Bars. Das bricht jetzt langsam auf, indem sich in neueröffneten Etablissements die klassische und die kreative Underground-Szene mehr mischen. Die Ergebnisse sind spannend. Die Berliner Barszene hat in den letzten Jahren definitiv einen Sprung nach vorne gemacht.