Ist das dein Bus? Ja, den hab ich mir Ende des Sommers gekauft. Den Winter über will ich ihn ausbauen, mit einem Bett und einem Gasherd und so weiter. Und dann geht’s ab auf Festivals, wenn die Saison wieder anfängt. Vielleicht mach ich auch mal wieder eine längere Tour.
Wo soll es denn hingehen? Der ehemalige Ostblock würde mich interessieren. Einfach so rumfahren und Land und Leute kennen lernen. In Kroatien gibt es außerdem jeden Sommer ein schönes Musikfestival direkt am Meer, vielleicht reise ich auch dahin.
Was magst du am Unterwegssein? Das Rauskommen aus dem Alltag. Die vielen Eindrücke. Die Organisation des Alltäglichen läuft dann ganz anders. Fragen wie „Was esse ich heute? Wo schlafe ich heute?“ stellen sich im normalen Leben nicht in dieser Schärfe. Wenn man raus aus seiner gewohnten Umgebung ist, fängt man an, sich selbst und was man tut zu reflektieren.
Und man erlebt jede Menge Abenteuer, oder? Ja, da passieren schon aufregende Dinge. Ich saß auch schon einmal eine Nacht im Gefängnis, weil ich mit Freunden an einer Stelle gecampt habe, an der das verboten ist. Da kamen dann morgens die Bullen und haben uns eingesammelt. Wir mussten vor Gericht, uns entschuldigen und versichern, dass wir nicht wussten, dass Zelten dort verboten ist. Dann durften wir wieder gehen.
Wo war denn das? In Griechenland. Ansonsten sind die Griechen aber echt super. Die verstehen es, zu feiern. Wir hatten viel Spaß mit denen und natürlich jede Menge Ouzo (lacht).
Johannes Büttner

ARTURS OUTFIT
„Ich fahr momentan auf einen etwas prolligeren Style ab. Die Jacken habe ich von einem Freund geliehen.Als nächstes möchte ich mir Reitstiefel kaufen. Damit kann ich dann strammen Schrittes durch Friedrichshain stolzieren.“