Raclette im Sommer. In diesem Jahr kein Konzept, das sich ausschließt …
Ich hatte anfangs auch Bedenken und habe in den ersten Jahren über die Sommermonate das Restaurant geschlossen. Es gefiel mir, den ganzen Sommer über frei zu haben. Dann haben wir gemerkt, dass so auch kein Geld reinkommt …

… und ihr habt den Laden aufgelassen.
Wir können die Fensterfront öffnen und haben auch draußen Sitzplätze. Es gibt außerdem nicht nur Raclette. Die Gäste bekommen einen mobilen Grill an den Tisch, wo sie selbst den Käse, Steak oder Poulardenbrust grillen können. Das macht auch an lauen Sommerabenden großen Spaß.

Bei „Ich bin ein Star, holt‘ mich hier raus!“ musstet ihr teilweise Hunger schieben. Von welchem Gericht hast du geträumt?
Steak frites, ein französischer Klassiker, den es auch bei uns gibt.

Kriegt man seit deinem Sieg im Dschungel überhaupt noch einen Platz bei dir?
Danach gab es einen ziemlichen Run aufs Restaurant. Manche kamen dann auf eine Cola Light und wollten nur mal den Peer treffen, was mich auch gefreut hat. Aber es hat zu Missstimmung geführt. Das hat sich inzwischen gelegt.

Erzähl‘ mal in drei Sätzen, was du seit dem Dschungel so alles gemacht hast …
Wenn man auf einmal ins Bewusstsein von Millionen von Menschen gerät, sind auch Regisseure und Produzenten dabei. Ich habe gerade eine Serie für Sat1 abgedreht und und im Herbst startet bei Pro7 meine Taff-Rubrik „Amor am Limit“,wo ich Menschen, die ihre Hoffnung auf die Liebe schon fast aufgegeben haben, bei der Partnersuche helfe.

Du bist als eine Art Kultfigur menschlicher Integrität aus dem Dschungel gekommen. Hast du das auf den Straßen Kreuzbergs gelernt?
Ich denke schon, dass ich hier gelernt habe, mit Konfliktsituationen umzugehen und zu meinen Idealen zu stehen. Ich hatte allerdings gedacht, ich könnte im Dschungel von meinen lebenserfahrenen Mitstreitern wie Rainer Langhans oder Matthieu etwas lernen. Dass es anders herum kam, hat mich selbst am meisten überrascht.

Du hast ziemlich gut zu tun als Dschungelkönig und bist nicht immer in der Stadt. Wer schmeißt dann das Restaurant?
Das Team und meine Freundin Bella. Sie ist Fotografin, hat sich aber inzwischen zu einer echten Gastronomin gemacht. Das läuft also nach dem Familienprinzip. Wenn einer nicht kann, springen die anderen ein.

Welchen deiner Dschungel-Kollegen würdest du heute noch einladen?
Alle. Tatsächlichen Kontakt habe ich aber vor allem zu Rainer Langhans, der vorbei kommt, wenn er in der Stadt ist und zu Sarah Knappik und Katy Karrenbauer, die sowieso hier wohnen.

Wen kann man hier sonst so alles treffen?
Ich habe mir gestern bei Aldi einen Fernseher gekauft. Da sagte mir die Kassiererin sie habe eine Reservierung bei uns, auf die sie sich schon freue. Hier kommen die verschiedensten Menschen zusammen – von der Kassiererin bis hin zum Rechtsanwalt.

Und wie oft ist der König höchstpersönlich im Haus?
Fast immer – außer wenn ich drehe.