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Cannabis-Therapie: Berlin als erster Standort für nowomed

Cannabis galt lange Zeit als Betäubungsmittel ohne großem medizinischen Nutzen. Die Medizin entdeckt es allerdings in den vergangenen Jahren zunehmend als mögliches Arzneimittel, mit dem sich Schmerzen und andere Beschwerden reduzieren lassen. Das hat dazu geführt, dass Ärzte und Ärztinnen seit 2017 die Möglichkeit haben, eine Behandlung mit Medizinal-Cannabis zu starten. Das Startup nowomed möchte mit seinem Online-Portal eine Schnittstelle bieten, über die Patienten und Mediziner digital in Verbindung treten und die Möglichkeiten einer Cannabis-Therapie abklären können. Auch die anschließende Begleitung der Therapie soll über die Telemidzin-App möglich sein.

Liberalisierte Politik öffnet Türen für Cannabis-Therapien

Auf Antrag der Weltgesundheitsbehörde hat die UN-Suchtstoffkommission im Jahre 2020 Cannabis auf der Liste der gefährlichen Drogen (UN-Drogenkonvention, 1961) neu kategorisiert. Damit hat sich die Tür zur Anerkennung des medizinisch-therapeutischen Potenzials von Cannabis geöffnet. Im selben Jahr hat die EU festgelegt, den in Cannabis enthaltenen Wirkstoff CBD nicht länger als Betäubungsmittel zu führen, sondern als mögliches Lebensmittel.

Die Hürden zur medizinischen Nutzung in Form einer Cannabis-Therapie sind zwar weiterhin hoch, aber die Grundlagen für eine Anwendung haben sich durch diese Entscheidungen deutlich verbessert. Das hat auch Auswirkungen auf den Handlungsspielraum der Ärztinnen und Ärzte und eröffnet vielen Patienten zumindest neue Perspektiven in Sachen Therapie.

Weg zur Cannabis-Therapie im digitalen Zeitalter

Bisher wird Cannabis vor allem in der alternativen Medizin eingesetzt, die Schulmedizin hat aber ebenfalls begonnen, das Potenzial zu nutzen. Ein Nachteil war es bisher, dass Patientinnen und Patienten oft nicht wussten, woher sie Informationen zu Cannabis, THC oder CBD beziehen sollten. Im Internet gibt es zwar zahlreiche Artikel, aber eine individuelle, auf ihre eigene Krankheitsgeschichte zugeschnittene Beratung war bis jetzt schwierig. Schließlich sind Ärzte und Ärztinnen mit Cannabis-Erfahrung schwer zu finden. Über sein Online-Portal bringt das Startup nowomed nicht nur die wichtigsten Informationen zum Thema zu den Patientinnen und Patienten, sondern stellt vor allem den Kontakt zu spezialisierten Ärztinnen und Ärzten her.

Eine solche, digitale Schnittstelle hat viele Vorteile. Sie erspart den Ratsuchenden die langwierige Suche nach einem Arzt, der sich zum Thema Cannabis-Therapie auskennt. Zudem gibt sie ihnen die Möglichkeit, ihre bisherige Krankheitsgeschichte online in allen Details vorzustellen, wichtige Dokumente in das persönliche Profil zu laden und in kürzester Zeit eine Auswertung bzw. Vor-Anamnese durch spezialisierte Medizinerinnen oder Mediziner zu erhalten. Erst dann wird ein zeitnaher Termin vereinbart.

Auch das geht über das Online-Portal. Der spezialisierte Mediziner klärt dann mit dem Patienten/der Patientin in einem persönlichen Erstgespräch am neuen nowomed-Standort Berlin eine mögliche Cannabis-Therapie ab und gewährleistet eine umfassende Beratung. Weil die Erstgespräche nicht via Video-Konferenz erfolgen dürfen, sollen bereits im Januar 2022 in München und Köln weitere Standorte eröffnet werden.

Vernetzung und Vereinfachung als Vision für die Zukunft

Das große Ziel von nowomed Gründer und CEO David Schmidt und seinem medizinischen Direktor Florian Wesemann ist eine Plattform-as-a-Service-Lösung. Das Unternehmen arbeitet deshalb am „nowomed digital-lab“, einem von Medizinern und Patienten nutzbaren, digitalen Ökosystem. 

Den Blick über den eigenen Tellerrand soll die Plattform „nowomed science“ bieten, auf der Mediziner sich austauschen, wissenschaftliche Erkenntnisse teilen und so die Medizin in den Bereichen Cannabis-Therapie bzw. weiterer alternativmedizinischer Methoden vorantreiben sollen. David Schmidt hat aber eine noch viel weitreichendere Vision.

„Die Vision von nowomed ist aber viel größer und die Cannabis-Therapie zunächst nur unser Vehikel dorthin. Als Anbieter von telemedizinischen Anwendungen für alternative Therapien und Spezialist für eine moderne Cannabinoid-Therapie haben wir ein digitales Umfeld für Ärztinnen und Ärzte entwickelt, um Patientinnen und Patienten effektiv zu helfen. Später soll unsere Plattform allen Ärztinnen und Ärzten, aus allen Disziplinen offenstehen. Wir wollen Deutschlands erste Anlaufstelle für Telemedizin-Lösungen werden.“

So soll sich das Unternehmen über die Cannabis-Therapie hinaus zum Marktführer in Sachen Telemedizin-Lösungen entwickelt.

Ein Online-Portal wie das von nowomed trägt durch das hohe Maß ihrer Automatisierung und Digitalisierung dazu bei, dass Patientinnen und Patienten während ihrer Suche nach Hilfe auf möglichst wenige, auch technische, Hürden stoßen und schnell die Hilfe erhalten, die sie benötigen. Um hier bestmögliche Dienstleistungen zu bieten, steht allen Ratsuchenden ein kompetentes Support-Team zur Verfügung, das alle Fragen beantwortet. Egal, ob es um die Registrierung, eine Fachfrage zum Thema Cannabis oder die Vereinbarung einer Online-Sprechstunde geht, das Team von nowomed unterstützt dabei.

Medizinisches Cannabis in Deutschland. Quelle: Statista

 

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