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Selbstständig in Berlin – So sichern Sie sich ab

Sicherlich habt ihr jetzt ganz schön viel um die Ohren, wenn ihr gerade ein eigenes Unternehmen in der noch immer – boomenden Stadt Berlin gegründet habt. Ein eher lästiges Thema bei der Unternehmensgründung: welche ist die richtige Krankenversicherung für mich. In diesem Artikel erfahrt ihr, was die Vor- und Nachteile der Privaten Krankenversicherung (PKV) gegenüber der Gesetzlichen (GKV) sind, und ob es sich als Freiberufler oder Selbstständige lohnt, in die Private Krankenversicherung zu wechseln.

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Tarifstruktur bei der GKV

Bei der gesetzlichen Krankenversicherung sind die Tarife grundsätzlich vom Bruttojahresgehalt abhängig. Wer mehr verdient, zahlt mehr ein.

Selbstständige müssen – im Gegensatz zu Angestellten – ihre Beiträge in die gesetzliche Krankenversicherung komplett selbst stemmen. Für gutverdienende Freiberufler ist das oft sehr teuer, denn der maximale Beitragssatz bei der GKV beträgt derzeit 842 Euro monatlich.

Auf der anderen Seite des Spektrums liegt der Mindestbeitragssatz zur GKV, der zurzeit bei 190 Euro monatlich liegt. Dabei geht die Krankenkasse von einem Mindestbruttoeinkommen von 1061,67 Euro pro Monat aus. Gerade Leute, die sich erst selbstständig gemacht haben, und noch nicht so viel verdienen, kann das ein großer Kostenfaktor sein. Es empfiehlt sich für neugestartete Gründer daher einen Termin im Jobcenter zu vereinbaren, und nachzufragen ob man für sein Unternehmen eine staatliche Förderung erhalten kann, um die anfänglichen finanziellen Schwierigkeiten besser überbrücken zu können bis das Geschäft läuft.

Prinzipiell gilt, dass Selbstständige, die sehr gut verdienen, in der PKV günstiger wegkommen als in der GKV.

Selbstständige müssen keinen Nachweis über Mindesteinkommen bringen

Der Vorteil für Selbstständige ist, dass sie nicht wie Angestellte ein Mindestjahreseinkommen haben müssen, um in die PKV aufgenommen zu werden. Grundsätzlich kann jeder Selbstständige, egal wie viel er/sie verdient, Mitglied bei einer PKV werden.

PKV besonders attraktiv für junge gesunde Singles

Wer jung und gesund ist, und keine Kinder hat, bekommt als Selbstständiger in der PKV oft sehr günstige Tarife angeboten. Dieser Umstand, gepaart mit einem besseren Leistungsspektrum, machen die PKV für jene Selbstständigen sehr attraktiv. Im Gegensatz zur GKV, in der nicht gewählt werden kann, welche Leistungen man bezahlt bekommen möchte, hat man bei einer PKV die Wahl zwischen verschiedenen Tarif-Paketen, die unterschiedliche Leistungen abdecken. Leistungen, die als unwichtig oder unnötig angesehen werden, könnt ihr dann ausschließen, und stattdessen nur jene Bausteine wählen, die für euch wichtig sind.

Außerdem habt ihr in der PKV Anspruch auf Leistungsgarantie. Das bedeutet, dass das, was an Leistungen bei Vertragsabschluss vereinbart wurde, auch garantiert bezahlt wird. Bei der GKV dagegen werden aufgrund von Sparmaßnahmen gelegentlich Leistungen ersatzlos gestrichen – ärgerlich, wenn man darauf angewiesen war.

Familie mit Kindern – PKV oder GKV?

In der GKV sind Kinder der Versicherten bis zum 25. Lebensjahr kostenlos mitversichert – sofern die Kinder sich nicht selbst versichern müssen, weil sie eine Arbeit angefangen haben.

Bei der PKV seid nur ihr versichert, eure Kinder müsstet ihr in der PKV extra versichern, was mit höheren Beiträgen einhergeht. Viele private Krankenversicherungen bieten Familientarife an. Daher solltet ihr unbedingt mehrere Angebote bei unterschiedlichen privaten Krankenversicherungen einholen und vergleichen. Ganz unkompliziert können ihr das zum Beispiel auf Finanzen.de erledigen.

PRINZ wünscht allen Neugründern und Selbstständigkeit viel Erfolg, weiterhin Mut aber auch ein wenig Gelassenheit 🙂


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