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Wer nichts wird wird… bestenfalls erfolgreich im Beruf

Der Weg zum Abitur ist lang und steinig, aber hat man ihn erstmal beschritten und gemeistert steht einem die Universitäten-Welt offen und damit später auch die Berufswelt, so hofft man. Aber die Wahl des Studiums sowie der dazu passenden Universität oder Fachhochschule ist bei weitem nicht so leicht, wie man denken sollten. In Deutschland hat man die Qual der Wahl, denn es gibt zahllose Bildungsstätten mit gutem bis ausgezeichnetem Ruf und dann stellt sich natürlich noch die Frage: Bleibe ich in meiner Heimatstadt oder probiere ich was Neues und ziehe dorthin, wo die beste Uni/FH für mich ist.

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Betriebswirtschaftler – der unterschätzte Praktiker

Über die letzten Jahre hinweg hat sich die Betriebswirtschaftslehre als absoluter Kassenschlager herausgestellt, denn dieser Studiengang ist mit Abstand der meistbesuchte in der ganzen Republik. Im Wintersemester 2019/2020 waren es fast 235.000 die BWL studierten und das zweitbeliebteste Studienfach (Maschinenbau) mit 120.000 Studenten hing weit hinterher. Aber wie kommt es, dass sich so viele junge Menschen für das BWL-Studium entscheiden? Denn auch wenn es ein Massenunifach ist, wird vom Studenten viel abverlangt und wer keine eiserne Disziplin gepaart mit Ausdauer und Organisationsvermögen mitbringt gibt schnell nach dem zweiten Semester auf und sucht sich einen Studiengang, der etwas leichter von der Hand geht. Also, was ist die Motivation für fast 235.000 Studenten?

Fragt man die Experten, so bekommt man eine fast einstimmige Antwort: Quasi jedes Unternehmen braucht die Expertise und Unterstützung eines Betriebswirts. Und somit sind die Chancen auf einen festen Arbeitsplatz und eine Karriere nicht so abwegig wie bei vielen anderen Studiengängen. Wem Controlling und Unternehmensplanung sowie Marketing und Rechnungswesen liegen und Freude bringen, der hat den richtigen Studiengang für sich gefunden. Aber damit ist die große Frage nach der richtigen Uni/FH noch nicht beantwortet. Denn jeder Arbeitgeber guckt nicht nur auf den Abschluss, sondern auch an welcher Bildungsstätte dieser gemacht wurde. Also ist eine kluge Wahl hier sehr empfehlenswert.

Wo studieren

Und bei dieser helfen einem die jährlichen Uni-Rankings, die verschiedene Fachzeitschriften und andere Institutionen veröffentlichen. Gehen wir nach dem, was die Wirtschaftswoche für 2016 ermittelt hat, so sind die besten Unis/FHs für BWL die Uni Mannheim, die Münchner LMU, die WHU Otto Beisheim School of Management, die Universität zu Köln, die Westfälische Wilhelms-Universität und die Johann Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt a.M.. Aber da diese Rankings kein Geheimnis sind ist der Ansturm auf gewisse Unis/FHs weitaus höher als auf anderen, weswegen der Studiengang BWL mittlerweile auch auf Maßnahmen wie Numerus Clausus und vorgeschaltete Eignungsprüfungen, die wir sonst eher vom Jura- und Medizin-Studium kennen, zurückgreifen muss. Aber hat man es erstmal an seine Traum-Uni geschafft, kann einem nur noch die eigene Motivation im Wege stehen und die Entscheidung ob Master oder Bachelor und welchen fachlichen Fokus man in den nächsten Jahren setzen will.

Spezialisierungsrichtung Rechnungswesen

Innerhalb des BWL-Studiums hat sich ein klarer Trend zum Rechnungswesen entwickelt, da dieser besonders gute Berufschancen und somit ein sehr ansprechendes Gehalt suggeriert. Eine Affinität zur Mathematik und logisches bis abstraktes Denkvermögen sind hier unabdingbar… und natürlich auch hier wieder die richtige Wahl der Schule. Und so haben sich für das Rechnungswesen die Frankfurt School of Finance, die Uni Mannheim, die LMU München und die Universität zu Köln als besonders empfehlenswert herausgestellt und sind dadurch heiß begehrt unter den Studienanfängern.

Ein interessanter Fakt über die Studenten der Betriebswirtschaftslehre ist auch, dass hier beide Geschlechter nahezu gleich vertreten sind. So waren es in Jahre 2014 ganze 48 Prozent Frauen und 52 Prozent Männer, die mehr über Vertrieb, Produktion und Personalwesen lernen wollten.

Der Start ins Berufsleben

Aber auch das Studentenleben nimmt einmal ein Ende und man findet sich mit seinem Bachelor/Master in der Hand auf Jobsuche. Und wieder stehen alle Türen und Tore offen und es stellt sich die fast selbe Frage: Wohin geht die Reise? Einige Studenten haben diese Frage schon ein wenig innerhalb ihres Studiums ergründet und Erfahrungen in einem Auslandssemester gesammelt, für andere birgt diese Option noch ein großes Fragezeichen und Abenteuerlust in sich. Aber wenn man eine steile Karriere in diesem Bereich plant, dann sind Auslandserfahrungen so gut wie unabdingbar und man sollte diese besser so jung wie möglich sammeln.

Karriereförderung durch Auslandserfahrung

Mit dem Ausland ist aber meist auch eine fremde Sprache verbunden und so kommt man nicht umhin seinen Abschluss und eventuell auch seine ganze Abschlussarbeit übersetzen zu lassen. Der springende Punkt ist hier, dass, besonders die Abschlussarbeit, aber auch der Lebenslauf und das Bewerbungsschreiben von jemandem übersetzt werden sollte, der über Fachwissen und Sprachgefühl gleichermaßen verfügt, damit der zukünftige Arbeitgeber nicht nur die Quintessenz versteht, sondern der Bewerber in all seiner Brillanz wahrgenommen werden kann. Denn, auch im Ausland ist die Konkurrenz groß.

Voraussetzungen schaffen – Fachübersetzung von Texten und Dokumenten

Selbst übersetzen fällt deswegen als Möglichkeit also weg. Ein guter Fachübersetzer mit einem Abschluss auf dem gleichen Gebiet ist gefragt. Aber diese Suche kann schnell in einer Sackgasse enden, da schwierig zu entscheiden ist, nach welchen Kriterien man die Auswahl treffen sollte. Hier empfiehlt sich also gleich den Profi ranzulassen und mit einer erfahrenen Übersetzungsagentur zusammen zu arbeiten. Sinnvoll ist es auch, lokal nach Anbietern zu suchen, man also als Bewohner der deutschen Hauptstadt lieber das Übersetzungsbüro Berlin kontaktiert, um eventuell Originale vorbeibringen zu können, falls ein Scan nicht ausreicht. Diese Übersetzungsbüros haben ein breites Repertoire an Fachübersetzern, die vor allen Dingen auch Muttersprachler der Zielsprache sind und somit ein gelungenes Endprodukt garantieren und auch eine beglaubigte Übersetzung liefern können. Denn, bis zum Vorstellungsgespräch, in dem man persönlich von sich überzeugen kann, kann nur der Abschluss und die Abschlussarbeit für einen sprechen und wenn diese nicht einwandfrei sind, dann waren die letzten Jahre der Schufterei schnell umsonst. Und dann gilt eventuell wirklich: Wer nichts wird wird Wirt; wer gar nichts wird, wird Fachwirt. Deswegen empfiehlt sich auf den letzten Metern zum Traumjob unbedingt sein hart erarbeitetes Fachwissen anwenden und nur mit kompetenten Partnern zusammenarbeiten. Diese goldene Regel zahlt sich eigentlich immer aus.


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