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Wie digital ist Berlin? – so fortgeschritten ist Deutschlands Hauptstadt

Die Digitalisierung ist derzeit ein Thema, das sogar die Politik beschäftigt. Unter anderem SPD, Linke und Grüne haben sich bereits mehrfach über die Digitalisierung geäußert. Im Grunde gibt es jedoch praktisch keine Partei in Deutschland, die das Thema nicht auf irgendeine Weise angesprochen hat. Auch bei der Europäischen Union wird darüber geredet. Es steht bereits seit längerem zur Diskussion, Start-ups im digitalen Bereich mit EU-Geldern zu fördern.

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Hierzulande ist es vor allem die Stadt Berlin, die bei der Digitalisierung Deutschlands eine tragende Rolle einnimmt. Schon seit längerer Zeit gilt Berlin als selbsternannte digitale Hauptstadt Deutschlands. Doch ist diese Bezeichnung überhaupt gerechtfertigt? Ist Berlin tatsächlich eine digitale Metropole? Um diese Fragen zu klären, werfen wir am besten einen Blick darauf, wie fortgeschritten die Hauptstadt wirklich ist.

Digitale Infrastruktur könnte besser sein

Als eine digitale Metropole dürfte Berlin kaum durchgehen. Denn im Gegensatz zur kulinarischen Infrastruktur, die unter anderem leckere Brunch- und Frühstücksoptionen beinhaltet, ist die digitale Infrastruktur weit weniger lobenswert. Tatsächlich steht Berlin, was die Ausstattung mit schnellen Glasfaserverbindungen anbelangt, nicht an der Spitze. Städte wie Hamburg und Köln schneiden diesbezüglich schon weit besser ab. Sie sollten zwar keine Probleme haben, Ihr mobiles Internet zu nutzen, mit anderen digitalen Metropolen kann die deutsche Hauptstadt jedoch nicht mithalten. Dafür schneidet sie zumindest innerhalb Deutschlands recht solide ab. Zumal stark davon auszugehen ist, dass sich Berlin in den kommenden Jahren noch immens weiterentwickeln wird. Wir können also gespannt sein, was noch so auf uns zukommt.

In Berlin ist der Alltag mit am digitalsten

Unterschiedliche Statistiken und Studien beweisen, dass der Alltag in Berlin zu den digitalsten in Deutschland gehört. Unter anderem beim elektronischen Kontakt mit Behörden, stehen die Berliner mit an vorderster Stelle. In Bremen und Hamburg sind die Behördengänge zwar noch digitaler, dafür spielen hier sowohl Online-Zeitschriften als auch Online-Zeitungen eine weniger wichtige Rolle. In Berlin sind sie schon deutlich populärer. Doch das ist nur eines von vielen Beispielen. Fakt ist, dass Berlin zu den digitalsten Städten Deutschlands gehört. Sie als Hauptstadt der Digitalisierung zu bezeichnen, wäre jedoch ein wenig weit hergeholt. Es gibt andere Städte in Deutschland, die dafür ebenfalls infrage kommen würden. Einige davon hätten den Titel womöglich sogar mehr verdient. Doch das ist immer ein Stück weit Ansichtssache.

So oder so ist der digitale Alltag in Berlin beachtlich. Tatsächlich nutzen über 70% aller Berliner im Alter von 14 bis 99 Jahren mindestens einmal täglich das Internet. Vor fünf oder gar zehn Jahren waren diese Werte weit geringer. Und es ist noch lange nicht davon auszugehen, dass das Maximum erreicht ist. Schließlich schreitet die Digitalisierung stetig voran. Es ist daher damit zu rechnen, dass in Zukunft noch weit mehr Menschen das Internet nutzen werden. Wie unser Leben dann aussehen wird, lässt sich bisweilen jedoch nur schwer abwägen. Denn bisher weiß schließlich niemand, was so für neue Technologien dazukommen werden. 

Eine beachtliche digitale Gründerszene

Die digitale Infrastruktur Berlins mag vielleicht ihre Makel haben. Doch wenn es um die digitale Gründerszene geht, steht Berlin zumindest in Deutschland an der Spitze. Viele erfolgreiche digitale Start-ups kommen aus der deutschen Hauptstadt. Nirgendwo sonst gibt es hierzulande so viele IT-Neugründungen. Digitale Arbeit ist in Berlin längst nichts Ungewöhnliches mehr. Es ist daher mit einer schnellen Veränderung des Arbeitsmarkts zu rechnen. Das bringt einige Vorteile mit sich. So gehört Berlin beispielsweise zu den Städten in Deutschland, wo prozentuell gesehen verhältnismäßig wenige Beschäftigte durch die Digitalisierung ihren Job verlieren könnten. Außerdem gibt es weit weniger Fachkräfteengpässe im IT-Bereich. Die Situation in Bayern oder Baden-Württemberg ist da schon wesentlich schlimmer. 

Es ist übrigens davon auszugehen, dass die Gründerszene Berlins in den kommenden Jahren noch stärker sein wird. Bereits jetzt investiert die Hauptstadt große Summen in die digitale Forschung. Mehrere Millionen Euro an Geldern wurden hierfür schon ausgegeben. Auf diese Weise wird Berlin sich womöglich schneller digitales Wissen aneignen, als es bei den meisten anderen deutschen Städten der Fall sein wird. Dieses Wissen kann für die unterschiedlichsten Projekte genutzt werden. Es ist davon auszugehen, dass es vor allem in der Bildung und Industrie von Bedeutung sein wird. 


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