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Indian Summer in den Bergen – Die schönsten alpinen Wellness-Hotels für den Herbst (Teil 1)

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Der Sommer 2021 war eher durchwachsen, umso mehr haben wir uns einen schillernden Herbst verdient. Genussvolle Wanderungen durch goldene Wälder, Saunagänge mit Blick auf herbstlich gefärbtes Laub und eine Tasse Tee vor knisterndem Kaminfeuer. In welchen Wellness-Refugien der Indian Summer berauschend wird, verrät die Wellnesshotel-Testerin Andrea Labonte. 

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Das Bad Moos Dolomites Spa Resort – Mitten im UNESCO Weltnaturerbe der Sextener Dolomiten

Morgendliches Schwimmvergnügen im Outdoorpool des Bad Moos Dolomites Spa Resorts

Das Bad Moos Dolomites Spa Resort ist von der Natur in vielerlei Hinsicht begünstigt. Zunächst durch seine Lage, umgeben vom UNESCO Weltnaturerbe der Sextener Dolomiten. Schon ihr Anblick lässt mich bei frischer Bergluft staunen. Besonders am Morgen, wenn ich im Outdoor-Pool bei aufgehender Sonne gemächlich meine Bahnen ziehe. Umgeben vom warmen Wasser gleite ich hinein in die Südtiroler Bergwelt, deren Gipfel sich glitzernd im Wasser spiegeln. Mit seinen entspannenden Sprudelliegen lädt der Pool nicht nur zum Schwimmen, sondern auch zum aquatischen Müßiggang ein. Dabei ist der Outdoorpool durch eine Schleuse mit dem 14 x 10 m großen Ozon-Indoor-Pool verbunden. Dank großer Fensterfronten schwimme ich auch hier im Angesicht der Berggiganten.

Neben der erstklassigen Lage hält das Bad Moos Dolomites Spa Resort noch einen weiteren Trumpf im Ärmel: Und zwar eine eigene Schwefelquelle, die munter aus dem Fischleintal direkt in das Hotel fließt. Sie bildet das Herzstück des 2.500 qm großen Hotel-Spa und scheint ein wahrer Alleskönner zu sein. Mit seinen mineralreichen Bestandteilen aus Sulfat, Fluorid, Magnesium, Kalzium und Eisen wirkt das Quellwasser wie ein gesundheitsförderndes Elixier.

Erhebendes Wanderglück

Die Sextener Dolomiten, ein Eldorado für Wanderer und Bergsteiger

Belebend wirkt auch die Wanderung, auf die ich mich nach meinem morgendlichen Schwimm-Ritual begebe. So ist das Bad Moos Dolomites Spa Resort für alle „Bergfexe“ (Anm. d. Red.: österr. für leidenschaftliche Bergsteiger) genau die richtige Adresse. Denn zu malerischen Wanderungen, Rad- oder Mountainbike-Touren, Spaziergängen und sogar zu Ski- und Langlauf-Abenteuern kann ich direkt vom Hotel aus starten. Dabei begeistert mich die Wanderung vom Hotel durch das Fischleintal hinauf zur Drei Zinnen Hütte ganz besonders.

Aber auch die Alpe-Nemes- Hütte, der Kreuzbergpass und der Kreuzberg stellen lohnende Ausflugsziele dar und bringen Farbe in meinen Urlaubsalltag. Für alle Kletterer, die von ganz weit oben auf die leuchtende Farbpracht der herbstlichen Welt hinunterblicken möchten, bietet sich ein Besuch der Alpinschule Drei Zinnen an. Hier erhalten interessierte Besucher Schulungen rund um das Bergsteigen, Trittsicherheit und Klettertechnik. Für geübte Kletterer stellen die steilen Felswände der Sextener Sonnenuhr aber auch die Dreischusterspitze ideales Terrain dar.

Das Saunarium – ein buntes Sauna-Karussell

Nach dem Sauna-Besuch verspricht ein Streifzug durch den herbstlichen Hotelgarten Abkühlung

Nach meinen Wanderungen in den Dolomiten springe ich am Nachmittag neugierig auf, auf das bunte Sauna-Karussell des Hauses und staune nicht schlecht über die Vielfalt. Angefangen von der finnischen Sauna über die Biosauna bis hin zu der aus Lärchenholz gebauten Textilsauna erlebe ich hier bei abwechslungsreichen Aufgüssen herbstliches Sauna-Glück.

Lediglich der Damenwelt vorbehalten ist die aus Fichtenholz gezimmerte 60°C warme Lady Sauna. Das Vapor Dampfbad lockt mit einer Luftfeuchtigkeit von 100% und einer etwas milderen Temperatur von 45°C. Bei Muskelverspannungen nach anstrengenden Berg-Touren empfiehlt sich der Besuch der hoteleigenen Infrarot-Kabine, die bei 35°C das Immunsystem auf sanfte Weise stärkt. Nach dem Saunabesuch erfrischt mich die kühle Regendusche mit ihrem Schwefel-Quellwasser und ein Spaziergang im herbstlichen Hotelgarten. Am knisternden Kaminfeuer des Ruheraums und in der Relaxgrotte schalte ich beim leisen Rauschen der Schwefelquelle ab.

Weitere Infos: www.badmoos.it/de

Weltabgeschiedenheit und Natur pur im Das Kranzbach

Wiesen, Wälder und Berge sind die einzigen Nachbarn des Wellness-Refugiums Das Kranzbach

Schon die Auffahrt zum Kranzbach gestaltet sich einzigartig. Denn das Elmauer Tal, in das das Hotel eingebettet ist, ist nur über eine kleine private Mautstraße erreichbar. Diese führt durch einen verwunschenen Waldabschnitt, vorbei an lieblichen Wiesen bis direkt vor die Hoteltüre, die von einem imposanten Springbrunnen gesäumt wird. Genau diese privilegierte Alleinlage ist es, die Das Kranzbach seit jeher zum begehrten Zufluchtsort macht. Gerade für gestresste Städter aber auch für alle Outdoor- Fans, die sich nach grenzenloser Natur, Abgeschiedenheit und Ruhe sehnen, erscheint Das Kranzbach ein selig machender Ort.

Das Wetterstein-Massiv im Süden, das Karwendel-Gebirge im Osten, dazu die Almwiesen- und Wald-Idylle rund herum – wenn der Herbst mit seiner geballten Leuchtkraft hier nicht zu begeistern versteht, wird er es wohl nirgendwo auf der Welt. Dabei offenbart sich mir die goldene Jahreszeit in ihrer ganzen Schönheit bereits beim Schwimmen in den sechs verschiedenen Hotelpools. Ob Sport- oder Solepool, Onsen oder Kaltwasserbecken, Indoor- oder Outdoorpool, im Kranzbach werden aquatische Sehnsüchte jedweder Couleur gestillt. Natürlich immer mit berauschendem Blick auf Berge, Wiesen und herbstlich getönte Wälder.

Neben den Pools erweisen sich auch die Panoramasaunen und Ruheräume als wahre Glücksboten. Vor allem in der Baumwipfelsauna habe ich das Gefühl, hoch oben über den Tannenspitzen mit dem schillernden Herbst auf Tuchfühlung zu gehen.

Zen-Meditation inmitten des Herbst-Waldes

Professionell meditieren im „Meditation House“ des Kranzbachs

Und noch ein weiteres Erlebnis bereichert meine persönliche Urlaubs-Biographie im Kranzbach: Und zwar eine Zen-Meditation. Schon der Ort der Meditation ist überwältigend: Das „Meditation House“, das vom japanischen Star-Architekten Kengo Kuma entworfen wurde, steht nämlich mitten im herbstlich schillernden Wald und scheint eine beinahe symbiotische Einheit mit der Natur zu bilden.

Hier herrscht eine besondere Atmosphäre der Stille und Andacht – ein von den Mysterien des Waldes geweihter Ort. Und tatsächlich, nach 90 Minuten alternierender Sitz- und Geh-Meditation habe ich den Eindruck, meinen Geist auf wohltuende Weise leer geatmet und neue Kraft geschöpft zu haben. Und so wird die Auszeit im Kranzbach immer auch zu einer impulsträchtigen spirituellen Reise, die einen näher rückt an die Natur und sich selbst.

Die Elmauer Alm belohnt mit Sonne und himmlischen Aussichten auf den Wetterstein

Herbststimmung auf der Elmauer Alm

Und auch auf meiner Wanderung zur Elmauer Alm lerne ich die bayerische Herbst-Idylle, die das Kranzbach umgibt, zu schätzen. Vorbei an lieblichen Buckelwiesen und rauschenden Bächen, überrascht vom goldgelben Blätterregen, der in der Stille des Waldes auf uns niederschwebt und schließlich belohnt von atemberaubenden Aussichten auf den sonnenbeschienenen Wetterstein. Hier zeigt mir der Herbst seine schönste Seite.

Weitere Infos: www.daskranzbach.de

Autorenprofil:

Andrea Labonte hat einen außergewöhnlichen Beruf, um den sie viele beneiden: Sie ist seit über 14 Jahren als Hoteltesterin für den Wellnesshotel Guide Wellness Heaven unterwegs. Über ihre Spa-Erlebnisse, außergewöhnliche Destinationen und die skurrilsten Begebenheiten aus ihrem Berufsalltag schreibt sie regelmäßig in ihrer Kolumne „Aus dem Leben einer Hoteltesterin“. Mit über 400 getesteten Wellnesshotels besitzt Andrea Labonte eine breite Vergleichsbasis und weiß, worauf es dem anspruchsvollen Reisenden ankommt. Ihr beruflicher Hintergrund: sie ist internationale Diplom-Betriebswirtin mit Doppeldiplom. Ihre Studien absolvierte sie an der Fachhochschule Mainz und an der Ecole Supérieure du Commerce Extérieur in Paris.

Weiter geht es nächste Woche mit dem zweiten Teil von „Indian Summer in den Bergen“.


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