Sie erfindet sich von Album zu Album neu. Die Vielseitigkeit ist ihr quasi in die Wiege gelegt worden. Im Multikulti des kanadischen Westens wuchs Nelly als Tochter zweier portugiesischer Einwanderer auf und verließ das touristische Städtchen Victoria schnell in Richtung Weltstadt Toronto und einer großen Musikkarriere. „Whoa, Nelly!“ von 2000 ist ihr furioses Debüt. Sie ist gerade 21, und Musik zu machen ist die Erfüllung: „Es fühlt sich an, als würde man sich Hals über Kopf verlieben“, sagt Nelly. Die Songs sind kunterbunte Popperlen mit Einflüssen von Weltmusik und HipHop. Die Mischung kommt an, und das Album wird ein Erfolg.

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Bei den Aufnahmen zu „Folklore“ von 2003 ist Nelly mit Tochter Nevis schwanger. Nach der Geburt nimmt sie sie überall mit hin. Das Album ist akustisch mit vielen Folk-Einflüssen und enthält auch den 2004er Fußball-Hit „Força“. „Loose“ von 2006 ist ein dunkler Electrotrip, den Produzent Timbaland mit Hip- Hop und Dance anreichert. Nelly spielt mit Sex und Verführung. „Mi Plan“ von 2009 schwelgt in Latinorhythmen. Das Album war für Nelly ein persönlicher Wunsch: „Es ging um den Ausdruck tiefer Emotionen und das spanische Lebensgefühl.“ „The Spirit Indestructible“, das neue Album, verbindet all diese unterschiedlichen Momente zu einem Ganzen. Vor allem zeigt es Nelly lebensfroh und inspirierend: „Der Mensch kann so vieles leisten und jedes Hindernis überwinden. Das Album drückt diese Überzeugung aus, ist eine Botschaft an alle, dass sie es schaffen können.“