„Schwermetall“ – das ist keine Wacken-Doku, sondern eine international produzierte TV-Serie. Namensgeber ist ein durchs All irrender Metallklumpen, das Relikt eines Planeten, der seine Zerstörung den eigenen Bewohnern verdankt. Dementsprechend mies ist das Karma, das er mit sich durch Raum und Zeit transportiert. Das wirkt sich direkt auf alle aus, an denen der düstere Komet vorbeirast – und natürlich nicht zum Guten. In den sechs Folgen der ersten Staffel von „Schwermetall“ kann man die Konsequenzen beobachten: Jede der sechs abgeschlossenen Stories, die zu verschiedenen Zeiten, auf unterschiedlichen Planeten oder auch im Weltall spielen, endet mit einer bitterbösen Pointe: Ob bei einem mittelalterlichen Wettstreit, in einem Luftschutzkeller oder in einer Rettungskapsel eines explodierten Raumschiffs – alle Helden der Dramen zwischen Psycho-Krimi, Science Fiction und Abenteuer dürfen sich nur kurz ihrer Siege erfreuen… Die Serie basiert auf dem Comic „Métal Hurlant“ des legendären französischen Zeichners Moebius, der leider 2012 verstarb. Die filmische Umsetzung erreicht zwar nicht die innovative Kraft seiner Vorlage, besticht aber durch seine konsequent düsteren, mit etwas Gewalt & Sex gewürzten Stories (deren böse Enden man gespannt erwartet) – und durch solide Leistungen seiner internationalen Darstellerrriege – unter ihnen Scott Adkins, Michael Jai White, Kelly Brook und Rutger Hauer.
Michael Schömburg