Immer öfter zeigt der einst so kompromisslos harte HipHop seinen weichen Kern, vergisst steife Genregrenzen und fürchtet keinerlei Emotionen. Farsad Zoroofchi alias Fayzen ist das neuste Beispiel dafür. Der Hamburger ist eine Art HipHop-Singer-Songwriter – und hält eh wenig von Schubladendenken: „Wir sind nie so ran gegangen, das muss jetzt HipHop sein. Wir wollten einfach nur Musik machen. Deshalb keine Ahnung ob das HipHop ist, was HipHop ist. Das Wichtigste ist, dass ich’s fühl‘.“ Und Gefühle kommen bei Fayzen definitiv nicht zu kurz. Vor einiger Zeit verteilte der 30-Jährige seine CDs noch in der Innenstadt und im Schanzenviertel von Hamburg. Jetzt hat er einen Plattendeal bei Universal. Am 26. April erscheint dort sein Major-Debüt namens „Meer“. Vorab veröffentlichte er bereits den Song „Richtung Meer“ und die wirklich wunderschöne Single „Rosarot“. Bei den dazugehörigen Videos führte übrigens ein alter Bekannter Regie: Sänger, Autor und Ex-Echt-Frontmann Kim Frank. André Depcke