Die Geschichte klingt unglaublich: Anfang der 70er tauchte in Detroit ein Musiker namens Sixto Rodriguez auf – ein Drifter, von dem niemand Genaueres wusste. Produzenten waren trotzdem begeistert von ihm und verglichen seine Songs überschwenglich mit denen von Bob Dylan. Leider wurden seine beiden Alben Flops – und der Mann verschwand so wie er aufgetaucht war. Was er und die US-Produzenten nicht wussten: Eine Amerikanerin hatte Rodriguez‘ Platte „Cold Fact“ mit nach Südafrika genommen. In dem damals weitgehend isolierten Land wurde dessen Musik zur Hymne der weißen Anti-Apartheid-Bewegung… Filmemacher Malik Bendjelloul suchte die Spuren von Rodriguez in Südafrika und auch den Mann selbst, der sich angeblich längst umgebracht haben sollte… Seine Doku ist hochspannend und bewegend und besticht durch die fantastische Musik von Rodriguez selbst. Der Lohn: Oscar, BAFTA Award und Preise in Sundance. Großartig!
Michael Schömburg