Er wusste immer, dass seine Zeit irgendwann kommt. „Ich habe nur auf den richtigen Tag gewartet, an dem ich alles auf eine Karte setzen würde“, sagt Tim Bendzko. Nun ist der 26-jährige Berliner der Newcomer der Stunde! Seit Monaten hält sich „Nur noch kurz die Welt retten“ in den Top Ten der Charts, sein Album „Wenn Worte meine Sprache wären“, herrlich souliger, verträumter Pop, steht kurz davor, Goldstatus zu erreichen. Ein Erfolg aus heiterem Himmel? Ganz und gar nicht: Mit 16 Jahren verdrängt der Wunsch, Musik zu machen, seine Leidenschaft für Fußball. Der Sportgymnasiast lernt Gitarre spielen, um seine ersten Lieder zu schreiben. Doch die Zeit ist noch nicht reif für seine Musik. Er wartet.

Video-Tipp: „Nur Noch Kurz Die Welt Retten“ von Tim Bendzko

Bendzko studiert erst mal Evangelische Theologie und Nichtchristliche Religionen – obwohl er mit Religion wenig am Hut hat. Aber er glaubt: an sich und seine Musik. Und wartet. Später arbeitet er als Auktionator, was ihm Spaß macht, aber seiner Stimme schadet. Kein Job für die Ewigkeit, das steht für ihn fest. Er schreibt seltener Lieder, arbeitet, wartet – bis der Tag kommt, an dem er alles auf eine Karte setzt: Er nimmt an einem Newcomer-Wettbewerb der Söhne Mannheims teil. Er gewinnt. Und darf vor 20 000 Menschen singen! Dann geht alles schnell: Plattenvertrag, Album, Videodreh. Das Warten hat sich ausgezahlt. Tim Bendzkos Zeit ist gekommen – und hält hoffentlich noch sehr lange an.