Es macht nachdenklich, Geoff Farina, einst Frontmann der legendären Karate, kurz vor seinem Auftritt durch den Club schleichen zu sehen. Sein Einsatz für die Überwindung des Niemandslandes zwischen Hardcore und Jazz kostete Farina fast sein Gehör. Der Mann aus Boston verabschiedete sich fortan von jeglichen Lärmquellen und suchte sein Heil in der Ruhe. Nun hat er mit den Glorytellers alte Weggefährten um sich geschart, um seine eigene Vorstellung vom Pop-Sound zu verwirklichen. Sein Hang zum Kitsch wird dabei nicht nur durch die Nähe zum Folk, Singer/Songwritertum und der Instrumentalmusik, sondern live vor allem durch die Ehrfurcht gebietende Ausstrahlung Farinas geprägt, dem die Besucher gern jede Spieler- und Spinnerei verzeihen.