Handsome Hank and his Lonesome Boys ist eine Country- und Bluegrass-Band aus der Schweiz. Hinter dem Musiprojekt verbigt sich der Musiker Sämi Schneider, der unter anderem auch für Schmalhans, Shilf und als Congaking verantwortlich zeichnete.

Um die Entstehung und Besetzung von Handsome Hank and the Lonesome Boys wurde eine Geschichte gesponnen, die auch von verschiedenen Musikjournalen übernommen wurde.
Handsome Hank (* 12. Dezember 1920 in Knoxville/Tennessee, bürgerlich Samuel Hill) wuchs in Tennessee auf. Durch seine Familie wird er schon früh mit Traditional, Gospel und Spiritual vertraut gemacht. Im Alter von nur 12 Jahren gewann er lokale Musikwettbewerbe und gründete im Alter von 17 Jahren seine erste Band namens „Hillbilly Dickheads“. Diese Band wurde in Tennessee insbesondere durch obzöne und blasphemische Auftritte eher berüchtigt als bekannt. Handsome Hank legte seinen christlichen Glauben ab, besuchte nicht mehr die Kirche, verspielte sein Geld und verbrachte Nächte mit minderjährigen Mädchen.

Letzterer Umstand hatte zur Folge, dass Hank 1938 wegen Verführung Minderjähriger zur vier Jahren Freiheitsstrafe verurteilt wurde. Als er 1942 entlassen wurde, zog ihn sofort die US Air Force ein, die ihn in den Pazifikkrieg schickte. Am 5. Mai 1945 wurde er angeschossen und schwer verwundet, überlebte jedoch seine Verletzungen.

Dass er die Verwundung überlebte, läutete einen Wendepunkt in Hanks Leben ein. Hank fand zu diesem Zeitpunkt seinen Gottesglauben wieder und gründete die Band Handsome Hank and his Lonesome Boys. Als Musiker suchte Hank bewusst Menschen aus, die wie er sündige Menschen sind und bekehrte sie zu Gott.

Handsome Hank and his Lonesome Boys wurden Anfang der 50er Jahre in den USA sehr populär. Unter anderen spielte er mehrere Wochen in der ausverkauften Grand Ole Opry in Nashville.

1952 versuchte die Band in Europa eine Tournee zu veranstalten, die jedoch erfolglos verlief. Im Zuge der wachsenden Popularität des Rock’n’Roll ließ der Erfolg der Band nach, und Hank zog sich aus der Öffentlichkeit weitgehend zurück. Er lebte in einem Blockhaus in Tennessee, in welchem er das mittlerweile legendäre White Album aufnahm.

Als Ende der 60er Jahre die Ära des Rock’n’Roll endgültig vorbei war, wuchs auch wieder die Popularität von Handsome Hank and his Lonesome Boys. 1970 wurde die Band in die Country Music Hall of Fame aufgenommen. US-Präsident Richard Nixon titulierte Handsome Hank „One of the most important personalities of the United States of America“ („Eine der wichtigsten Persönlichkeiten der Vereinigten Staaten von Amerika“).

Anfang der 90er Jahre gelang dem mittlerweile über 70-jährigen Hank doch noch ein Erfolg in Europa. Er nahm ein Album mit diversen populären Rock- und Popsongs auf, die er im Country-Stil interpretierte, darunter „Black Hole Sun“ von Soundgarden oder auch „She’s The One“ von Robbie Williams.

Im Jahre 2000 siedelte die gesamte Band in die Schweiz über, wo Hank seinen Lebensabend verbringen will. Konzerte gibt er seitdem nur noch gelegentlich in seiner Wahlheimat und selten im europäischen Ausland.

Das letzte Lebenszeichen von Handsome Hank and his Lonesome Boys war ein Beitrag zu Stephan Remmlers Album „1, 2, 3, 4 …“, auf dem die Band die Remmler-Komposition „Let’s Go To Elvis“ interpretiert.

Hier können sie ein Video der Band sehen: