Die Höhner sind eine Kölner Mundart-Musikgruppe. Im Jahre 1972 gründeten Peter Werner, Walter Pelzer, Rolf Lessenich und Janus Fröhlich die Band Ne Höhnerhoff (hochdeutsch: Ein Hühnerhof). Mit Ihrer Musik machten sich die Band viele Freunde im Kölner Raum, allerdings waren Sie nicht sehr beliebt beim Reinigungspersonal der Veranstaltungsräume, denn in den ersten Jahren traten die Bandmitglieder in Hühnerkostümen und nach den Auftritten sahen die Bühnen meist wie auf einem tatsächlichen Hühnerhof aus, denn von den Kostümen lösten sich die echten Federn. Außerdem warfen die Band auch Federn ins Publikum. Dabei war es üblich, dass Ne Höhnerhoff auf der Bühne einliefen und „Gack gack gack?“ fragten, worauf das Publikum mit „Gack gack gack!“ antwortete.

Nachdem die Band ihre tierische Gestalt abgelegt hatte, entschloss man sich im Jahre 1975 die Band in De Höhner (hochdeutsch: Die Hühner) umzubenennen. Im Jahre 1977 stieg Gründungsmitglied Rolf Lessenich aus der Band aus und wurde durch den neuen Frontmann Peter Horn ersetzt, auch Walter Pelzer verließ ein Jahr später die Band und wurde durch Franz-Martin Willizil abgelöst. Im Jahre 1978 begann die bis heute andauernden Beziehung zum 1.FC Köln und dessen Fans. Im Meisterjahr veröffentlichten De Höhner das erste ihrer speziell dem „FC“ gewidmeten Lieder „Unser Bock es Meister“. Damit hatten sie sich in die Herzen der Kölner Fans eingespielt. Ebenfalls im Jahre 1978 veröffentlichte die Band auch ihr erstes Album „Ich well noh Hus“, welches den heutigen Karnevalsklassiker „Blootwoosch, Kölsch un e lecker Mädche“ enthält. Im gleichen Jahr erschien auch das Doppelalbum „Lang usjebröt“. Auf der folgenden Langspielplatte „Verzäll doch ens“, die 1979 erschien, verewigten sie mit „Ich ben ne Räuber“ den nächsten Gassenhauer. Dieses veranlasste die Band noch im gleichen Jahr das erste Best Of „Ihre größten Erfolge“ auf Vinyl zu prägen. Noch im selben Jahr wurde die Band mit dem Bassisten Günter Steinig auf fünf Mitglieder erweitert.

Nach dem der endgültige Durchbruch geschafft war, erhielt die Band in den Folgejahren diverse Ehrungen und Preise. Alleine viermal verliehen die Kölsche Funke rut-wieß vun 1823 e.V. den Höhnern ihren „Orden für das beste kölsche Lied“. Beim „Närrischen Oscar“ der Kölner Boulevardzeitung Express errangen sie in den 80er-Jahren viermal den 2. und dreimal den 3. Platz. Im Jahre 1982 unterschrieb die Band einen Plattenvertrag bei EMI, 1986 verließ der Frontmann Peter Horn die Band und wurde mit Henning Krautmacher ersetzt. Auf dem ersten Album mit Krautmacher namens „Für Dich“ veröffentlichten sie, neben den halbwegs akzentfreien Liedern „Ruf doch mal an“, „Kein Meer mehr da“ und „Für Dich“, auch den Riesen-Karnevalshit „Pizza wundaba“, dessen Text teilweise in einer Italienisch-Kölschen-Sprache geschrieben wurde. In den 1980er Jahren veröffentlichten „Höhner“ insgesamt neun Alben.

Im Jahre 1992 startete die Band eine Konzertreihe im Kölner Millowitsch-Theater, dies hatten bis dato nur die Bläck Fööss, aufgrund ihrer großen musikalischen Vielfalt gewagt. Das Programm nannte sich „Zwei Zimmer, Küche, Diele, Bad“. Die Band hatte drei Jahre zuvor „dämm Willy“ (Willy Millowitsch) das Lied „Willy, wat wör Kölle ohne Dich“ zum 80. Geburtstag gewidmet. Im nächsten Jahr startete die Gruppe ihre nächste Konzertreihe die „Höhner Classics“. Bei diesen Konzerten werden klassisch arrangierte Lieder der Höhner zusammen mit einem Orchester in der Kölner Philharmonie aufgeführt. Bei diesen Konzerten wurde mit der irischen Gruppe Galleon die Kölsch-Englische Version von „Minsche wie mir“ (People Like Us) aufgeführt. Fortan waren die „Höhner Classics“ in jedem Jahr fester Bestandteil des Terminkalenders der Band. Im Jahre 1995 machten Höhner Erfahrung in einem neuen Bereich. Sie nahmen an der Revue „Niemals geht man so ganz“ zu Ehren der 1991 verstorbenen Kölner Volksschauspielerin Trude Herr auf dem Kölner Roncalliplatz teil.

Der Anfang des neuen Jahrtausends gestaltete sich für Höhner recht turbulent. Als erstes wurden sie für ihr Album „Best of- 25 Jahre“ für den Musikpreis Echo in der Kategorie „Gruppe des Jahres national“ nominiert, dann erhielten sie ihre erste Goldene Schallplatte für die Single „Die Karawane“ und schließlich starteten sie die Zusammenarbeit mit dem Kölner Circus Roncalli. Unter dem Titel „Höhner Rockin‘ Roncalli Show“ tourt die Gruppe bis heute mit dem Zirkus durch Deutschland. Im Jahre 2003 gelang der Gruppe mit dem Titel „Viva Colonia“ ein deutschlandweiter Megahit. Auch auf dem Münchener Oktoberfest wurde das Lied zum Wiesnhit 2004 und 2005. Pete Bauchwitz verließ im Juni 2003 die Band und wurde durch Jens Streifling, einem ehemaligen Mitglied von BAP ersetzt. 2005 bekamen die Höhner die Goldene Stimmgabel in der Kategorie „Beste Gruppe in der Kategorie „Schlager“ “ verliehen. Im gleichen Jahr ging die Band erstmals auf Deutschlandtour. Diese Tournee war durchaus erfolgreich. Mitte des Jahres veröffentlichen die Höhner das Album „6:0“. Neben dem Sessionlied „Ohne Dich geht es nicht“ wurde auf dieser CD die Erstversion von „Wenn nicht jetzt, wann dann?“ veröffentlicht, allerdings war diese Version nicht besonders erfolgreich. Erst nachdem der Song in einer abgeänderten Version zum offiziellen WM-Song der Handball-Weltmeisterschaft 2007 wurde, platzierte er sich in den Hitparaden. Im Februar 2007 war das Lied Platz 1 der offiziellen Verkaufshitparade von Media Control.

Hier sehen sie einen Live Auftritt der Band „Höhner“: