Kingdom Come ist eine in Nordamerika gegründete Hard Rock-Band, die vom deutschen Sänger Lenny Wolf ins Leben gerufen wurde und deren treibende Kraft und einzige Konstante Wolf bis heute ist. Kingdom Come resultieren 1987 aus der Band Stone Fury, die Mitte der 1980er Jahre die beiden Alben Burns Like A Star (1984) und Let Them Talk (1986) veröffentlichte. Sänger Lenny Wolf ruft nach dem Ende der Band mit Kingdom Come eine neue Band ins Leben. Neben Wolf gehören die beiden Gitarristen Danny Stag und Rick Steier, Bassist Johnny B. Frank und Schlagzeuger James Kottak zum Ur-Line-Up.

Von Beginn an wird die Band mit Led Zeppelin verglichen, was nicht zuletzt an der Ähnlichkeit der Stimmen von Robert Plant und Lenny Wolf liegt. Auf der amerikanischen Ausgabe der 1988er Monsters of Rock-Tour eröffnen Kingdom Come jeweils die Abende für Metallica, die Scorpions und die Headliner Van Halen. Anschließend folgt eine Supporttour für Bon Jovi und Ratt durch Japan sowie eine Englandtour im Vorprogramm von Magnum. Ein Jahr später wartet die Band bereits mit ihrem zweiten Album auf. In Your Face kann in den USA zwar nicht ganz an den Erfolg vom Debüt anknüpfen, schafft es aber trotzdem auf Platz 49 der Charts. Eine weitere USA-Tour im Vorprogramm von Whitesnake, Cheap Trick und Fleetwood Mac festigt den Status der Band, trotzdem brodelt es im Bandgefüge. Im August 1989 zerbrechen Kingdom Come schließlich. James Kottak trommelt heute für die Scorpions.

Für das dritte Album arbeitet Wolf mit Session-Musikern. Die Gitarristen Blues Saraceno, Bert Meulendijk und Marco Moir sind ebenso auf Hands Of Time zu hören wie die Schlagzeuger Steve Burke und Jimmy Dralower. Lenny Wolf kehrt 1993 mit dem vierten Album Bad Image zurück, seine Band besteht mittlerweile ausschließlich aus deutschen Musikern. In den folgenden Jahren veröffentlichen Kingdom Come zwar immer neue Alben, werden aber immer weniger von der Öffentlichkeit wahrgenommen. Die Band besteht mehr oder weniger nur noch aus Lenny plus Mietmusiker. Beim aktuellen Album Perpetual hat Wolf schließlich von A bis Z alles alleine gemacht.

Im Jahr 2001 ist Lenny Wolf Teil des German Rock Stars-Projektes, welches anlässlich der Terroranschläge vom 11. September die Single Wings Of Freedom veröffentlicht. Im Februar 2005 planen Kingdom Come zum ersten Mal seit über 10 Jahren eine Rückkehr nach Amerika, doch leider muss die Tour wegen Visaproblemen abgesagt werden. Ein neues Album, Ain’t Crying for the Moon, ist 2006 erschienen. Im November 2006 ist Kingdom Come auf einer Rußland-Tournee mit 11 Konzerten und einem Fernsehauftritt sowie jeweils einem Auftritt in Kiew, Ukraine, und Almaty, Kasachstan.

Ihr selbst betiteltes Debütalbum wird nicht zuletzt aufgrund des Pressehypes aus dem Stand zu einem Erfolg und erreicht in den USA Platz 12 der Charts. Noch im selben Jahr bekommt die Band in Amerika eine Goldene Schallplatte für über eine halbe Million verkaufter Tonträger. Auch das zweite Album In Your Face wird zu einem Erfolg für die Band. Platz 49 der US-Charts sowie etliche Konzerte festigen den Status der Band bevor Kingdom Come im Verlaufe der Jahre immer mehr an Bedeutung verlieren. Während die Presse die Band zu Beginn als ultimative „Led Zeppelin“-Nachfolger feiert, wird nicht zuletzt auch von prominenter Seite massiv Kritik geübt. Gary Moore veröffentlicht zum Beispiel auf seinem Album After The War 1989 einen Song namens Led Clones, der von Ozzy Osbourne gesungen wird. Auch Dee Snider, Ex-Sänger von Twisted Sister, nimmt aus Reaktion auf Kingdom Come für seine Band Desperado den Song Uh Huh Huh auf, der im Jahr 2000 auf seinem Soloalbum Never Let The Bastards Wear You Down erscheint.