Kommt das vom Dorf oder aus den Katakomben der Metropole? Aus dem wilden Osten oder dem weiten Westen? Oder spielen diese Kommunarden einfach nur den Soundtrack zur nie endenden Weltreise? Längst hat sich dem diskriminierenden Begriff „Weltmusik“ entzogen, was die 13 Musiker von 17 Hippies auf akustischem Instrumentarium zum bunten Juchhei auf jeder Bühne erheben. Gesungen wird in gleich mehreren Sprachen, die folkloristischen wie popmusikalischen Bestandteile ihres Sounds sind selbst vom Anthropologen kaum ihrer Herkunft zuzuordnen. Mit ihrem zehnten Album „Phantom Songs“ grasen die Berliner wieder mal auf den saftigsten Weiden dieser Welt. Nichts für Esoteriker und Weltmusik-Jünger. Gerade deshalb uneingeschränkt empfehlenswert.